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Das jüdische Echo · 1931-06-05 · 23 (5.6.1931) · p. Seite 345

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Journal
Das jüdische Echo
Volume
18 (1931)
Issue
23 (5.6.1931)
Date
1931-06-05
Page
Seite 345 (sequence 13)
Language
German
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Nr. 23 Das Jüdische Echo 345 zeichneten Deklaration für die Errichtung eines Jüdischen Nationalheims in Palästina eingetreten sei. Das bisherige Ergebnis des Palästina-Drives in Amerika New York, 26. Mai. (JTA.) Das bisherige Ergebnis der amerikanischen Palästina-Kampagne beträgt 700 000 Dollar. In diesem Betrage ist die durch den New Yorker Drive aufgebrachte Summe von 300 000 Dollar und das Ergebnis der von der Hadassah im ganzen Lande durchgeführten Sammlung von 200 000 Dollar mitinbegriffen. Zwangsregistrierung der Ausländer in Michigan Detroit, 25. Mai. (JTA.) Das Parlament des Staates Michigan hat ein Gesetz angenommen, demzufolge alle Ausländer verpflichtet sind, sich polizeilich registrieren zu lassen und die Rechtmäßigkeit ihres Aufenthalts im Lande nachzuweisen. Das Immigration Departement hat sich für das Gesetz eingesetzt, um bei der Deportierung illegal eingewanderter Personen staatliche Hilfe in Anspruch nehmen zu können. Das Departement für öffentliche Wohlfahrt hat eine Verordnung erlassen, durch die die Anstellung von Ausländern, die nicht im Besitze einer Registrierungskarte sind, untersagt wird. Das Gesetz über die Registrierung der Ausländer muß noch durch den Staatsgouverneur sanktioniert werden. Die jüdischen Organisationen, die an der Gesetzmäßigkeit der Registrierungsmaßnahmen zweifeln, haben den Gouverneur aufgefordert, gegen das Gesetz, durch das in Detroit allein über 100 000 Ausländer betroffen werden, sein Veto einzulegen. Ein gesetzlicher Feiertag zur Erinnerung an die Vertreibung der jüdischen Marktleute in Mexico Mexico City, 28. Mai. (JTA.) Der Verband der mexikanischen Kleinhändler hat für Montag, den 1. Juni, eine Massenversammlung gegen die jüdischen Händler nach Mexico City einberufen, an der etwa 40 000 Mexikaner teilnehmen werden, um dem Präsidenten der Republik, Rubio, öffentlich ihren Dank für seine Unterstützung der mexikanischen Kleinhändler in ihrem Kampf gegen die jüdischen Händler auszusprechen. Die Tatsache, daß der Präsident nicht nur die Abhaltung dieses Massenmeetings genehmigt, sondern auch seine persönliche Teilnahme zugesagt hat, hat in den Kreisen der jüdischen Bevölkerung Mexikos größte Beunruhigung und Bestürzung hervorgerufen. Der Präsident hat ferner seine Zustimmung dazu gegeben, daß der 1. Juni zur Erinnerung an die Vertreibung der jüdischen Händler von den öffentlichen Märkten, zum gesetzlichen Feiertasr erklärt werde. Eine neue Pächterschutzverordnung in Palästina Erschwerung des Grundstückverkehrs Jerusalem, 31. Mai. (JTA.) Am Sonntag, dem 31. Mai, hat der stellvertretende High Commissioner Young eine Pächterschutzverordnung mit einjähriger Geltungsdauer erlassen, durch deren strenge Bestimmungen die Übertragung von Eigentum an Grund und Boden vermutlich äußerst erschwert werden wird. Nach diesen Bestimmungen darf kein Gerichtsbefehl zur Entsetzung aus Bodenbesitz erfolgen, wofern das Gericht nicht zur Überzeugung