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Das jüdische Echo · 1929-02-22 · 8 (22.2.1929) · p. Seite 124

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Journal
Das jüdische Echo
Volume
16 (1929)
Issue
8 (22.2.1929)
Date
1929-02-22
Page
Seite 124 (sequence 21)
Language
German
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126 Das Jüdische Echo Nr. 8 letzter Appell an den Geldbeutel unserer Mitglieder erfolgreicher verläuft. Wenn ich nur einmal wüßte, was sich die Mitglieder, die nur nach unzähligem Mahnen ihrer Pflicht nachkommen, eigentlich denken. Wie stellen sich diese eigentlich den Betrieb in unserem Turnverein vor! Für unser Faschingsfest haben wir wegen der Devise ein Preisausschreiben erlassen. Viel wichtiger aber wird es sein, auf diesem Wege einmal zu erfahren, wie man zu den bitter notwendigen Mitgliedsbeiträgen kommt. Um brauchbare Vorschläge, die fürstlich honoriert werden, wird gebeten von einem armen, leidenden Kassier. Lieber Reichsfinanzminister, als Kassier des Bar- Kocliba. Bei unserem Feste waren natürlich verschiedene wieder da, die auf ihre Mitgliedschaft pochend die billigeren Eintrittskarten entrüstet forderten. Welch ein Staunen, als ich diesen Guten sagen mußte, sie seien längst gestrichen, da sie ja nie bezahlten. Ja, einer dieser Rückständigen erklärte mir, er würde erst bezahlen, wenn er einen Auftrag von uns bekommen hat! Zu bewundern sind nur die wenigen Unentwegten, durch deren unermüdliche Arbeit und deren große finanzielle Opfer der Betrieb wenigstens einigermaßen aufrecht erhalten werden kann. Soll es aber so weiter gehen, -daß diejenigen, die den Nutzen dieser Arbeit haben, sich immer wieder von ihren Pflichten drücken und wenn es ans Zahlen geht, ihren Austritt erklären? Ich appelliere an unsere alten treuen Freunde und an die Gott sei Dank noch zahlreichen besseren Elemente in unserem Verein, an einer Änderung dieses Zustandes mitzuarbeiten, daß der Sorgenhimmel des Kassiers im Bar Kochba wieder heller wird. Schafft mir neue Freunde, da diese wenigstens für den Anfang immer zahlungswilliger sind als viele andere. Wenn ich neuerdings meine Zahlkarten hinausschwirren und unseren Einkassierer seinen schweren Weg antreten lasse, so hoffe ich, daß nicht nur Eis und Schnee aufgetaut sind, sondern auch die laschen unserer Mitglieder. Ich würde mich recht herzlich freuen, wenn diese Flucht in die Öffentlichkeit einen Erfolg bringen würde und ich als Kassier unserer Sommersaison mit größerer Ruhe entgegensehen könnte als bis jetzt. (Postscheckkonto 8294 München.) D. Masur. Bar-Kochba, München. Leider müssen wir feststellen, daß unserer Aufforderung an die Aktiven, regelmäßig die Übungsstunden zu besuchen, nur ein kleiner Teil nachgekommen ist. In sämtlichen Abteilungen wurde bereits mit den für das Schauturnen bestimmten Übungen begonnen, so daß es nun unbedingt erforderlich ist, daß sowohl die Mädchen und Damen jeweils Montag und Knaben und Herren am Dienstag am Turnboden erscheinen. Wir glauben, daß es einer weiteren Aufforderung nicht mehr bedarf. Die noch vorhandenen, wenigen Übungsstunden müssen von allen, die für das Schauturnen in Frage kommen, ausgenützt werden. — Alle Bar-Kochbaner treffen sich morgen vormittags beim Palästinafilm. Die Turnbrüder und Turnschwestern, welche sich der N.-F.-Kommission zur Verfügung gestellt haben, müssen spätestens 10.30 Uhr im Filmpalast, Blumenstraße, sein. Die Vorstandschaft. Bar-Kochba, Sportabteilung. Wegen der großen Kälte, die vorige Woche herrschte, wurden sämtliche Spiele im Bereiche des Südd. F. u. L.V. ababgesagt. Somit fiel auch das Treffen 1860:B.-K. aus. Neuer Termin folgt. — Wir richten an alle Leichtathleten und Handballer die Bitte, jeden Dienstag dem Training beizuwohnen, da die für (die Sportabte'ilung vorgesehenen Gymnastikübungen nur bei einer starken Riege eindrucksvoll wirken. Die Sonderriege hat sich zu den festgesetzten Stunden in der 1860er Turnhalle einzufinden und hat den Anweisungen des Riegenführers unbedingt Folge zu leisten. Wochenprogramm der VJSt. „Jordania“ Sonntag: 10.30 Uhr, Emelkapalast, hochoff. Montag: 19.15 Uhr, Fuxenkurs, off. Dienstag: 19.30 Uhr, Turnen, off. 21 Uhr, Burschenprüfung!, öffentL. Gemeinsames Mittagessen. Mittwoch: 20.30 Uhr, Allgem. Kurs, off. Donnerstag 20 Uhr: BC. 20.15 Uhr, Schlußkonvent,, hochoff. Anschließend geselliges Beisammensein. Das Komitee der hebräischen Sprachkurse dankt afei M'itwirkenden, ebenso der Frauengemeinschaft für die tatkräftige Hilfe bei der Vorbereitung und Durchführung des wohlgelungenen Abends. i. A.: Paul Grünbaum. Gesamtausschuß der Ostjuden. Jüdischer Kulturverein J. L. Perez. Voranzeige: Es ist uns gelangen, Herrn Ut i e'1 Birnbaum anläßlich seiner im Rahmen der Lehrkurse der Israelitischen Kultusgemeinde stattfindenden Vorlesung für einen Vortragsabend zu gewinnen. Derselbe findet Samstag, den 9. März, im Lessingsaal statt. Nähere Mitteilung im nächsten „Echo“. Gesamtausschuß der Ostjuden. Rosa Zuckerberg und Kinder danken allen Freunden und Bekannten herzlich für die liebevolle Teilnahme anläßlich des Ablebens ihres lieben Mannes und Vaters RM. 2.—. Verein Talmud Thora gratuliert Frau Fleischer zur Vermählung ihrer Tochter RM. 2.—. Jüdischer Kulturverein .1. L. Perez. Am Samstag, dem 23. Februar, findet ein Rezitationsabend von Herrn Max Fischer, Mitglied der Münchener Kammerspiele, im Lessingsaal, Herzog-Rudolf-Straße 1, < statt. Gäste herzlich willkommen. Beginn pünktlich 8.30 Uhr. Treibt Turnen und Sport im Bar-Kochba

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