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Das jüdische Echo · 1931-01-02 · 1 (2.1.1931) · p. Seite 126

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Journal
Das jüdische Echo
Volume
18 (1931)
Issue
1 (2.1.1931)
Date
1931-01-02
Page
Seite 126 (sequence 14)
Language
German
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14 Das Jüdische Echo recht interessanten, wenn auch nicht sehr stark beschickten Kollektivausstellung künstlerischer Arbeiten Jugendlicher an die Öffentlichkeit. Da sind zunächst Fritz Rosenthars „Illustrationen zur Haggadah“ zu erwähnen. Schwarz auf Gold gehalten, weisen sie eine Anzahl sehr origineller Ideen auf, ebenso wie seine drei Federzeichnungen, die allerdings mehr Geist und Witz als Fertigkeit der Hand verraten. Ferner seien die Arbeiten von Hanna Straus genannt, in denen uns ein unstreitbar starkes Talent entgegentritt, dem man weitere Ausbildung wünschen möchte. Zwei Zeichnungen, eine „Pferdestudie“ und ein „Portrait“ zeigen sehr bemerkenswerte Ansätze; ein „Selbstbildnis“ in Öl, aus ihrem sechzehnten Jahr, muß bereits als gut gekonnt bezeichnet werden. (Daß man hier auch Zeichnungen von David Sch neuer zeigt, ist zwar interessant, aber doch wohl nicht ganz gerechtfertigt, wenn man den Zweck der Ausstellung berücksichtigt — wollte man aber die Grenzen der Ausstellung weiter ziehen, dann hätte man gewiß auch andere junge jüdische Künstler Münchens zur Beteiligung auffordern müssen.) Ein zweiter Teil der Ausstellung war Photographien gewidmet, die in großer Menge eingegangen waren und zweifellos auch zum großen Teil Sinn für Bildwirkung, Landschaft und Ausdruck verraten —■ im ganzen aber doch neben einer Sonderschau von photographischen Arbeiten der Brüder Gidalewitsch verblassen, die nun wirklich bereits Meister ihres Faches und als solche auch allgemein anerkannt sind. Den Abschluß bilden kunstgewerbliche Arbeiten aus dem Münchener Lehrlingsheim, die mit viel Geschick und Fleiß zusammengestellt sind. Es ist zu hoffen, daß sich diese Ausstellung, nächstes Jahr, wenn möglich in einem noch etwas weiteren Rahmen, wiederholt. F.W. * Die Ausstellung Jüdisches Jugendheim, am 19., 20. und 21. Dezember 1930, die sich eines regen Besuches erfreute, schloß mit der Feier der Preisverteilung. Lieder von Waldemar von Baußnern, von Fräulein Berger prächtig vorgetragen, leiteten ein. Hans Lamm begrüßte die Erschienenen; er dankte allen Ausstellern dafür, daß sie durch ihre Beteiligung an der Ausstellung mitgeholfen hätten, einen Einblick zu geben in die außerschulische Beschäftigung der jüdischen' Jugend Münchens. Besonders herzlich dankte er den Herren Ignaz und Georg G i d a 1 e w i t s c h und dem Lehrlingsheim, für Überlassung ihrer vortrefflichen Arbeiten in einer Sonderschau und den Preisträgern. Anschließend nahm Karl Mayer die Preisverteilung vor. Bei den Zeichnungen erhielt den 1. Preis Fritz Rosenthal, je einen zweiten Hannah Straus und Norbert Engelhard. Das Lehrlingsheim erhielt den Preis für handwerkliche Arbeiten. Für außerordentlich schöne Photos erhielt den 1. Preis Kurt Aufseesser, den 2. Paul Wertheimer, den 3. Kurt N e u m e i e r, den 4. G. Straus und den 5. Walter Feibelmann. Als Anerkennung erhielten je ein Buch Ernst B a e r w a 1 d , Ottmar Blum, Heinrich Cohn, Franz Lehmann, Adolf R o 11 e r und Gerd W e n k e. Ein Flötenquartett von Mozart, von Mitgliedern des jüdischen Kammer-Orchesters mit Können gespielt, schloß den Abend. Die Preise (Bücher von Altalena, Fleg, Friedell, Holdheim, Lichtheim, Palliere, Perez, Rilke, Rosenzweig, Stefan Zweig, Wassermann, Weinberg u. a.) waren dankenswerterweise großenteils von der Ewerr’G ü, Buchhandlung, dem Verlag Meyer und Jessen und der Buchhandlung August Wertheimer gestiftet worden. Jüdischer Jugendverein München. I. Donnerstagabende. Lessingsaal. Beginn: 20.30 Uhr. Am 8. Januar nehmen wir unsere Arbeitssitzungen wieder auf, und zwar wird an diesem Abend der berufenste Kenner der Materie, Herr Gutsbesitzer Einstein (Augsburg), über das Thema sprechen: „Der Landwirt“. Der Name des Referenten, der ja uns Münchenern kein fremder ist, wird sicherlich unsere Mitglieder veranlassen, vollzählig zu erscheinen. Gäste willkommen. II. Freitagabende regelmäßig im Jugendheim, Herzog-Rudolf-Straße 1. Beginn: 20.30 Uhr. Alle jungen Juden Münchens, denen die Weihe eines häuslichen Freitagabends versagt ist, sind uns herzlichst willkommen. Unsere diesjährige Generalversammlung findet am 22. Januar statt. Eventuelle Anträge müssen bis zum 15. Januar im Besitz des Vorsitzenden sein. Jüdischer Gesangverein München (e. V.). Einer Aufforderung des Literaturvereins „Perez“ nachkommend wird der J.G.V. an der „Schalom-Asch“- Feier am 17. Januar 1931 im Goethesaal mitwirken. Hierzu findet eine Chorprobe am Mittwoch,?. Januar, im Lessingsaal statt, an der teilzunehmen alle Aktiven hierdurch aufgefordert werden. Die ordentliche Generalversammlung wird auf Februar verschoben. Gesamtausschuß der Ostjuden. Familie M. Schumer und Frau gratulieren herzlichst Herrn und Frau Wiesel zur silbernen Hochzeit und Tobias Reinheimer zur Vermählung 2 RM. Der Gesamtauschuß der Ostjuden gratuliert Herrn und Frau Wiesel zur silbernen Hochzeit. Deutsches Theater. Der Allgemeine Deutsche Tanzlehrer-Verband e. V., Berlin, hält am Samstag, 17. und Sonntag, 18. Januar 1931, im Deutschen Theater die Europameisterschaft für Berufstänzer ab. Innerhalb dieses Turniers gelangt ebenfalls die Deutsche Meisterschaft für Berufstänzer 1931 zum Austrag. Namhafte Meldungen aus aller Welt sind bereits eingegangen. Die Geschäftsstelle befindet sich im Ballbüro des Deutschen Theaters. Keren Kajemeth Lejisrael Jüdischer Nationalfonds Postscheck-Konto München 10442, Nürnberg 24565 Fernsprecher München 297449, Nürnberg 21912 Zentrale für Deutschland! Berlin W 15 Neinekestraße 10 Münchener Spendenausweis Nr. 12 vom 16. bis 3 0. Dezember 1930 Goldenes Buch Dr. Max Mayer: Familie Joseph Schachno dankt für die empfangenen Glückwünsche 20.—. Goldenes Buch Bar Kochba: Familie Orljansky gratuliert Herrn und Frau Karl Wiesel zur Silberhochzeit 5.—; Paul Grünbaum und Frau desgleichen 1.—.

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