Das jüdische Echo
- Journal
- Das jüdische Echo
- Volume
- 18 (1931)
- Issue
- 29 (17.7.1931)
- Date
- 1931-07-17
- Page
- Seite 418 (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
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418 Das Jüdische Echo Nr. 29 Ohrenstein. Ussischkin hat seine Mitarbeit zugesagt. Schließlich wurde ein Zentralrat gewählt, der sich aus den Vertretern der Allgemeinen Zionisten in der Jerusalemer und Londoner Exekutive und im A.C., sowie aus je einem Vertreter der 36 Landesverbände zusammensetzt. Polnisch-jüdische Stadt unter antisemitischem Terror Warschau, 9. Juli. (JTA.) Die jüdische Bevölkerung des Städtchens Konsk, Wojwodschaft Kielce, steht seit einigen Tagen unter scharfem Terror jugendlicher Huligans. Einem alten Juden wurde der Bart ausgerissen, fünf weitere von den Huligans mißhandelte jüdische Bürger liegen schwerverletzt darnieder. Die Bauernschaft der Umgebung wird von Agitatoren aufgefordert, in die Stadt zu ziehen, um über die Juden herzufallen. Warschau,, 9. Juli. (JTA.) In Mazowiecki bei Tomaszow kam es während einer in der Stadtsynagoge veranstalteten Herzl-Gedenkfeier zu einer Straßenschlacht zwischen Kommunisten und Jungzionisten, als die Kommunisten versuchten, die zionistische Fahne von der Synagoge herunterzuholen und die Rote Fahne anzubringen. Der junge Revisionist Jizschak Fischhof wurde durch Messerstiche getötet. Die Polizei verhaftete einige Kommunisten. Eine der ältesteii Synagogen Lettlands niedergebrannt Riga, 9. Juli. (JTA.) Eine der ältesten Synagogen Lettlands, das Preiler Minjan in Dwinsk, ist niedergebrannt. Das Feuer griff auch auf die durchwegs von Juden bewohnten angrenzenden Gebäude über, von denen mehrere vollkommen zerstört wurden. Zahlreiche jüdische Familien sind obdachlos geworden. Ruhe in Saloniki Saloniki, 13. Juli. (JTA.) Seit der Nacht vom 8. zum 9. Juli, in der eine Rotte Nationalisten einen Angriff auf eine Synagoge in Campbeil- Viertel, in der etwa 50 durch den Brand obdachlos gewordene jüdische Familien untergebracht waren, ausführte und sämtliche Fensterscheiben einschlug, ist in Saloniki die Ruhe nicht wesentlich gestört worden. Der Gouverneur von Saloniki, General Gonatas, hat den Präsidenten der Jüdischen Gemeinde, Herrn Benusigliu, verständigt, daß die Regierung weitere Hilfsmaßnahmen für die jüdische Bevölkerung in Erwägung ziehe. Der Anordnung des Generalgouverneurs Gonatas gemäß enthalten sich die jüdischen und die griechischen Zeitungen Salonikis jeden Kommentars über die Unruhen und bringen keine Nachrichten über Ausschreitungen. Die große Synagoge in Charbin durch Feuer vernichtet Charbin, 7. Juli. (JTA.) Die große Synagoge in der Artilleriestraße zu Charbin wurde durch einen Brand, der, vom Dachgeschoß ausgehend, sich mit großer Schnelligkeit über das ganze Gebäude ausbreitete, vollständig vernichtet. Die niedergebrannte Synagoge war vor 25 Jahren* nach Beendigung des russisch-japanischen Krieges, als Juden in größerer Zahl sich in Charbin und in der Mandschurei niederzulassen begannen, errichtet worden. Gemeinden- und Vereins-Echo Auszeichnung eines jüdischen Studenten an der Universitält München Die medizinische Fakultät der Universität München hat im Jahre .1930 ein Preisausschreiben erlassen über „Die Bedeutung der Ziliarfortsätze für die intraokulären Flüssigkeitswechsel soll unter besonderer Berücksichtigung der anatomischen Struktur einer vergleichenden Untersuchung durch die Wirbeltierreihe hindurch unterzogen werden.“ Wie die Fakultät durch Anschlag am schwarzen Brett und in den Tageszeitungen bekannt gibt, wurde eine Bearbeitung dieser Preisfrage von dem Studierenden der Medizin Heinrich Lamm aus München, Sohn des Kaufmanns Ignaz Lamm in München eingereicht, wofür dem Verfasser die Belobigung der Fakultät ausgesprochen wird. Herr cand. med. Lamm ist unseren Lesern als Gründer und rühriger Leiter des hiesigen jüdischen Kammerorchesters und auch aus manchen Beiträgen gut bekannt und wir freuen uns über die ihm zuteil gewordene Auszeichnung. Wochenprogramm der V.J.St. „Jordania“ Samstag, den 18. Juli, 2 Uhr: Treffpunkt Hofgartentor. 2.30 Uhr: s. t. Fuchsenkurs off. Dienstag, den 21. Juli, 20.30 Uhr: Aussprache über den Kongreß, im Heim off. Donnerstag, den 23. Juli, 20.30 Uhr: Burschenkurs im Heim, off. Hebräische Sprachkurse, München. Die hebräsche Liederstunde findet (statt Montag) am Mittwoch 8.45 Uhr, im Raum der Hebräischen Sprachkurse, Herzog-Rudolf-Straße 1, statt. Bar-Kochba. Damen-, Mädchen-, Kinder-Abteilung: Der gesamte Turnbetrieb bleibt während der Schulferien geschlossen. Wiederbeginn: Mittwoch, den 2. September, Kinderabteilung. Montag, den 7. September, Mädchen- und Damen-Abteilung. Gesamtausschuß der Ostjuden München. Verein Bes Jakob gratuliert seinem Vorstandsmitglied, Herrn M'ax Katzeneil, zur Vermählung seines Sohnes 2 RM. Jüd. Club „Kedem“. Sonntag, den 19. Juli 1931, findet nur bei schönem Wetter wieder einer unserer beliebten Tagesausflüge — nach Gräfelfing (Sonntagsfahrkarte 70 Rpf.) statt. Treffpunkt Starnberger Bahnhof punkt 8.15 Uhr Portal. Spielbälle, Bade- oder Turnzeug, wenn möglich Photoapparat, bitte mitbringen. Zahlreiche Beteiligung erwünscht. Bei schlechtem Wetter findet Besichtigung des Deutschen Museums statt. Treffpunkt vor dem Haupteingang des peutschen Museums punkt 10 Uhr vormittags. (Eintrittspreis 25 Rpf. nur in geschlossener Führung.) Sämtliche Auskünfte erteilt die Leitung Leon Kohn unter der Rufnummer 90 2 56. Herzl-Feier des Brith Haolim Nürnberg. Am Sonntag, dem 5. Juli, veranstaltete der Zionistisch- Sozialistische Jugendbund Brith Haolim eine Herzl- Feier. Zu der Feier waren sämtliche Jugendbünde Nürnbergs und Fürths eingeladen, von welchen auch ein großer Teil erschienen ist, so daß der Saal des Jugendheims in der Treustraße überfüllt war. Leo Wißmann hielt eine kurze Gedächtnisrede, in welcher er die Jugend anspornte, zur Verwirklichung der Herzl’schen Ideen beizutra-