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Das jüdische Echo · 1931-07-24 · 30 (24.7.1931) · p. Seite 430

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Journal
Das jüdische Echo
Volume
18 (1931)
Issue
30 (24.7.1931)
Date
1931-07-24
Page
Seite 430 (sequence 10)
Language
German
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430 Das Jüdische Echo Nr. 30 Gründung einer jüdischen Genossenschaftsbank in Chemnitz Chemnitz, 17. Juli. (JTA.) In Chemnitz i. S. wurde am 14. Juli die Gründung einer „Volksbank Iwria e. G. m. b. H.“ vollzogen. Der Aufsichtsrat der Bank besteht aus den Herren Jakob Mirski als Vorsitzenden, Isomer Schwebet als stellvertretenden Vorsitzenden, Max Baumöhl, Joseph Salem, Direktor Konstantin Apler und Dr. med. Paul Holzer. Zum Vorstand wurde Rudolf \Veit3kopf gewählt. Ein weiteres Vorstandsmitglied soll in der Person eines Bankfachmannes noch ernannt werden. Die Bank wird in der allernächsten Zeit mit ihrer Tätigkeit beginnen. Synagogenschändung in Ostpreußen Berlin, 16. Juli. (JTA.) Die Fenster der von der Synagogengemeinde Königsberg verwalteten Synagoge im ostpreußischen Kurort Cranz wurden, wie der „C.V.-Zeitung“ mitgeteilt wird, kürzlich mit Steinen eingeworfen. Die Täler flüchteten, als Synagogenbeamte herbeieilten. Der Verdacht politischer Motive liegt nahe. Juden auf der Wiener Arbeiter-Olympiade Wien, 20. Juli. (JTA.) Am 19. Juli fand in Wien die feierliche Eröffnung der zweiten Arbeiter- Olympiade statt, an der Vertreter von 22 Nationen leilnehmen. Bei der Begrüßungsfeier war die Paläslinadelegalion Gegenstand besonderer Ovationen, als die österreichischen Sportler durch das Senken ihrer Fahne die in eine rote Standarte eingenähte blauweiße Fahne der Palästinenser begrüßten. In der Begrüßungsansprache wurde gesagt: „das rote Wien grüßt die Genossen aus Palästina, die jüdischen Arbeiter aus Haifa, Tel-Awiw und den Kolonien, die eine Heimstätte der Zukunft für ihr Volk bauen.“ Außer den Palästinensern sind in Wien aus anderen Ländern, insbesondere aus Polen, viele jüdische Arbeitersporiler eingetroffen. Schändung einer Synagoge in der Bukowina Czernowitz, 17. Juli. (JTA.) Unerkannt gebliebene Täter sind in die Synagoge „Klaus“ zu Wiznitz eingebrochen, haben die Bundeslade zertrümmert, eine Thorarolle hcrausgenommen und sie mit Messern zerschnitten. Außerdem wurden Gebetbücher zerrissen und die Inneneinrichtung demoliert. Keine Staatsdiplome für rumänisch-jüdische Medizinstudenten in Frankreich Paris, 16. Juli. (JTA.) Laut Beschluß des französischen Unterrichlsministers wird von nun an den in Frankreich inskribierten rumänischen Studenten das Staatsdiplom der Medizin nicht mehr gewährt werden. In Frankreich studierende rumänische Studenten der Medizin werden sich nur noch um das Universitätsdiplom bewerben können. Einer geringen Anzahl rumänischer Studenten wird alljährlich nach Beendigung ihres Studiums von einer besonderen Kommission das Recht erteilt werden, das Staatsdiplom zu erhalten. Die Rechte der Medizinstudenten, die bereits vor dem Erlasse das Diplom erhalten haben, bleiben gewahrt. Mit dieser Verordnung des Unterrichtsministeriums, durch die hauptsächlich jüdische