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Das jüdische Echo · 1929-10-11 · 41 (11.10.1929) · p. Seite 617

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Journal
Das jüdische Echo
Volume
16 (1929)
Issue
41 (11.10.1929)
Date
1929-10-11
Page
Seite 617 (sequence 16)
Language
German
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Nr. 41 Das Jüdische Echo 617 kes oder überhaupt eine Verletzung von Gesetz und Ordnung zum Nachteile der Juden möglich sein wird.“ Das tschechoslowakische Judentum vor den Parlamentswahlen Prag, 1. Oktober. (JTA.) In einer gemeinsamen Sitzung der politischen Reichskommission für die Tschechoslowakei und des Landeskomitees des Zionistischen Zentralverbandes ist beschlossen worden, gemeinsam mit dem „Polsk Sviazek Ludovsky“, sowie mit der polnischen sozialdemokratischen Arbeiterpartei in die nunmehr offiziell für den 27. Oktober ausgeschriebenen Wahlen einzutreten. An dieser Liste beteiligt sich auch die jüdische sozialdemokratische Arbeiterpartei „Poale Zion“, die bisher in allen Wahlen gesondert vorging, sowie der „Misrachi“. Mit der „Jüdischen Partei“ in der Slowakei schweben noch die Verhandlungen wegen eines gemeinsamen Vorgehens. Wie ein führender jüdischer Politiker dem JTA- Vertreter erklärt, liegt in dieser Kombination, die in bezug auf das Zusammengehen mit den polnischen Gruppen nur wahltechnische Bedeutung hat, eine Möglichkeit, im zweiten Skrutinium 3 bis 4 jüdische Abgeordnetenmandate zu erzielen, sobald es gelingt, im ersten Wahlgang ein Mandat zu gewinnen. Dieses Mandat ist durch die Stimmen der polnischen Gruppen gesichert. Das Lektorat für Neuhebräisch an der Prager Karlsuniversität Prag, 30. September. (JTA.) Im Wintersemester 1929/30 werden an der Karlsuniversität in Prag, Seminar für semitische Sprachen, folgende Vorlesungen und Übungen in Neuhebräisch stattfinden. 1. Leichte profane Texte für Anfänger. 2. Neuhebräische Chrestomatie von Fishman. 3. Das Mischna-Traktat Kiduschim über das altjüdische Eherecht. Max Gottschalk Vertreter der jüdischen Gemeinde Brüssel in der Jca Brüssel, 1. Oktober. (JTA.) Die jüdische Gemeinde Brüssel, die wie die Gemeinden Berlin und Frankfurt a. M., die Alliance Israelite Universelle in Paris und die Anglo Jewish Association in London das Recht hat, ein Mitglied in den Conseil der Jewish Colonisation Association (Jca) zu entsenden, hat als Nachfolger des verstorbenen Franz Philippson den Advokaten am Cour d’Appell in Brüssel und Vertreter der belgischen Regierung beim Völkerbund, Herrn Max Gottschalk, in die JCA delegiert. Herr Gottschalk ist mit einer Enkelin des verstorbenen Präsidenten der JCA, Franz Philippson, verheiratet. Ramsay Macdonald empfängt in Amerika eine jüdische Abordnung Neuyork, 3. Oktober. (JTA.) Der britische Premierminister, Ramsay MacDonald, der sich gegenwärtig auf der Reise nach den Vereinigten Staaten befindet, hat sich auf eine an ihn gerichtete Anfrage bereit erklärt, während seines Aufenthaltes in den Vereinigten Staaten eine Abordnung der Jewish Agency zu empfangen. Zeit und Ort der Zusammenkunft werden erst nach dem Eintreffen Mac Donalds festgesetzt werden. Der Präsident der Zionistischen Organisation Amerikas, Louis Lipsky, hat im Namen der Organisation mittels Radio eine Begrüßung an Ministerpräsident MacDonald an Bord der „Berengaria“ gesandt, in der die Hoffnung ausgesprochen wird, daß MacDonald alles, was in seiner Macht steht, tun wird, um die seitens der Palästina-Administration begangenen Irrtümer wieder gutzumachen. Rosch-Haschonoh-Gruß des Präsidenten Hoover Neuyork, 7. Oktober. (JTA.) Der Präsident der Vereinigten Staaten, Herbert Hoover, hat durch die Jüdische Telegraphen-Agentur einen Gruß an die amerikanische Judenheit aus Anlaß des jüdischen Neujahrs ergehen lassen. Das Neujahrsfest des Judentums, heißt es in der Botschaft des Präsidenten, ist allen Bürgern unseres Landes ein willkommener Anlaß, mit Bewunderung und Dankbarkeit an die vom ganzen Herzen stammende Loyalität und die hochgesinnten Ideale des jüdischen Teils der Bevölkerung zu denken. Ich beglückwünsche Sie nicht allein zu diesen für unser bürgerliches Leben so wertvollen Eigenschaften, sondern auch zu ihrer unentwegten Politik zur Förderung der gegenseitigen Achtung unter den Nationen, die immer mehr Fortschritte macht. Herr Franklin Roosevelt, der Generalgouverneur des Staates Neuyork, hat aus Anlaß des Rosch Haschonoh durch die Jüdische Telegraphen-Agentur einen in sehr herzlichen und anerkennenden Worten abgefaßten Gruß an die Judenschaft des Staates Neuyork ergehen lassen. Gemeinden-u. Vereins-Echo Mendelssohn-Feier der Kultusgemeinde. Unserem Bericht über die Mendelssohn-Feier der Kultusgemeinde in der letzten Nummer ist noch nachzutragen, daß der Orgelpart, sowohl die Beglei- PBUZMODf-N ££,RNHAkD BAUCH MÜNCHEN SCHÄFFLERSTRÄSSE 3 KAUFINGERSTRRSSE 25 BRIENNER STRÄSSE 8

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