Das jüdische Echo
- Journal
- Das jüdische Echo
- Volume
- 16 (1929)
- Issue
- 4 (25.1.1929)
- Date
- 1929-01-25
- Page
- Seite 62 (sequence 31)
- Language
- German
- Belongs to
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62 Das Jüdische Echo Nr. 4 Postsportverein oder DSV II aus, in folgender Aufstellung: Kornhauser II Helfeld Kornhauser I Jericho Schneuer Felsen Eisenmann Schuster Dr. Berger Goldstern Gröbel Ersatz: Spielmann, Gelbart, Stein. Die Leitung. Wochenprogramm der V. J. St. „Jordania“ vom 28. Januar bis 3. Februar: Montag, 7.30 Uhr: Fuxenkurs off. Dienstag, 7.30 Uhr: Turnen. Donnerstag, 8.15 BC; 8.45 Uhr A C. Samstag: Zusammenkunft bei der Hexe von Endor. Der jüdische Gesangverein veranstaltet am Dienstag, dem 29. Januar, im „Restaurant Schwarz“, Schlosserstraße, ein Maskenkränzchen und bittet unsere Mitglieder nebst Angehörigen möglichst zahlreich zu erscheinen. Gäste sind willkommen. Eintritt frei. Jüdischer Kulturverein J. L. Perez, München. Samstag, den 26. Januar 1929, fällt unser Vereinsabend infolge einiger technischer Schwierigkeiten aus. Samstag, den 2. Februar 1929, abends 8.30 Uhr, spricht Herr Samuel Taubes (Thema wird noch bekanntgegeben) im Lessingsaal, Herzog- Rudolf-Straße 1. Die Vorstandschaft. Gesamtausschuß der Ostjuden, München. Talmud Thora gratuliert zur Verlobung Minikes- Lichtmann und zur Vermählung Orljansky-Diamand RM. 2.—. Am 30. Dezember 1928 hielt der Verband der gesetzestreuen jüdischen Jugendvereine Bayerns (A. J. J. O.) seinen 6. Verbandstag ab, der bei regster Anteilnahme der Mitglieder einen wirkungsvollen Verlauf nahm. Der nach zahlreichen Begrüßungen durch den Vorsilzenden, Herrn Rechtsanwalt Dr. Münz, erstattete Geschäftsbericht gab Einblick in die ständigen Bemühungen der Leitung, die Grundlage des bayerischen Jugendverbandes zu vertiefen, organisatorisch zu festigen und zu verbreiten, sowie in die mannigfache Tätigkeit des G. A., die sich in Treffahrten, Bezirksveranstaltungen, Vorträgen und Einrichtung von Schiurim auswirkt. Der Bericht zeigte auch die vielen Schwierigkeiten, die immer noch der Tätigkeit des Verbandes entgegenstehen und bemühte sich? einen Weg zu deren Hebung aufzuzeigen. Die Geschäftsdeballe endete damit, daß der Leitung das volle Vertrauen ausgesprochen wurde. Die Wahl ergab einstimmig die Wiederwahl des bisherigen Vorortes und Vorsitzenden. Sodann ergriff Herr Dr. Merzbach (Frankfurt a. M.) das Wort zu seinem Thema „Religiosität“. Der Redner verstand in eindringlicher Weise darzulegen, daß der jüdische Mensch nur dann wirklich jüdisch leben und handeln kann, wenn Religion und Religiosität auf das SCHUHHAUS bären-stiefel Spezialhaus für Sport- und StraSenstiefel / Inh. B. Rflckerf München, Sonnenstr.16 am Postscheckamt/Telephon54715 engste verbunden seien. An die Ausführungen schloß sich eine interessante Diskussion an. Herr Dr. Max Cohen (Köln) sprach über „Die Berufs- und Wirtschaftsnot der jüdischen Jugend“. An Hand umfangreichen wissenschaftlichen Materials berichtete der Redner von den immer größer werdenden Schwierigkeiten, die im Wirtschaftsleben der sabbathaltenden Jugend entgegenlreten und von der unbedingten Notwendigkeit, diese Gefahren rechtzeitig zu erkennen und zu bekämpfen. Die Diskussion zeitigte wertvolle Ergebnisse, die darin gipfelten, daß eine richtige Berufsberatung und Ausbildung von Wichtigkeit sei, daß den Auswüchsen des gesellschaftlichen Lebens, die eine über das gegebene Maß gesteigerte Lebenshaltung notwendig machen, mit Entschiedenheit entgegengetreten werden müsse. Der Verbandstag wurde durch den Abendvortrag des Herrn Jakob Rosenheim (Frankfurt a. M.) über „Die Kenessio Gedaulo imd die Probleme der gesetzestreuen Judenheit“ gekrönt. Eine vielhundertköpfige Menge lauschte den begeisterten Ausführungen des bekannten Führers der Agudas Jisrocl, die mit nicht endenwollendem Beifall aufgenommen wurden. Spenden-Ausweis Spendenausweis des Münchener Büros Nr. II vom 16. bis 22. Januar 1929 Allgemeine Spenden: Jüdischer Kulturverein J. L. Perez gratuliert seinen lieben Chawerim Mosche und Hedda Königsberg zur Geburt ihrer Tochter Chawa RM. 2.—. Dr. Igo Feuchtwanger-Garten: Die Jüdische Frauengemeinschaft gratuliert Ros-1 Feuchtwanger herzlichst zur Verlobung, 1 Baum RM. 6.—. Goldenes Buch Jüdischer Turn-und Sportverein Bar Kochba: Die Damenabteilung des Bar Kochba gratuliert ihrer lieben Turnschwester Ida Orljansky herzlichst zur Vermählung RM. 12.—. Büchsen: Dr. J. Schäler 3.20; R. Wengraf 11.10: H. Strumpf 1.20; L. Feldherr 1.50; L. Perzinn 1.74*: L. Spielmann 8.30; Schorr 8.66; B. Faktorowitsch 2.81; S. Goldfarb 1.10; J. Berkowitsch 1.—; A. Hecht 1.—; E. Goldberg 3.—; J. Steinheirner 1.60; Büchsen unter 1.— 45 Rpf. — RM. 46.—. Summa: RM. 66.—. Gesamtsumme seit 1. Oktober 1928 RM. 1894.37. Berichtigung des Ausweises Nr. 10: Frida und Lazarus Spielmann-Garten: Felix Herzfeld und Frau Else, geb. Spielmann, stiften anläßlich der Geburt ihres Sohnes 1 Baum. Spendenausweis des Nürnberger Büros vom 18. Januar 1929 Spendenbuch: Herr und Frau R.-A. Ernst Feilchenfeld anläßl. der Geburt ihrer Tochter 10.—; Herr Ludwig Rosenzweig anläßlich seiner Ernennung zum Kommerzienrat 20.—; Herr Dr. S. Neuburger anläßlich seiner Ernennung zum Sanitätsrat 10.—; Herr Dr. F. Frei anläßlich Ernennung zum Sanitätsrat 10.—. Bäume: für Dr. Hermann Liebstädters. A. Garten: 2 Unken, Meta Oppenheimer und Käthe Liebstädter gratulieren Herrn Dr. Meinhold Nußbaum zur vollständigen Genesung je 1 Baum, 12.—.