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Das jüdische Echo · 1929-01-18 · 3 (18.1.1929) · p. Seite 45

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Journal
Das jüdische Echo
Volume
16 (1929)
Issue
3 (18.1.1929)
Date
1929-01-18
Page
Seite 45 (sequence 13)
Language
German
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Nr. 3 Das Jüdische Echo 45 und dieser Ball hat bei allen, die das Fest miterlebten, Anklang gefunden. Schon in den nächsten Jahren wurden Stimmen laut, die dieses Fest wiederholt haben wollten. Kein Wunder, daß bei dem vom Bar-Koehba veranstalteten Preisausschreiben von den über hundert eingelaufenen Vorschlägen beinahe Zweidrittel den „Jahrmarkt in Tel-Awiw“ wünschten. Dies war auch der Grund, der die Vereinsleitung veranlaßt hat, den Vorschlag „Jahrmarkt in Tel-Awiw“ mit dem 1. Preis auszuzeichnen und dieses Jahr wieder den „Jahrmarkt“ zu veranstalten. Bei den vielen gleichlautenden Einsendungen mußte bei Verteilung des 1. Preises eine Auslosung vorgenommen werden und das Los bestimmte für den 1. Preis Frl. Lina Strumpf („Jahrmarkt in Tel-Awiw“), den 2. Preis erhielten gemeinsam Ign. Gidalewitsch und D. Schneller („Turmbau zu Babel“), den 3. Preis Frau Fanny Rosenbaum („Weekend am Jordan“); ferner erhielt einen Trostpreis Jakie Renka („Bei exotischen Judenstämmen“'). Am Sonntag, 3. Februar 1929, abends 8 Uhr, in den oberen Sälen des Hotels „Bayerischer Hof“ wird nun der „Jahrmarkt in Tel-Awiw“ stattfinden. Der Bail wird sich nicht nur den bisher vom Bar-Kochba veranstalteten Festlichkeiten würdig anschließen, sondern verspricht alle anderen noch weit in den Schatten zu stellen. Um jedem den Besuch dieses Ballfestes zu ermöglichen, sind auch heuer wieder die Preise sehr niedrig gehalten. Mitglieder und Studenten erhalten Eintrittskarten zu RM. 2.—, jedoch nur am Turnhoden, im Vorverkauf zahlt man hei den im Inserat der heutigen Nummer erwähnten Stellen RM. 3.—, der Abendkassa-Einheitspreis wurde auf RM. 4.— festgesetzt. Da schon heute die Nachfrage nach Karten stark eingesetzt hat, empfiehlt es sich, den Vorverkauf in Anspruch zu nehmen. Auf dem „Jahrmarkt“ sind wieder eine Reihe von Überraschungen geplant, über die hier allerdings noch nichts verraten werden darf. Unter anderem wird auch das beste Kostüm bzw. die beste Maske prämiiert werden. Um dem Fest einen einheitlichen Charakter zu geben, wird ersucht, in Masken zu erscheinen, welche dem Feste angepaßt sind. Nichtmaskierte Herren lösen Maskenzeichen. Das bekannte Tanzorchester Bela Bekes und Geza Welisch mit ihren Solisten spielen alte und neue Tänze, verschiedene Darbietungen werden Stimmung und Humor hervorrufen. Wer in den vergangenen Jahren die Bälle des Bar-Kochba besuchte, wird sicher in diesem Jahre wieder kommen. Jeder bringe noch Freunde und Bekannte mit, mit denen er dann recht frohe und lustige Stunden verleben wird. L. F. Bar-Kochba. München. Wir machen unsere Mitglieder darauf aufmerksam, daß das Schauturnen ami 24. März 1929 in der Halle des Turnvereins München von 1860 stattfindet. Es ist nun Pflicht aller Mitglieder, den Übungsabenden restlos beizuwohnen, da bereits mit den Übungen begonnen wurde. — Das für 3. Februar nachmittags vorgesehene Kindermaskenfest mußte aus technischen Gründen auf Purim verschoben werden. Die Vorstandschaft. Wochenprogramm der V. J. St. „Jordania“ vom 21. bis 28. Januar 1929. Montag, 7.15 Uhr: Fuxenkurs off.; Dienstag, 7.30 Uhr: Turnen off.; Donnerstag 8.30 Uhr: 1. Kartelltagskonvent off.; Sonnabend, 6.30 Uhr: Burschenprüfung. Jüdischer Jugendverein München. Anschrift und Auskünfte: Frl. Emma Neuwirth, Franz-Joseph- Straße 33. — Donnerstag, den 24. Januar 1929: Ordentliche Mitglieder-Versamm- 1 u n g. Außerdem weisen wir wieder auf die Freitag-Abendfeiern hin. Jeder junge Jude Münchens ist herzlich willkommen. Raum: Herzog-Max-Straße 3/1. Jüdischer Kulturverein J. L. Perez. München. Samstag, den 19. Januar 1929, abends 8.30 Uhr, spricht im Lessingsaal, Herzog-Rudolf-Straße 1, Herr A. Stern über „Israel unter seinen Königen, II. Teil“. Gäste sind herzlich willkommen. Eintritt frei. Die Vorstandschaft. Agudas Jisroel, Orts- und Jugendgruppe München. Der Präsident des geschäftsführenden Ausschusses der Agudas-Jisroel-Welt-Organisation, Rabbiner Dr. Pinchas Kohn, wird am 27. Januar 1929, abends 8.30 Uhr, im Saal des Kunstgewerbehauses einen öffentlichen Vortrag halten über „Die Lage des religiösen Gedankens innerhalb des Judentums“. Wir laden hierzu heute schon ein. Gäste willkommen. Eintritt zur Deckung der Unkosten 50 Pf. pro Person. Studenten und Jugend Eintritt frei. Elternnachmittag der „Kameraden“. Der Deutsch - Jüdische Wanderbund „Kameraden“, Ortsgruppe München, hatte die Eltern seiner Mitglieder und Freunde des Bundes am Sonntag, dem 13. Januar, in den Saal des Hospizes „Wartburg“ eingeladen, um ihnen, wie schon wiederholt, von dem Leben und Treiben im Bunde Kenntnis zu geben. Was sich hier an jugendlicher Frische und lebendigem Arbeitssinn zeigte, übertraf die Erwartungen weit. Der Ortsgruppenleiter, Rolf Leopold, gab in seinen einleitenden Worten, in denen er die Anwesenden begrüßte, einen kurzen Hinweis auf die Tätigkeit der letzten Zeit und auf die Bestrebungen des Bundes. Aus den zahlreichen meist heiteren Darbietungen zeigt sich ein frischer jugendlicher Geist und eine Begeisterung für die Idee des Kameradenbundes, die zu besten Hoffnungen berechtigen. Wenn Jugend in solchem Sinn sich selbst erzieht und lebensfähig macht, dann wird es Pflicht der Älteren und Eltern, allerhand Bedenken über moderne Entwicklung im allgemeinen und Jugendbewegung im besonderen zurückzudrängen, und mitzuhelfen, daß das mit viel Optimismus Begonnene zu einem guten Fortgang geführt werden kann. Besonders auf musikalischem Gebiet haben sich die „Kameraden“, dank des Einflusses ihres tüchtigen Führers, gut entwickelt. Es wurden mehrere MAX NEUMAYER Kraftfahrzeuge, Kaulbachstraße 82/86 (Nähe Siegestor) Telephon 33 8 23—24 OPEL/ STUDEBAKER Vertretung — Spezial«Reparaturwerkstätte Günstige Ratenzahlungen

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