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Das jüdische Echo · 1929-03-15 · 11 (15.3.1929) · p. Seite 173

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Journal
Das jüdische Echo
Volume
16 (1929)
Issue
11 (15.3.1929)
Date
1929-03-15
Page
Seite 173 (sequence 22)
Language
German
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Nr. 11 Das Jüdische Echo 173 der Bibel bekannt. In einer bildhaften und eindringlichen Sprache bringt er uns biblische Gestalten und Geschehnisse bis zur lebendigsten Unmittelbarkeit nahe. Die „Gebete in Sonetten“ waren der würdigste Abschluß des Abends. Wie der Dichter über den Trug der Zeit, übe politischen Schmutz und Unfug, über die Not des Alltags und gemeines Brotelend sich immer wieder zu G’tt und zu G’ttes Gerechtigkeit durchringt, bot einen erschütternden Beweis für den moralischen Ernst, für die religiöse Inbrunst und Strenge, mit der Birnbaum das Leben auffaßt. Das Publikum, das während der ganzen Dauer der Vorlesung mit aufmerksamem Schweigen dieser bekenntnisreichen Kunst folgte, lohnte am Ende dem Künstler mit aufrichtigem und herzlichem Beifall. Samuel Taubes. Gemeinden-u.Vereins-Kcho Redaktion und Verlag des „Jüdischen Echo“ sind in neue Geschäftsräume, Plinganserstraße 64, übergesiedelt, an welche Adresse nunmehr alle Zuschriften. Anfragen usw. zu richten sind. Eine Annahmestelle für Anzeigen, Aufträge und Zahlungen befindet sich nach wie vor in der Herzog- Max-Straße 4. Lehrkurse der Israelitischen Kultusgemeinde München. Wie bereits bekanntgegeben wurde, wird der hervorragende Kenner der neuhebräischen Literatur und frühere Schriftleiter des „Jüdischen Echos“, Herr Dr. Max Mayer, im Rahmen der Lehrkurse am Mittwoch, dem 27., und Donnerstag, dem 28. März, zwei Vorträge. über neuhebräische Literatur halten, die niemand versäumen sollte, der sich für die Entwicklung der jüdischen Kultur in den letzten Jahrzehnten interessiert. Ausstellung jüdischer Bücher. Wie uns mitgeteilt wird, veranstaltet die Israelitische Kultusgemeinde in der Zeit vom 22. mit 24. März eine Ausstellung jüdischer Bücher im Bibliotheksaal, Herzog-Max-Straße 7, zu deren Besichtigung alle Interessenten herzlich eingeladen sind. Zionistische Ortsgruppe München. Am Mittwoch, dem 20. März, veranstaltet die zionistische Ortsgruppe München im Herkulessaal, Residenzstraße 1 (Beginn 8.15 Uhr), einen Ausspracheabend, der durch die Person des Referenten, Herrn Rabbiner Dr. Max Wiener (Berlin) und das Thema: „Volkstum und Religion“ die besondere Beachtung jedes interessierten Juden verdient. Zionistische Ortsgruppe München, Schekelaktion 5689. Da die Kongreßwahlen schon im Mai stattfinden werden, stehen für die Durchführung der Schekelarbeit nur wenige Monate zur Verfügung. In den nächsten Tagen findet deshalb die Schekelaktion statt. Alle Zionisten sollen für sich und ihre Familienangehörigen den Schekel entrichten, aber zugleich ist es ihre Aufgabe, unserer Bewegung auch neue Anhänger zuzuführen, die durch Entrichtung des Schekels das Bekenntnis zum Baseler Programm ablegen. Jeder Zionist ist dafür verantwortlich, daß das Ergebnis der diesjährigen Aktion von der organisatorischen Größe und der Kraft der zionistischen Bewegung beredtes Zeugnis ablegt. Zionistische Ortsgruppe München. Auch unsere Mitglieder seien besonders auf den Vortrag von Herrn Theo Harburger über „Alte Kunst bei den Juden mit Berücksichtigung des europäischen Ostens“ im Perez-Verein hingewiesen (Samstag, 16. März, 20,30 Uhr, im Lessingsaal), zu dem sie herzlichst eingeladen sind. Gesamtausschuß der Ostjuden, Jüdischer Kulturverein J. L. Perez. Am Samstag, dem 9. März, sprach im Lessingsaal der bekannte jüdische Dichter und Maler Uriel Birnbaum aus Wien über „Die Größe der Bibel“. Die durch zahlreiche Zitate aus der Bibel und aus Werken alter und neuerer Dichtung wirkungsvoll unterstützten interessanten Ausführungen des Referenten wurden von dem leider nicht sehr zahlreich erschienenen Publikum mit lebhaftem Beifall aufgenommen. Jüdischer Kulturverein J. L. Perez, Gesamtausschuß der Ostjuden. Wir weisen nochmals darauf hin, daß Samstag, 16. März, abends 8,30 Uhr, ein Lichtbildervortrag von Herrn Theo Harburger über „Alte Kunst bei den Juden mit Berücksichtigung des europäischen Ostens“ im Lessingsaal, Herzog-Rudolf-Straße 1, stattfindet. Wir bitten alle unsere Mitglieder und Freunde, zu dem hochinteressanten und seltenen Vortrag recht zahlreich zu erscheinen. Voranzeige: Samstag, 23. März: Siehe Inserat. Wir heben besonders hervor, daß Herr Dr. Rubin auf dem Gebiet der jüdischen Kultur eine kompetente Persönlichkeit ist und sich seit Jahren mit diesen Problemen beschäftigt. Jüdischer Kulturverein J. L. Perez. Es ist uns gelungen, Herrn Simon Fruchter, früher Kantor in Budapest, jetzt in Rumänien, für ein einmaliges Konzert zu gewinnen. Der junge, begabte Kantor ist aus der Schule des berühmten Oberkantors Blumenkranz hervorgegangen. Er verfügt über einen äußerst feinen, lyrischen Tenor, der sehr subtil und angenehm wirkt. Sein Vortrag ist faszinierend, sein Übergang von Kopfzur Bruststimme meisterhaft. Herr Fruchter, der schon mit großem Erfolg in Paris, London und Kopenhagen Konzerte gegeben hat, hat sich bereit erklärt, am Sonntag, 24. März, im Lessingsaal einen jüdischen Liederabend zu geben. Wir hoffen, daß dieser Abend jedem Liebhaber jüdischer Musik Genuß bringen wird und bitten um zahlreiches Erscheinen. Bar-Kochba, München. Infolge eingetretener, unvorhergesehener Umstände muß das für 24. März angesetzte Schauturnen auf Sonntag, 12., Mai, verschoben werden. Durch die vielen Erkrankungen innerhalb unserer Mitgliedschaft einerseits, durch die wegen der großen Kältewelle erfolgte I. MÜNCHENER PLISSEE-BRENNEREI FRANZ QRUBER, MÜNCHEN Hohlsaum, Knöpfe, Endeln, Kanten, KostUmstickerelen Burgstraßei6/3 Knopflöcher Telephon 22 975

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