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Das jüdische Echo · 1931-06-19 · 25 (19.6.1931) · p. Seite 370

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Journal
Das jüdische Echo
Volume
18 (1931)
Issue
25 (19.6.1931)
Date
1931-06-19
Page
Seite 370 (sequence 10)
Language
German
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370 Das Jüdische Echo Nr. 25 störungswut des Mobs. Gegen Millernacht brachen die Huligans wieder in das Stadtviertel ein und der Terror begann von neuem. Die Polizei von Radom, die sich während des Tages als zu schwach erwies, um dem Wiilen Einhalt zu tun und die nur einige wenige Exzedenten verhallen konnte, wurde jetzt überwältig! und entwaffnet, worauf die verhafteten Huligans gewaltsam befreit wurden. Auch der Polizeikommandant wurde entwaffnet. Bis drei Uhr morgens dauerten die Ausschreitungen an. Erst als berittene Polizei von auswärts eintraf, kehrte Ruhe ein. Zwölf jüdische Parlamentarier in Rumänien Bukarest, 11. Juni. (JTA.) Bei den Wahlen in die Kammer und den Senat wurden insgesamt elf jüdische Kandidaten gewählt und zwar sechs Senatoren (Max Ausschnitt, Wilhelm Dinermann, Dr. Asra Berkowitz, Janen Finkeistein, Isaac Benvenisti, M. Rivensolm) und fünf Kammerdeputierte, die Abgeordneten der Jüdischen Nationalpartei Dr. Mayer Ebner, Dr. Theodor Fischer, Dr. Josef Fischer und Dr. Max Diamant und der auf der Liste der Magyarischen Partei gewählte Deputierte Nandor Hegedüs. Als zwölfter jüdischer Parlamentarier kommt Oberrabbiner Dr. I. Niemirower, der als Vertreter des jüdischen Kultus dem Senat angehört, hinzu. Ihrem prozentuellen Anteil an der Gesamlhevölkerung entsprechend müßten die Juden in Rumänien in beiden Häusern durch dreißig Parlamentarier vertreten sein. In rumänisch-jüdischen Kreisen wird mit Bedauern festgestellt, daß die jüdische Vertretung in der Kanimer, die größere Machtbefugnis hat als der Senat, schwächer ist als in diesem. Vorläufige Einstellung der Sonnabend-Fußballspiele in Palästina J e r u s a 1 c m , 15. Juni. (JTA.) Der jüdische Sporlverhand Makkahi wird auf Ersuchen des Waad Leumi die Fußbalhvettspiele an Sabbalhtagen zunächst für die Dauer von vierzehn Tagen einslellen. Der Waad Leumi hat versprochen, während dieser Zeit zu versuchen, eine Lösung des Problems zu finden. Gemeinden- und Vereins-Echo Der jungzionistische Arbeitskreis München veranstaltet am 24. Juni abends 8 Uhr im Lessingsaal, Herzog-Rudolf-Straße 1„ einen Ausspracheabend über: „Jüdische Kultur in Deutschland“, der insofern insbesonders interessant zu werden verspricht als freundlicherweise ein Nichtzionist, Herr Heinrich Lamen, das Referat übernommen hat. In der Debatte werden selbstverständlich auch zionistische Anschauungen .vertreten werden. Wochenprogramm der V. J. St. „Jordania“ Samstag, den 20. Juni, 14 Uhr ct., Treffpunkt Hofgartentor. Anschließend Fuchsenkurs off. Sonntag, den 21. Juni, Ausflug. Dienstag, den 23. Juni. 20.30 Uhr A. C. off. Donnerstag, den 25. Juni. 20.30 Uhr Burschenkurs off. Hebräische Sprachkurse München. Der Unterricht in sämtlichen Kursen findet wieder regelmäßig nach dem bekannten Stundenplan statt. Der Liederabend findet jeden Montag abend 8.45 Uhr im Unterrichtslokal, Herzog-Rudolf-Straße 1 statt. Interessenten sind herzlichst eingeladen. Die Münchner Gruppe der Zion.