Studenten aus Rumänien, die wegen des dort eingeführten Numerus clausus sich in ihrer Heimat dem Studium nicht widmen konnten und daher französische Universitäten aufgesucht haben, betroffen werden, ist eine Angelegenheit zum Abschluß gelangt, die seit längerer Zeit die jüdische öffentliche Meinung lebhaft beschäftigte. Die Aktion zur Aufhebung der bisherigen Privilegien für rumänische Studierende in Frankreich wurde bekanntlich vom Dekan der Pariser medizinischen Fakultät, Prof. Balthazard, in einem viel kommentierten Schreiben an das rumänische Unterrichtsministerium eingeleilet. In jüdischstudentischen Kreisen wird befürchtet, daß bei Auswahl der zur Fhlangung der Staatsdiplome berechtigten Absolventen sich antisemitische Tendenzen gellend machen werden. Gemeinden- und Vereins-Echo Aus dem Jüdischen Jugendheim. Der nächste Jugendheim-Abend findet Montag, den 27. Juni, abends 8.30 Uhr, unter der Leitung von Herrn Dr. Ignaz Emrich statt. Thema: „Der Zerfall der deutschen Juden“. Diese Tatsachen und Probleme gehen jeden jungen Juden in ganz besonderem Maße an. Versäumt deshalb diesen Abend nicht! Die Jugendheim-Abende finden alle 14 Tage, jeweils Montag 8.30 Uhr im Münchener Jüdischen Jugendheim, Herzog-Rudolf-Straße 1/1» statt; sie sind unentgeltlich der ganzen jüdischen Jugend zugänglich. Besondere Einladung ergeht nicht. Bringt eure Bekannten mit! Als weitere Veranstaltungen sind in Aussicht genommen: Für Montag, den 10. August: Vorlesung und Besprechung einiger Proben hebräischer und arabischer Dichtung. Einer der folgenden Abende wird in ähnlicher Weise die Tendenzkunst behandeln. Der Jugendheimausschuß. Hebräische Sprachkurse München. Sonntag dem 26. Juli findet bei gutem Wetter ein Ausflug der hebräischen Sprachkurse statt. Sonntagskarte nach Dachau lösen; Treffpunkt 8.45 Uhr am Bahnsteig, Hauptbahnhof. Badeanzug und Spielbälle sind mitzubringen! Wocheiiprogramm der V.J.St. Jordania Samstag, den 25. Juli, 14 Uhr: Treffpunkt: Hofgartentor. Montag, den 27. Juli, 20.30 Uhr: gemütlicher Abend mit den Alten Herren und der Studentinnen- Gruppe im Hotei Union, Barerstr. 7. Off. Dienstag, den 28. Juli, 14.30 Uhr: s. t. Fuchsenkurs off., 20.30 Uhr: Schlußkonvent off. im Heim. Gesamtausschuß der Ostjuden, München. Für die uns anläßl. unserer Verlobung freundl. erwiesene Aufmerksamkeiten danken herzlich Lina Scfcapira, Jul. Rosenbaum 1.—. Farn. B Schapira grat. herzl. Farn. B. Goldberg zum Enkel (unlieb verspätet) 1.—. Seltene Auszeichnung Würzburg. Der Buchdruckereibesitzer MaxWolff in Würzburg erwarb sich die seltene Auszeichnung des goldenen Sportabzeichens, welches für hervorragende Leistungen vom Reichsausschuß für Sport- und Leibesübungen in Berlin verliehen wird. Herr Max Wolff ist Mitglied des Reichsbundes Jüdischer Frontsoldaten. Aus dem Münchener Bar-Kochba Bar-Kochba München, Sieger beim Jugendsiebenkampf Bei dem vor einiger Zeit stattgefundenen Jugendsiebenkampf gelang es Bar-Kochba mit 5758 Punkten einen überlegenen Sieg in der C- Klasse zu erringen. In der Gesamtwertung belegte die Mannschaft hinter Post-Sportverein mit 6071 Punkten und 1860 mit 5852 Punkten einen

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