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Das jüdische Echo · 1931-05-15 · 20 (15.5.1931) · p. Seite 305

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Journal
Das jüdische Echo
Volume
18 (1931)
Issue
20 (15.5.1931)
Date
1931-05-15
Page
Seite 305 (sequence 9)
Language
German
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Nr. 20 Das Jüdische Echo 305 umspannenden Dienstes für die jüdische Presse und für die Sache des Judentums hinzuweisen. Katastrophale Folgen der Überschwemmung in Lettland Riga, 5. Mai. (JTA.) Durch die Überschwemmung im Städtchen Kreslawska wurden etwa 200 jüdische Familien vollkommen zugrundegerichtet. Die durch die Überschwemmungskatastrophe betroffenen Familien haben all ihr Gut und Hab verloren und sind zum Teil bei Freunden, zum Teil in öffentlichen Gebäuden, die von den Ortsbehörden zu diesem Zweck requiriert wurden, untergebracht. Das lettländische Rote Kreuz verabfolgt warme Mahlzeiten an die Bedürftigen. Die Hilfsmaßnahmen sind jedoch im Hinblick darauf, daß ein Drittel aller Gebäude der Stadt unter Wasser steht, unzureichend. Eröffnung des Joint Drives in Neuyork Neuyork, 7. Mai. (JTA.) Die Neuyorker Kampagne zur Aufbringung von einer Million Dollar als Neuyorker Quote des 21h Millionen Dollar- Drives des Joint Distribution Committee wurde mit einem Massenmeeting eingeleitet, an dem über 3000 Personen teilnahmen. Den Vorsitz führte James Marshall, der in seiner Eröffnungsansprache die unter der osteuropäischen Judenheit herrschende ungeheure Not schildert. Den Höhepunkt des Meetings bildete eine Ansprache von Senator Borali, in der er in eindringlichen Worten an die amerikanische Judenheit den Appell richtete, den Juden Osteuropas bei der Sicherung ihrer wirtschaftlichen Existenz beizustehen. Die Verhandlungen zwischen der englischen Regierung und der Jewish Agency werden fortgesetzt London, 6. Mai. (JTA.) Die Mitteilung, daß die Verhandlungen zwischen der englischen Regierung und der Jewish Agency auf einem toten Punkt angelangt sind, weil sich in der Frage der Festlegung der Landentwicklungspolitik und der Bildung der Landentwicklungskommission tiefgehende Meinungsverschiedenheiten ergeben hatten, wurde von einem Teil der ausländischen jüdischen Presse so aufgefaßt, daß die Verhandlungen unterbrochen oder gar abgebrochen worden waren. Wie jedoch der JTA von maßgebender Seite mitgeteilt wird, kann von einer Ünterbrechung oder gar von einem Abbruch der Verhandlungen keine Rede sein. Die Beratungen waren lediglich.'’ an einen schwierigen Punkt gelangt, bei dem sich die Notwendigkeit ergab, eine kurze Verhandlungspause einzulegen, um beiden Parteien die Möglichkeit zu geben, die Materie nochmals durchzudenken. Die Verhandlungen werden schon in den nächsten Tagen wieder aufgenomnien. Gemeinden- und Vereins-Echo Redaktionsschluß für die nächste Nummer wegen der Schewuoth-Feiertage bereits Dienstag, den 19. Mai, 11 Uhr vorm. Zionistisches Jugendtreffen Nürnberg An die Münchener Teilnehmer! Die Münchener zionistische Jugend wird in Nürnberg vertreten sein,, aber nicht zahlreich genug. Niemand sollte wegen der zu hohen Kosten Zurückbleiben — ein Sonntag in den Bergen kostet nicht viel weniger. Wer sich entschlossen hat, selbst mitzugehen, werbe auch unter seinen Freunden! Die Münchener Teilnehmer treffen sich am Sonntag, 17. Mai, 5.40 Uhr, am Bahnsteig mit Sonntagskarte. Da der Zug bereits um 9.48 Uhr in Nürnberg eintrifft, die Tagung aber erst um 11 Uhr beginnt, ist Gelegenheit zu einem einstündigen Rundgang durch die Nürnberger Altstadt unter stadtkundiger Führung. Im übrigen verbleibt es bei dem bereits bekanntgegebenen Programm. Zionistische Ortsgruppe München. Mittwoch, 20. Mai, abends 8.30 Uhr findet im Bibliotheksaal, Herzog-Max-Straße 7, eine Mitgliederversammlung statt, die der Aussprache über den Vortrag Jabotinskys gewidmet ist. Redner aller Richtungen werden zu Worte kommen. Vortrag des Direktors des Realgymnasiums von Haifa Dr. Biram am 19. Mai Im Rahmen der Veranstaltungen der Jesaia- Loge wird der bekannte palästinensische Schulmann Dr. Biram, der Leiter des Gymnasiums in Haifa, am Dienstag, dem 19. Mai, im Lokal der „Concordia“, Prannerstraße 4/0, abends pünktlich 8V--> Uhr, einen Vortrag halten: ,.J3 i e pädagogischen Probleme unserer Zeit und das Schulwesen in P a 1 ä s t i n a.“ Angehörige und Freunde der Mitglieder der Jesaia-Loge haben zu dem Vortrag freien Eintritt. Jüdischer Gesangverein, München. Sonntag, den 17. Mai, Ausflug. Zug-Abfahrt 8.26 Uhr Holzkirchner Bahnhof. Treffpunkt eine Viertelstunde vor Zug-Abgang. (Einfache Fahrkarte nach Deisenhofen lösen). Die Nachzügler gehen von Bahnhof Schäftlarn zum Bruckenfischer. Treffpunkt dort 2—3 Uhr. Jüdischer Kulturverein J. L. Perez. Samstag, den 16. Mai, abends 9 Uhr, Klubabend, zu dem wir Freunde und Interessenten des Vereins freundlichst einladen. Bar Kochba Berlin in München. Anläßlich des großen internationalen Sportfestes, bei dem die auserlesenste Klasse des In- und Auslandes an den Start ging, stellte sich die berühmte 4-mal- 100-m-Staffel des Berliner Bar Kochba dem 'Münchener Sportpublikum vor. Vor 14 000 Zuschauern haben sich die Bar Kochbaner prächtig geschlagen. Gerber kam im 200-m-Lauf in die Entscheidung, während der Olympiasieger Lammers bereits in den Vorläufen ausschied. Gerber lief zwar in der Entscheidung mit der Zeit 22,9 Sekunden ein gutes Rennen, konnte sich jedoch gegen die internationalen Größen nicht plazieren. Sein Vereinskamerad Kurz kam im 100-m-Lauf ebenfalls in die Entscheidung, dagegen die „Kanonen“ Eidracher (Frankfurt) und Schlösske (Charlottenburg) nicht. Kurz machte dem Bar Kochba große Ehre. Hinter dem Weltrekordläufer Körnig,, dem italienischen Meister und dem Olympiasieger Lammers, konnte er beim Sprinterkampf den 4. Platz belegen. Die Staffel, in der Aufstellung Gerber, Kurz, Lewin, Nathan, lief zwar ein ausgezeichnetes Rennen, schlug alle bayerischen Vereine, konnte aber der Weltrekordstaffel des S. C. Charlottenburg -den Sieg nicht streitig machen. Immerhin hinterließen die Bar Kochbaner den besten Eindruck und so manches „Bravo Bar

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