Das jüdische Echo
- Journal
- Das jüdische Echo
- Volume
- 18 (1931)
- Issue
- 7 (13.2.1931)
- Date
- 1931-02-13
- Page
- Seite 110 (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
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110 Das Jüdische Echo Nr. 7 Um die Feier, welche am 1. März abends 8.15 Uhr stattfindet, möglichst eindrucksvoll zu gestalten und zu einem Fest der Allgemeinheit zu machen, wie es des großen Künstlers würdig ist, und es in allen Kulturzentren der Fall war, ersuchen Wir alle jüdischen Vereine und das verehrte Publikum, sich Sonntag, den 1. März, bestimmt reservieren zu wollen. Bar-Kochba, München. Auf der letzten Generalversammlung wurde folgende Vorstandschaft gewählt: 1. Vors.: Joseph Orljansky, Gudrunstr. 3, 2. Vors.: Dr.-lng. Leo Berger, Voitstr. 9, 1. Schriftführer: Oskar Gröbel, Rothmundstr. 8, 2. Schriftführer: Centa Silber, Kassier: D. Masur, Schillerstr. 20, Sportarzt: Dr. Berth. Weiß, Karlsplatz 4, Beisitzende: Frl. Hohenberger, Adolf Misch, Siegfried Gerson, Ignatz Gidalewitsch. Die Abteilungsleiter sind: Damenabteilung: Frl. Gutter, Ickstattstr. 11, Mädchenabteilung: Frl. Strumpf, Hans-Sachs-Str. 11, Sportabteilung: Leo Fleischer, St.-Paul-Str. 9, Jugendabteilung I: Gg. Gidalewitsch, Angertorstr. 4, Fußballjugend: Max Kalter, Kanalstr. 8, Keren-Hamigraschim: Jacob Kutten, Rumfordstr. 42. Ferner wurden in die Vorstandschaft gewählt als Vertreter: des K.J.V. Hans Marx, der Z.O.G. Dipl.-Ing. Mayerstein, der „Kadimah“ Walter Koschland. Bar-Kochba, Sportabteilung. Jeden Mittwoch, abends von 8—10 Uhr, Training der Sportabteilung in der Halle des Sportvereins Sendling, Plinganserstraße, Haltestelle der Linie 6, beim Sendlinger Weinbauer. Alle Aktiven haben zu erscheinen. — Die Tischtennisriege spielt jeden Abend mit Ausnahme von Freitag im Studienzimmer des Jüdischen Jugendheims, Herzog-Rudolf-Straße 1. Die Leitung. Sabbatfreier Mädchenunterricht Mädchen, welche ein Lyzeum oder eine höhere Mädchenschule besuchen wollen und auf freien Sabbat Wert legen, ist im Institute Roscher, Karlstraße 45, Gelegenheit geboten, dem Unterrichte an Samstagen und jüdischen Feiertagen fernzubleiben. Das Institut Roscher wird in allen Klassen, in welchen jüdische Mädchen an diesen Tagen vom Unterrichte befreit zu sein wünschen, den Stundenplan so gestalten, daß an Samstagen nur technische Fächer (Handarbeiten, Turnen, Singen) und Religion unterrichtet werden. Den jüdischen Schülerinnen ist Gelegenheit geboten, an diesem Unterricht an Werktagen in anderen Klassen teilzunehmen. Das Institut zählt, wie bekannt, zu den bewährtesten und ältesten Privat-Mädchenschulen Münchens. F. F. Zionistische Ortsgruppe Nürnberg-Fürth Am 5. Februar sprach hier in unserer Ortsgruppe Herr Elieser L i e b e n s t e i n/Ajn Charod über: „D ie Aufgaben der jüdischen Arbeiterschaft in gegenwärtiger Stund e.“ Der Redner verglich unsere gegenwärtige zionistische Situation mit der Lage des Zionismus zur Zeit des Ugandaprojektes. Damals wie heute habe man aus einer gewissen Schwäche heraus politische Erörterungen an Stelle tatsächlicher Aufbauarbeit gesetzt. Die Verschiebung des Kongresses sei daher als Zeichen bewußter Umkehr von diesem Irrwege durchaus zu begrüßen. Insbesondere in Amerika gelte es für die zionistische Heranbildung der breiten jüdischen Massen alle verfügbaren Kräfte unverzüglich einzusetzen. Hierzu hätte die Histadruth bei der jüdischen Arbeiterschaft in den Vereinigten Staaten bereits erhebliche Vorarbeiten geleistet. Die schon von HerzI gemachte Erfahrung, daß von jüdischen Millionären Palästina nicht aufgebaut werde, sei durch das Experiment der Jewish Agency erneut bestätigt worden. Die arabische Frage könne nicht von heute auf morgen gelöst werden. Sowohl die Versuche des Brith Schalom, als auch die der Revisionisten seien vor vorne herein zum Scheitern verurteilt.. Der richtige Weg sei allein der von der Arbeiterschaft eingeschlagene: die Bemühung nämlich, das wirtschaftliche und kulturelle Niveau der Fellachen zu heben, um dadurch in den Arabern das Bewußtsein von der tatsächlich bestehenden Gemeinsamkeit der Interessen zu wecken. Auch seien bereits gewisse Erfolge zu verzeichnen. Der Redner wies darauf hin, daß heute verschiedenen jüdischen Arbeiterorganisationen vollberechtigte arabische Mitglieder angeschlossen seien. Das Anwachsen des Revisionismus stelle eine nicht zu unterschätzende Gefahr für die kontinuierliche Entwicklung des Landes dar. Es sei nicht zu verkennen, daß ihrer soziologischen Strucktur nach die Anhänger der Revisionisten in Palästina ähnlich wie die Nationalsozialisten in Deutschland hauptsächlich aus arbeitslosen und verbitterten Menschen sich zusammensetzten, denen in ihrem Großteil die wirkliche Verwurzelung mit dem Lande fehle. Auch ihre Argumentation hätten die Revisionisten bedauerlicherweise zu einem großen Teil der der Nationalsozialisten angepaßt. Dies gelte vor allen Dingen von der bisher im Zionismus noch nicht üblich gewesenen Verdächtigung der Charaktere der Führer, von denen man Weizmann sogar als „Verräter“ bezeichnet habe. Es sei nicht angängig, die auch in Palästina bestehenden wirtschaftlichen Schwierigkeiten auf die Die Ortsgruppe München des Jüdischen Frauenhundes lädt ein zu ihrem Tee-Hfaehmittag in der Bonbonniere Donnerstag, den 19, Februar, 4 Uhr Rezitationen Münchner Künstler Karten bei Heinrich Rosenthal, Promenadeplatz 11 (Telefon 93023) oder an der Kasse zu RM. 1.60 einschließlich Tee, Kuchen und Trinkgeld / Tischbestellungen nur in der Bonbonniere