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Das jüdische Echo · 1928-01-01 · 37 (1928) Richter und Narr · p. [Seite]

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Journal
Das jüdische Echo
Volume
Romanbeilage des Jüdischen Echo
Issue
37 (1928) Richter und Narr
Date
1928-01-01
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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ROMAN-BEILAGE DES „JÜDISCHEN ECHOS“ ] Y' Nr. 3l en d5sS>‘aMustvollein r; c'1,an 2Ü. Simsm Kfatt eine he%e rmen’ Beinen, u\ er war noch m: Sechuschtan hat "iden können. Ni (nie abwärts fre l sprengte er d aut und ze; lät*er> den Schäd :n liegend mit N chen Fuß emptii : dem Schwert a ibte Mann klapp machte nur no n; und einen dr n mit dem Dok at. Man hatte 5 te ein Kommani ere richteten si ust und Schulte s. Fast auf ein* ekeln auf. Simsi :r auch jetzt no< e von Schmutz j Augen waren d lenseiben gerad das Lächeln w chtan schwer at- 2 hörte man Rufe,: engeklirr. Die Sol-;; g, der Simson umsch erschien; ohne $ :h an irgendeinem Jj e Hauptmann be- >; ig von Regen und;; erden wir uns in nterbrach ihn sein ■ » kte er den Bissen; Lippen mit dem: ick auf Nechuscfi- : „Niederstecta1“ RICHTER UND NARR VON ALTALENA (Wladimir Jabotinsky) (Copyrigth by Meyer & Jessen, München) 25. Fortsetzung. Unmenschlich, wie noch nie im Leben, brüllte da Simson auf und stürzte sich mit der Brust gegen die Speere. Aber die Soldaten kannten ihr Handwerk gut: im gleichen Augenblick senkten sie alle zusammen ihre Speere mit den Spitzen zur Erde, und, über die Leiche des Zehentmannes stolpernd, fiel Simson mit dem Gesicht auf die Straße. Ein Dutzend Hände verkrallten sich in seinem Haar und drückten den Kopf an die Erde, während andere ihm die Füße banden. „Nicht zuziehen,“ sagte Achisch, „ihr werdet ihn gleich aufs Pferd setzen müssen.“ Als man ihn wieder umgedreht hatte, so daß das Gesicht nach oben gerichtet war, nahm Achisch einem Soldaten die Fackel aus der Hand, beleuchtete Simsons Gesicht und zugleich auch das seine. Durch den Staub und das Blut an der zerschlagenen Nase hindurch konnte man erkennen, daß Simson sehr bleich war; die Augen hatten sich unter die Brauen verkrochen, auf den Lippen war Schaum. Achisch lächelte. „Ihr habt aber doch auch gar keine Ordnung unter euch, Tajisch“, sagte er aus unbekanntem Grunde — und plötzlich zwinkerte er ihm mit einem Auge zu, ganz genau so, wie es ben-Perachia, der Wucherer aus Hebron, getan hatte. Dann ließ er das Pferd vorführen, überwachte selbst, wie man den Gefangenen daraufsetzte, und sagte zu dem Soldaten: „Unten nicht so zuziehen, du Schuft — du machst ja das Pferd zum Krüppel!“ Die Abteilung zog von neuem auf der Straße weiter, doch ging jetzt das Pferd Simsons vorneweg, gleich nach dem des Führers und seinem Gefolge; und es begann wieder leicht zu regnen. Sie befanden sich schon lange unterwegs; wie lange — darauf hatte Simson nicht geachtet. Alles in ihm war jetzt gelähmt; nicht einmal unwesentliche Gedanken kamen ihm in den Sinn. Vielleicht schlief er auch zeitweise; einmal war er sogar ganz bestimmt eingeschlafen,hatte dabei eine Senke, ein Panthergerippe und einen brennenden Reisighaufen erblickt; in der Senke, gerade auf das Feuer zu, ging ein Knabe mit hoch erhobenen Händen, und über ihm schwirrte eine Wolke kleiner, dunkler Bienen; er, Simson, saß am Abhang, und neben ihm ein Mädchen; und er konnte sich nicht entsinnen, wer der Knabe war, ob Jahir oder Gusch oder irgendein dritter, und er konnte das Gesicht des Mädchens durchaus nicht erkennen; als er es aber fast erkannt hatte, scheute plötzlich sein Pferd — und er erwachte. Das Pferd hatte wohl deshalb gescheut, weil irgendwo in der Ferne ein Gewitter niederging. Der Regen begann heftiger zu peitschen. In der Dunkelheit sah man, daß die Berge niedriger geworden waren und die Straße breiter — sie waren nicht mehr weit von der Ebene entfernt, dort aber lag Philistäa. Wieder ertönte Donner und wieder scheute das Pferd. Achischs Roß wurde sogar störrisch und schüttelte den Kopf; aber da schnalzte Achisch auf seine Art mit der Zunge, und beide Tiere beruhigten sich. „Sie fürchten nichts in der Welt,“ sagte Achisch zu seinem Gefolge, „außer dem Gewitter.“ Seine Hauptleute lachten. „Deine Rosse sind gar zu edel,“ sagte einer von ihnen, „unsere Gäule sind Bauernpack, dafür werden sie aber nicht scheu.“ Plötzlich nahm das Rauschen des Regens zu und veränderte sic'h. Simson war es, als hätte ihn jemand eine Handvoll groben Eissandes ins Gesicht geworfen; zahllose Hagelkörner schlugen knallend und klirrend gegen die Steine und Kupferhelme. Die Pferde schüttelten verzweifelt die Köpfe und versuchten umzukehren. Achisch fluchte, wobei er sowohl Baal-Sebub als auch Dagon mit bösen Worten bedachte, und gleichsam als Antwort auf seine Gotteslästerung öffnete der Himmel gerade über ihm seinen Feuerschlund, und drei Blitze gingen nach drei Seiten nieder. Achischs Pferd bäumte sich senkrecht auf und wieherte, auch Simsons Pferd wieherte, stob zur Seite und hätte fast den Soldaten zu Fall ge-

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