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Das jüdische Echo · 1929-06-28 · 26 (28.6.1929) · p. Seite 414

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Journal
Das jüdische Echo
Volume
16 (1929)
Issue
26 (28.6.1929)
Date
1929-06-28
Page
Seite 414 (sequence 23)
Language
German
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414 Das Jüdische Echo Nr. 26 leuchtendes Vorbild und ihr guter Geist half die Arbeit froh und leicht zu gestalten. In ihrem Sinne weiter zu wirken und streben, empfinden die Schwestern als heiliges Vermächtnis und in ewiger Dankbarkeit wird das Gedächtnis dieser seltenen Frau in ihnen weiterleben. Gemeindenu.Vereins-Echo „Bar-Kochba“ München — Zweiter im Vereinsneunkampf. Sonntag, 23. Juni, fanden auf dem schön gelegenen Sportplatz der Deutschen Reichsbahn der leichtathletische Vereinsneunkampf statt, an dem sich sämtliche Leichtathletikvereine im Kreise Altbayern beteiligten. Durch eine neue Verordnung, nach der kein Teilnehmer außer der Staffel mehr als zwei Wettkämpfe bestreiten darf, waren die Vereine gezwungen, in breiter Grundlage anzutreten. Die Leistungen wurden, gemessen an den deutschen Rekorden, in Punkten umgerechnel, die den Vereinen zur endgültigen Klassenmeisterschaft in Anrechnung gebracht werden. Die Bar - Kochbaner schlugen sich recht gut und bewiesen aufs neue, daß es im Münchener Bar-Kochba in raschem Tempo wieder vorwärts geht. Leider wirkte der starke Wind sehr störend, der die Leistungen, insbesondere bei den Läufen, nicht unwesentlich beeinträchtigte. Wie immer bei derlei Veranstaltungen gab es spannende und hartnäckige Kämpfe. Besonders aber verdient die 4Xl00-m-Staffel, welche in der Besetzung Nothmann, Gidalewitseh, Orljansky und Eisenmann in der Zeit von 48 Sekunden ein blendendes Rennen lief, Erwähnung. Sämtliche Leistungen ergaben 296 Punkte, die dem Bar-Kochba den zweiten Platz in seiner Klasse sicherten und sich folgendermaßen zusammensetzten: 100-m-Lauf: Eisenmann, Nothmann, 99 Punkte, 1. Platz; 800-m-Lauf: Gidalewitseh, 51 Punkte, 2. Platz; 5000-m-Lauf: Schindler, 44 Punkte, 3. Platz; Hochsprung: Sachs, Gröbel, 49 Punkte, 4. Platz; Weitsprung: Orljansky, Nothmann, 61 Punkte, 3. Platz; Kugelstoßen: Kornhauser, Levite, 44 Punkte, 2. Platz; Diskuswerfen: Gröbel, Schneuer, 33 Punkte, 3. Platz; Speerwerfen: Eisenmann, Kornhauser, 42 Punkte, 3. Platz; 4Xl00-m-Staffel, 118 Punkte, 1. Platz. L. F. Bar-Kochba, München. Am 7. Juli finden die ausgeschriebenen Jugendwettkämpfe statt. Es wurde vom Verbände den einzelnen Vereinen zur Pflicht gemacht, den diesjährigen Jugend-Zehnkampf selbständig durchzuführen. Wir stehen aber mit einigen Vereinen zwecks gemeinsamer Durchführung der Jugendkämpfe in aussichtsreicher Verhandlung. Wir fordern sämtliche Jugendmitglieder (Leichtathletik und Fußballjugend) auf, morgen vormittag bestimmt dem Training beizuwohnen, da anschließend die Aufstellung der Kampfmannschaft erfolgt. Die Vorstandschaft. München. Der Wahlausschuß der Allgemeinen Zionisten veranstaltete am Dienstag, 18. Juni, einen Vortrag von Dr. Bileski über den „XVI. Kongreß als Wendepunkt in der Geschichte des Zionismus“. Die interessanten Ausführungen des Redners fanden großen Beifall. Nach Dr. Bileskis Referat sprachen in der Diskussion Herr Weißbarth für die Poale-Zion und I. MÜNCHENER PLISSE-BRENNERE1 FRANZ GRUBER, MÜNCHEN Holsaum, Knöpfe, Endeln Kanten.KostUmsticloreien Burgstraße 16/3 Knopflöcher Telephon 22 9 75 Herr Lichtenauer. Dann wies Herr Dr. Werner Bloch aus Berlin nochmals auf die ungeheure Bedeutung der Jewish Agency für alle Teile des Zionismus, den Hechaluz und die jüdische Jugend hm und schloß mit der Mahnung, von dem erworbenen Stimmrecht, das auch höchste zionistische Pflicht sei, Gebrauch zu machen. Wochenprogramm der VJSt. „Jordania“ Montag, 1. Juli, 20 Uhr: Fuxenkurs. Dienstag, 2. Juli, 19 Uhr: Sport. Donnerstag, 4. Juli, 20.30 Uhr: Vortrag. AH. Weiß über Verbindungsfragen. Freitag, 5. Juli, 20.30 Uhr: Burschenkursus, anschließend geselliges Beisammensein. Stiftungsfeier der Münchner Talmud Thora. Am Sonntag, dem 23. Juni 1929, fand in den eigenen Räumen, Klenzestraße 34, die zehnjährige Stiftungsfeier der von ostjüdischer Seite gegründeten Talmud Thora statt. Nach einem zweistündigen Verhör der Schüler und Schülerinnen, in dem die Fortschritte derselben auf allen Stufen vom Aleph-Beth- bis zum Talmudunterricht, ebenso wie die Erfolge der verdienstvollen Lehrer allseitigen Beifall fanden, wurde unter Leitung des derzeitigen um die Anstalt besonders bemühten Vorstands, Herrn A. Strumpf, die eigentliche Erinnerungsfeier in ernst-froher Stimmung begangen, bei welcher besonders der dahingegangenen geistigen Schöpfer der Schule, der Herren Rabbiner Dr. H. Ehrentreu und Dr. E. Werner s. A. gedacht wurde. In beredten Worten schilderten ■die Herren Rabbiner Dr. E. Ehrentreu und Wiesner die unvergänglichen Verdienste der Gründer dieser Anstalt, die Opferfähigkeit der früheren und jetzigen Vereinsmitglieder und gaben der Hoffnung für ein weiteres Gedeihen und Blühen dieser notwendigen Institution entsprechenden Ausdruck. Ihnen schlossen sich als Gratulanten die Vertreter des jüdischen Gemeindevorstands und der verschiedenen ostjüdischen Organisationen an. Heinrich Schalit im Rundfunk. Wie wir hören, wird Herr Heinrich Schalit, der bekannte Münchener Komponist, am 11. Juli, 8 Uhr abends, im Münchener Rundfunk eigene Klavierkompositionen (Charakterstücke und Miniaturen) vortragen. Zionistische Ortsgruppe Nürnberg-Fürth. In einer Versammlung der „Allgemeinen Zionisten“ sprach am Montag, dem 17. Juni, Herr Dr. Werner Bloch (Berlin) über: „Kampf der deutschen Landsmannschaft für Aufbau und wahren Nationalismus“. Er führte etwa folgendes aus: Es ist den Zionisten gelungen, den Palästina-Gedanken bei der Mehrheit der Juden aller Länder durchzusetzen. Diese Durchdringung der Judenheit ringsum mit zionistischen Ideen und Gedanken ist nun an einem Punkte angelangt, wo theoretische Auseinandersetzungen nicht mehr fruchtbar zu sein scheinen. Es gilt durch die Realität Palästinas neue Menschen zu gewinnen. Das einzige Mittel hierzu ist die Jewish Agency, nur mit ihrer Hilfe ist es möglich, an neue Menschen heranzukommen und sie für unsere Probleme zu interessieren. Die Nichtzionisten, die sich bereit erklärten, in die Jewish Agency einzutreten, sind von ernstem Verantwortlichkeitsgefühl und von Liebe zu Palästina erfüllt. Es wird erwartet, daß die Verhandlungen auf dem Kongreß und dem Council der Agency die Festsetzung eines Budgets von einer Million Pfund ergeben werden. Von diesem Betrag ist etwa ein Viertel noch zur Konsoli-

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