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Das jüdische Echo · 1929-03-29 · 13 (29.3.1929) · p. Seite 205

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Journal
Das jüdische Echo
Volume
16 (1929)
Issue
13 (29.3.1929)
Date
1929-03-29
Page
Seite 205 (sequence 22)
Language
German
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Nr. 13 Das Jüdische Echo 2 05 legt. ■— Wir machen unsere Turnschwestern und Turnbrüder auf die am Montag, 8. April, stattfindende Generalversammlung der Zionistischen Ortsgruppe aufmerksam, bei der Tbr. Dr. Emrich über das interessante Thema „Zionistische Politik und Zionistische Arbeit“ sprechen wird. Die Vorstandschaft. Bar-Kochba, Handballabteilung. Da Ostern spiel- und' trainingsfrei ist, veranstalten wir eine zweitägige Schifahrt. Nähere Auskunft erteilt Tbr. Leo Fleischer, Tel. 55 1 97. — Für Sonntag, 7. April, veranstalten wir wieder ein Trainingsspiel unserer beiden Mannschaften und nehmen wir an, daß hierzu ohne nochmalige Aufforderung sämtliche Spieler erscheinen. Wir machen schon heute darauf aufmerksam, daß zu den kommenden Spielen, insbesondere für die bevorstehenden größeren Reisen, nur diejenigen Spieler berücksichtigt werden, welche auch immer dem Training beiwohnen. Alle Handballer treffen sich nächsten Sonntag bei der gemeinsamen Schauturnenprobe und fahren anschließend zum Trainingsspiel auf dem Säbener Platz. Wagen stehen zur Verfügung. Die Leitung. Jüdischer Jugend-Verein München. Donnerstag, den 4. April 1929, spricht im Lessingsaal, Herzog- Rudolf-Straße 1, Herr Studienrat Adolf S c h a a 1m a n n über „Einführung in die Kunstbetrachtung“. Beginn 20.45. An den Vortrag knüpfen sich im Lauf der nächsten Wochen Führungen durch die Glyptothek und Pinakotheken. Donnerstag, den 11. April: Zyklus: Die Weltreligionen. Herr Oberlehrer Dr. Siegfried Keßler. I. Abend: „Der Islam“. Donnerstag, den 18. April: Zyklus: Die Weltreligionen. II. Abend: „Der Buddhismus“. Donnerstag, den 25. April: Fällt wegen des Pesachfestes aus. Lustiger Purimabend mit Theater. Morgen, Sonntag 31. März, veranstaltet der Jüdische Kulturverein J. L. Perez mit dem Gesamtausschuß der Ostjuden einen humorvollen künstlerischen Abend großen Stils. Dem vornehmen Rahmen des neuerbauten Goethesaales entsprechend haben die Veranstalter alles aufgeboten, um einen glänzenden Verlauf zu sichern. Im ersten Teil kommt das unverwüstliche Lustspiel mit Gesangseinlagen „Kabzensohn und Hungermann“ von Goldfaden zur Aufführung unter Regie und Mitwirkung von Herrn Max Fischer, Mitglied der Kammerspiele, sowie unserer besten Vereinskräfte (weibliche Hauptrolle Frl. Sufrin). Der zweite Teil wird getragen von der Persönlichkeit Herrn Bornsteins aus Berlin, der auch in München viele Freunde und Bewunderer hat. Anschließend werden noch mehrere neue jüdische Volkslieder inszeniert. Der Abend beginnt pünktlich um 8.30 Uhr. Während der Vorstellung bleiben die Saaltüren geschlossen. Jüdischer Kulturverein J. L. Perez München. Voranzeige! Samstag, den 13. April 1929, spricht im Lessingsaal, Herzog-Rudolf-Straße 1, Herr Rabbiner Dr. Leo B a e r w a 1 d über „Der Humor im jüdischen Sprichwort“. Das Jüdische Kammerorchester München tritt mit diesem Frühjahr in das dritte Jahr seines Bestehens. Diese Tatsache beweist, daß der kleine Kreis, in dem im Frühling 1927 zum erstenmal der Gedanke einer derartigen Vereinigung näher besprochen wurde, recht hatte, wenn er annahm, daß sich unter den jüdischen Musikliebhabern Münchens eine hinreichende Anzahl solcher finden werde, die, trotz den mannigfachen Einwänden und Unannehmlichkeiten, die der Betrieb eines Liebhaberorchesters mit sich bringt, Freude an ernster, gemeinsamer Musikpflege haben. Das Orchester ist in den zwei Jahren mehrmals selbständig und häufig im Rahmen von Veranstaltungen anderer Vereine an die Öffentlichkeit getreten und fand zumeist, auch an dieser Stelle, wohlwollende Beurteilung. Das Orchester beklagt aufs tiefste das jähe H'inscheiden seines Mitbegründers und -Leiters, Franz Kleinbauer, der uns zu Anfang dieses Jahres auf so tragische Weise verließ. Seiner Tatkraft, seinem Können und seiner hingebenden Arbeit ist es in erster Linie zu danken, daß das Orchester zu einer einigermaßen befriedigenden Leistungsstufe aufrückte. Sein Andenken wird in unserem Kreise fortleben, und wir hoffen, daß es uns gelingen möge, in seinem Geiste weiterarbeitend, ähnliche Erfolge zu erringen, wie sie uns unter seiner Leitung vergönnt waren. Wir beabsichtigen, im Laufe des kommenden Sommerhalbjahrs die folgenden Werke — vorerst ohne die Absicht einer größeren Veranstaltung ■— eingehend zu studieren: J. S. Bach, Brandenburgisches Konzert, G-Dur, Klavierkonzert D-Moll; Johann Bernhard Bach, Suite G-Moll für Sologeige und Streicher; Joh. Ferd. Kasp. Fischer, Festmusik; William Brade und Thomas Simpson, alte englische Tänze; W. A. Mozart, Klavierkonzert Es-Dur, Serenade D-Dur für zwei kleine Ort ehester und Pauken; Franz Schubert, Menuetten ’ und deutsche Tänze; Giov. Batt. Pergolesi, La Serva Padrona (Opera buffa); Paul Hindemith, Ein Jäger aus Kurpfalz, für Streicher und Bläser, Kanons für zwei Singstimmen und Streicher; Dr. August Feuchtwanger, Hochzeitsmusik für zwei Singstimmen, Streicher, Klavier, Lauten und Pauken. Streichern und Bläsern aller Instrumente, die Lust zu ernsthafter Arbeit und einiges technisches Können haben, ist jederzeit Gelegenheit zum Eintritt gegeben. Des weiteren suchen wir dringend einige Lautenspieler(innen) wie gute Sänger und Sängerinnen, da wir in Zukunft, wie aus obiger Aufstellung zu sehen, Werke für eine oder mehrere Solostimmen und Orchester in den Kreis unseres Spielstoffs zu stellen beabsichtigen. MAX NEUMAYER Kraftfahrzeuge, Kaulbachslraße 82/86 (Nähe Siegestor) Telephon 33 8 23—24 OPEL/STUDEBAKER Vertretung — Spezial * Reparaturwerkstätte Günstige Ratenzahlungen

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