Das jüdische Echo
- Journal
- Das jüdische Echo
- Volume
- 18 (1931)
- Issue
- 5 (30.1.1931)
- Date
- 1931-01-30
- Page
- Seite 77 (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 5 Das Jüdische Echo 77 keiten einer Entwirrung der gegenwärtigen Schwierigkeiten viel zu optimistisch betrachtet, wie er das auch in einem seiner letzten Artikel in der C.-V.-Zeitung getan hat, und im besonderen wollten wir darauf aufmerksam machen, daß er — wenn anders unsere Informationen nicht völlig verkehrt sind —■ sich offenbar mit der wahrscheinlichen Errichtung eines „S t ä n destaates“ innerlich bereits abgefunden hat und von ihr sogar die Besserung unserer Situation erwartet. Das scheint uns nun mehr als widersinnig. Da aber bisher in der Öffentlichkeit derartige Gedanken des Central-Vereins nicht diskutiert wurden, da im Gegenteil die meisten Anhänger des Central- Vereins, wie wir glauben, noch immer von einer Demokratie die Lösung erwarten und aufrichtig an ihr festhalten, betrachten wir es als unsere Pflicht, durch unseren Hinweis von dieser Sinnesänderung der Leitung des Central-Vereins auch unseren Lesern Kenntnis zu geben. Unsere Meinung über die ungenügende Ankündigung der Central-Vereins-Versammlungen können wir auch nach der uns jetzt zuteil gewordenen Aufklärung nicht ändern. Zunächst einmal weiß kein Außenstehender, was auf Einladungskarten steht, die der Central-Verein seinen Mitgliedern zugehen läßt. Wer nicht eigens aufgefordert wird, kann sich unter solchen Umständen nicht als eingeladen betrachten. Daß uns keine Einladung zugeht, verstehen wir, obwohl es vielleicht — trotz oder wegen unserer Gegnerschaft zu den vom Central-Verein vertretenen Ideen — nicht unangebracht wäre, unserer Redaktion die Berichterstattung zu ermöglichen. Da es aber durch die „Bayer. Israel. Gemeindezeitung“ oder auch durch das „Jüdische Echo“ immer möglich ist, den Münchener Juden Ankündigungen über Veranstaltungen zugehen zu lassen, die auf gesamt jüdisches Interesse rechnen und durch eine solche Ankündigung auch ganz klar zu stellen ist, ob solche Veranstaltungen interner Natur sind oder nicht, muß man in jedem Falle, in dem dieser Weg nicht beschritten wird, annehmen, daß die Teilnahme Außenstehender oder nicht speziell Eingeladener nicht erwünscht ist. D. Red. Zionistische Ortsgruppe, München. Voranzeige! Samstag, den 14. Februar, wird Herr Dr. Gustav K r o j a n k e r (Berlin) im Rheinischen Hof vor einem größeren Kreise sprechen. Interessenten werden heute schon gebeten, sicli diesen Abend frei zu halten. Näheres aus der nächsten Nummer des „Echo“. Chamischah assar bischwath-Feier des NF. Am Montag, dem 2. Februar, abends 8.15 Uhr, veranstaltet der Jüdische Nationalfonds München im Lesingsaal, Herzog-Rudolf-Straße .1, eine Chamischah assar bischwath-Feier, zu der die gesamte jüdische Jugend herzlichst eingeladen ist. Ein neuer Paiästinafilm, jüdische Lieder und Rezitationen, sowie einige Überraschungen werden den Abend sicher genußreich und interessant gestalten. Von freundlichen Spendern wurden Früchte des Landes zur Verfügung gestellt. Eintritt 50 Rpf. zugunsten des KKL. Hebräische Sprachkurse, München. Neuer Anfängerkurs. Bei einer