-Revisionisten. Vor dem Zusammentritt des Kongresses und den Sommerferien findet noch eine letzte Sitzung unserer Gruppe mit wichtiger Besprechung am Montag, dem 22. Juni, abends 8.30 Uhr, Herzog- Rudolf-Straße 1 (Jugendheim) statt. Alle Mitglieder werden gebeten, bestimmt und pünktlich zu erscheinen. Interessenten sind willkommen; Neuanmeldungen werden dortselbst entgegengenommen. Jüdischer Gesangverein E. V. Dienstag, den 23. Juni, abends 8 Uhr, zwangloses Beisammensein mit Tanz in der „Reitschule“, Königinstraße 34. Gäste willkommen. Eintritt frei. Nächste Probe: Dienstag, 1. September 1931. Bar Kochba. Damen-, Mädchen-, Kaderabteilung: Alle aktiven Mitglieder werden aufgefordert, regelmäßig und pünktlich zum Turnen zu kommen. Bei schönem Wetter wird im Freien geturnt. Die Kinderabteilung turnt jeden Mittwoch nachmittag von 3—4 Uhr im Turnsaal der Jüdischen Volksschule; die Mädchen-Abteilung turnt Montag von 6—7 Uhr; die Damen-Abteilung I von 7 bis 8 Uhr; die Damen-Abteilung II von 8—9 Uhr in der Volksschule an der Luisenschule. Gesamtausschuß der Ostjuden München. Familie Saposchnik gratuliert Herrn Max Fleischer zum 60. Geburtstag und Familie Schapira zur Verlobung ihrer Tochter. RM. 2.—. Der Gesamtausschuß der Ostjuden gratuliert seinem langjährigen Vorstandsmitglied Herrn Max Fleischer zum 60. Geburtstag. Verein Bes Jakob gratuliert seinem 1. Vorstandsmitglied Max Fleischer zum 60. Geburtstag. M. 2.—. Familie Gidalewitz gratuliert Herrn und Frau Dr. Ettinger zur Barmizwah ihres Sohnes und Herrn und Frau B. Goldberg zu ihrem Enkel. M. 2.-. Der Verein Talmud Thora gratuliert herzlich Herrn Fleischer zu seinem 60. Geburtstage. Makabim aus Erez Jisrael in Nürnberg Auf ihrer Propagandafahrt für die Olympiade- Makabiade trafen am 2. Juni 12 Makabim aus Palästina auf 6 Motorrädern und mit einem Auto zu kurzem Aufenthalt auf ihrer Fahrt nach London hier ein. Für sie veranstalteten die zionistischen Jugendbünde zusammen mit dem neutralen Jugendbund und dem Bar Kochba einen schlichten Empfang in der Turnhalle des Bar Kochba. Hier begrüßte neben Herrn R.-A. Dr. Vorchheimer als Vorsitzender des Bar Kochba, der Vertreter der Gemeinde und der Zionistischen Ortsgruppe Herr R.-A. Feilchenfeld die Gäste, zu deren Empfang in der Turnhalle des Männerturnvereins neben den zu ihrem Turnabend erschienenen Bar Kochbanern eine große Zahl von Zionisten und Freunden der Makabisache gekommen waren. Nach dem noch die Herren Schapira und Wißmann in hebräischer Sprache der Freude der hiesigen Zionisten über den Besuch Ausdruck gegeben hatten, antwortete der Führer der Makabim, Herr Jekutieli ebenfalls in hebräischer Sprache auf die einzelnen Begrüßungsreden und dankte für den Empfang. In dem er auf die Ausführungen von Herrn Dr. Vorchheimer einging, der die Neutralität seines Vereins betonen zu müssen glaubte, führte Herr Jekutieli noch etwa aus: ihm als Mitglied des palästinensischen Makabi sei es nicht recht verständlich, wie man sich als jüdischer Sportler organisieren könne und dabei den eigentlichen selbstverständlichen Zusammenhang mit der alljüdischen Sport-

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