gelangt ist, daß für die Versorgung der Pächter entsprechend Vorsorge getroffen wurde. Besitzentsetzung erscheint nur gerechtfertigt, wenn der Pächter es verabsäumt hat, den Pachtschilling zu entrichten oder den Boden zu bebauen. In diesem Falle hat er keinen Anspruch auf Entschädigung. Das Gericht kann auch keinen Räumungsbefehl gegen Weideberechtigte erlassen, die fünf Jahre ununterbrochen das Weiderecht besitzen, wofern nicht der High Commissioner die zur Sicherung ihres Lebensunterhalts getroffenen Vorkehrungen als befriedigend befunden hat. Der stellvertretende High Commissioner hat die neue Verordnung unter Hinweis darauf, daß er sie im öffentlichen Interesse für unentbehrlich hält, durch Unterzeichnung und Veröffentlichung im Amtsblatt sofort in Kraft treten lassen. Die Veröffentlichung erfolgte am letzten Tage seiner Amtsführung. Montag, den 1. Juni, trifft High Commissioner Sir John Chancellor wieder in Jerusalem ein. 164 959 Pfund Defizit im palästinensischen Regierungshaushalt Jerusalem, 20. Mai. (JTA.) Wie die Palästinaregierung mitteilt, haben die Ausgaben der Regierung im Jahre 1930 die Einnahmen um 146 959 Pfund überstiegen. Gemeinden- und Vereins-Echo In der Sitzung des Vorstands und der Gemeindevertretung der Israelitischen Kultusgemeinde München vom 2. Juni 1931 wurde zunächst die Jahresrechnung 1930 genehmigt; die Zustimmung zur Errichtung einer Darlehenskasse unter Gewährung eines Darlehens von 10 000 RM. aus dem Stiftungsvermögen und der Weitergabe eines der Gemeinde von der Zentralwohlfahrtsstelle der deutschen Juden zu diesem Zwecke verschafften weiteren Darlehens von 10 000 RM. an die „Iwria Darlehenskasse e. V.“ gegeben. Ausführlicher Bericht folgt in der der nächsten Nummer. Wochenprogramm der V.J.St. „Jordania“ Samstag, den 6. Juni, 14 s. t. Treffpunkt Hofgartentor, anschließend Fuchsenkurs, off. Sonntag, den 7. Juni: Kongreßwahlen. Montag, den 8. Juni, 20.30 s. t.: AC, off. Dienstag, den 9. Juni, 19 Uhr: Turnen mit dem Bar- Kochba. Sportplatz an der Säbener Straße. Donnerstag, den 11. Juni, 9.30 Uhr: morgens Sport mit dem Bar-Kochba. Sportplatz an der Säbener Straße. 20.30 Uhr: Burschenkurs, off. Freitag, den 12. Juni, 20.30 Uhr: Gesellige Veranstaltung. Ort wird noch bekanntgegeben. Das Jüdische Kammerorchester München wird am Montag, dem 15. Juni 1931, um 20.15 Uhr im Jugendheim eine Abendmusik mit Werken von Mozart, Schubert, Beethoven, J. S. Bach u. a. veranstalten, zu der die gesamte jüdische Jugend und alle übrigen Freunde des Orchesters herzlichst eingeladen sind. Leitung: Heinrich Lamm, mitwirkend Else Berger (Sopran), Max Löwenstein (Baß). Näheres in der nächsten Nummer. Jüdischer Liederabend. Am Samstag, dem 30. Mai 1931, gab Dr. Abraham Amira (Tel Awiw) im Lessingsaal einen Liederabend mit hebräischen und jiddischen Liedern. Er erwies sich als ein recht gründlich gebildeter Musiker, der es versteht, eine geschmackvolle Vortragsfolge zusammenzustellen und sie eindrucksvoll zu Gehör zu bringen. Mehrere Lieder waren mit stilvollen, von ihm selbst komponierten Klavier- und Geigenbegleitungen versehen. Die Herren Samuel (Klavier) und Schapira (Geige) des Jüdischen Kammerorchesters begleiteten recht ansprechend. Reicher Beifall einer

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