genügenden Teilnehmerzahl wird demnächst ein neuer Anfängerkurs gegründet. Unterrichtszeit nach vorheriger Übereinkunft. — Anmeldungen werden im Unterrichtslokal, Herzog-Rudolf-Straße 1, Telephon 2 97 4 49, entgegengenommen. Jüdisches Jugendheim, München. Die von Herrn Dr. Kurt Rosenthal geleitete Wirtschafts- Arbeitsgemeinschaft hat den ersten Teil ihrer Arbeit, die geschichtliche Entwicklung der Wirtschaft, beendet und befaßt sich nunmehr mit den aktuellen Problemen der Wirtschaftslage. Die Arbeitsgemeinschaft findet vierzehntägig Dienstags statt. Nächster Abend 10. Februar 20.30 Uhr im Jugendheim. Am 3. Februar, 20.30 Uhr, beginnt die Arbeitsgemeinschaft von Herrn Dr. Werner Cahnmann über Probleme der Emanzipation und der jüdischen Jugend. Da die hier behandelten Fragen für die Kenntnis unserer heutigen Situation von besonderer Bedeutung sind, wird die Arbeitsgemeinschaft bei der jüdischen Jugend starkes Interesse und rege Beteiligung finden. Wochenprogramm des V. J. St. „Jordania“ im K. J. V. Montag, 2. Februar 1931, Chamissah assar bischwath-Feier des N.F. off. Mittwoch, 4. Februar, 20.30 Uhr Turnen off. Freitag, 6. Februar, geselliges Beisammensein inoff. Bar - Kochba, Sportabteilung. Jeden Mittwoch, abends von 8—10 Uhr Training in der Halle des Sportvereins Sendling, Plinganserstraße, Haltestelle der Linie 6, 16 und 22 beim Sendlinger Weinbauer. Alle Aktiven haben regelmäßig zu erscheinen. — Die Tischtennisriege spielt jeden Abend mit Ausnahme des Freitag abends im Studiozimmer des jüdischen Jugendheims, Herzog-Rudolf- Straße. Eine einmalige Gebühr von 2 RM. sowie 15 Rpf. pro Spielabend sind zu entrichten. — Morgen vormittags 10 Uhr findet auf dem Sportplatz an der Säbenerstraße ein Handballwettspiel gegen Jahn 2 statt. Gespielt wird in folgender Aufstellung: Kornhauser Orljansky Spielmann Felsen Schneuer Jericho Eisenmann Schuster Saal Goldstern Fleischer. Jüdischer Kulturverein J. L. Perez, München. Samstag, den 31. Januar, 20.45 Uhr, Lessingsaal, Herzog-Rudolf-Straße, spricht Herr Josef Löwy über „die jüdische Frau in der Liter a t u r“. Zionistische Ortsgruppe Nürnberg-Fürth Am Donnerstag, dem 22. Januar, hatte unsere Ortsgruppe alle Schekelzahler in Nürnberg und Fürth zu einem Wahl a bend eingeladen. Alle Parteien, die Anhänger in Nürnberg und Fürth zählen, sollten Vertreter ihrer Anschauung und ihrer Kongreßprogramme zu Worte kommen lassen. Hierdurch sollten den einzelnen Gruppen die Veranstaltungen erspart werden. Infolge der Verschiebung des Kongresses und damit der Kongreßwahl änderte sich der Charakter F. M. Feiler: Antisemitismus Eine psychoanalytische Lösung des Problems Aus dem Inhalt: Zivilisation, Kultur und Triebleben Arische u. jüd. Zivilisation Der Konflikt des Ariers mit dem Juden Die jüdischen Gebräuche Da« „Lach erliche“ am Juden Die „jüdische Schlauheit“ Der unheimliche Jude Jude — Vater Der gekreuzigte Christus, Jude und Vaterkomplex Das erotische Verhältnis zum Juden Die jüdische Gebärde Der jüdische Witz Asket, Künstler und Antisemitismus usw.usw Das Buch ist erschienen im „Archiv für angewandte Psychologie“, F. M. Feiler, Berlin Wilmersdorf, Nassauische Straße 42 Preis RM. 4.— Lieferung durch Nachnahme