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Das jüdische Echo · 1931-05-22 · 21 (22.5.1931) · p. Seite 317

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Journal
Das jüdische Echo
Volume
18 (1931)
Issue
21 (22.5.1931)
Date
1931-05-22
Page
Seite 317 (sequence 9)
Language
German
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Nr. 21 317 Das Jüdische Echo ausgegeben werden sollen. Somit werden für die Einwanderung von Chaluzim keine Zertifikate verfügbar sein. Das Einwanderungsdepartement der Palästinaregierung hat außerdem angeordnet, daß bei der Ausgabe der neuen Zertifikate nur jene Bewerber berücksichtigt werden sollen, deren Gesuche bei der Regierung registriert sind, nicht aber jene, die bei der Jewish Agency um ein Zertifikat eingekommen sind. Gegen diese Verfügung haben die Vertreter der Exekutive der Jewish Agency schärfsten Protest erhoben und außerdem erkläirt, daß sie gegen die weitgehende Kürzung der Zahl der auszugebenden Zertifikate Berufung einlegen werden. Gemeinden- und Vereins-Echo Wahlversammlung der Allgemeinen Zionisten. Dem Wahlausschuß der Allgemeinen Zionisten Münchens ist es gelungen, zu einer Wahlversammlung Herrn Kurt Blumenfeld, Berlin, den Vorsitzenden der Zionistischen Vereinigung für Deutschland, als Redner zugewinnen. Herr Blumenfeld wird in seinen Ausführungen besonders auf das eingehen, was vor wenigen Wochen Jabotinsky hier gesagt hat; auch er spricht über das Thema: England, Araber und Juden. Siehe auch das Inserat in dieser Nummer. Hebräische Sprachkurse, München ln sämtlichen Kursen werden neue Schüler aufgenommen. Geschlossene Gruppen von mindestens 6 Personen haben die Möglichkeit, separat Unterricht zu erhalten. Auskunft im Unterrichtslokal, Herzog-Rudolf-Straße 1. Telephon 297449. Sprechstunde des Herrn Dr. Percikowitsch: Mittwoch 3.30—4.30 Uhr. Stundenplan: Mo 7-8 Uhr morgens Kurs IV 7.15-8.45 Kurs VI - - Di 5-6 Uhr Kinderkurs I 6—7 Uhr Kinderkurs 11 8.15-10.15 Lehrlingsheim - Mi 2.30-4 Uhr; Kinderkurs III 7-8.30 Uhr Kurs I - - Do 7.15-8 Uhr Grammatikkurs 8-9 Uhr Kurs IV 9-10.15 Uhr Kurs III - Sa 7.30 9 Uhr Kurs II 9—10.30 Uhr Kurs V - - Leiter der Kurse: Dr. A Percikowitsch. Jungzionistischer Arbeitskreis. Wie richtig es war, die Führergestalt Martin Bubers zum Gegenstand einer Aussprache zu machen, bewies der ausgezeichnete Besuch, den die Veranstaltung vom Dienstag, 11. Mai, aufzuweisen hatte, wenngleich dieser freilich zu einem guten Teil der Re- .ferentin, Frau Dr. Rahel Straus., zu danken ist. Wie wenig jedoch heute über das Wirken und den tatsächlichen Einfluß Martin Bubers auf die Jugend Klarheit zu gewinnen ist, bewies die Tatsache, daß auf ein ausgezeichnetes, warmherziges Referat, das die Grundlinien des Wirkens Martin Bubers aufzeigte und zeigte, weshalb er auch heute noch als der Führer der zionistischen Jugend angesehen werden müsse, weshalb auch heute noch diese Jugend der von ihm gegebenen Lösung der Judenfrage folgen müsse, daß auf dieses Referat eine Diskussion folgte, die der versammelten Jugend nicht gerade Ehre machte. Verklausulierte Zustimmung, die Buber dem Künder der Unbedingtheit eben keineswegs gerecht wird, scheint vorherrschend — entschlossene Ablehnung bleibt ein Sonderfall. An der Diskussion beteiligten sich Richard Eisen, Ignaz Ernrich, Lotte Ullmann, der Maler Stückgold, Hertha Lieber, Fritz Weißbarth, Siegfried Stern. Hebräischer Club, München. Am Mittwoch, dem 27. Mai, abends 8.30 Uhr, findet im Raume der Hebräischen Sprachkurse, Herzog-Rudolf-Str. 1, Rgb., ein Vortrag von Herrn Dr. A. Percikowitsch über die kürzlich verstorbene Dichterin Rachel statt. Gäste herzlich willkommen. Die Jüdische Frau als Politikerin Jm Rahmen des Vortragszyklus des Paläst i n a v e r b a ti d s : „Gestaltenwandel der jüdischen Frau in den letzten Jahrhunderten“ hält am Donnerstag, /dem 28. Mai, nachmittags 4 Uhr, Herzog-Max-Straße 3/1,, Frau Gertrud Weil das letzte Referat über „Die jüdische Frau als Politikerin (Rosa Luxemburg)“. Ernstes und Heiteres aus der jüdischen Literatur Herr Bernhard Renka hatte sich für seinen Vortragsabend am Samstag, dem 9. Mai, ein ganz hervorragendes Programm zusammengestellt. Fr begann mit ,.(Zwei Tänzen“ von Martin Buber, las dann einige Gedichte Manfred Sturmanns, ein Kapitel aus der „Zauberin von Kastilien“ von Schalom Asch, den „Sturm“ von Morris Rosenfeld, „Mirjams Schlaflied“ von Beer-Hofmann und eine Stelle aus dessen „Jaakobs Traum“. Renkas künstlerische Mittel entsprechen zweifellos diesem Programm; er bewältigt auch schwierigste Aufgaben, wenngleich man sich fragen muß, ob ihm in allen Fällen die geistige Verarbeitung gelungen war. Jedenfalls dankte ihm sein zahlreiches Publikum mit herzlichem Beifall, besonders auch nach den Vorträgen des humoristischen Teils, in dem er Herzls humorvollen Sketsch „Im Speisewagen“ sowie eine Anzahl von Schwänken aus „Rositikes und Mandlen“ brachte. Von der Arbeit Hermann SegalJs Wie wir erfahren, gewährte der langjährige Präsident des Senats der Akademie der bildenden Künste Berlin, Prof. Dr. Arthur von Kampf, dessen Darstellungen von Gemälden aus den deutschen Freiheitskriegen 1813 ihn sehr berühmt gemacht haben, dem bekannten Münchener jüdischen Kunstmaler Herrn Hermann S e g a 11 einige Sitzungen zu einer Porträtzeichnur.g. Segalls letzte Arbeiten, Rötelzeichnung Geheimrat Carlo Marr, Zeichnungen seiner Mutter, seines Bruders (Dr. Jacob Segall), sein Selbstbildnis, fanden die aufrichtige Anerkennung Kampfs. Jüdischer Kulturverein J. L. Perez. Es ist uns gelungen, für Samstag, den 23. Mai, Herrn Dr. A. Percikowitsch. der noch in bester Erinnerung von seinem diesjährigen Vortragszyklus im Rahmen der Lehrkurse der Israelitischen Kultusgemeinde stellt, für einen Vortrag zu gewinnen. Das Thema lautet: „Die althebräische spanische Literatur, ihre Entstehung und Entwicklung. Auf dem selten betretenem Gebiet dieser jüdisch nationalen Blütezeit ist Herr Dr. Percikowitsch Spezialist, er wird uns ein reiches Bild davon zu vermitteln wissen.

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