Das jüdische Echo
- Journal
- Das jüdische Echo
- Volume
- Romanbeilage des Jüdischen Echo
- Issue
- 33 (1928) Richter und Narr
- Date
- 1928-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 91% known words query
- IRI
…/9072829-9158276-9158540-9158527--12886-9081887- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
de^ Wasserspieau$ dem Bauern s der Eingebore, r.vom Kreuz her duschlos zog e us* h°b es auf dii e,sich zu beeilei l(E davon; zuers dann über Hüge >efand er sich be in der Nähe de ^steckte er sein* aach Hebron unc danach schmie lang Nechuschtai en aus dem To Kapitel oche e man, daß Philitt würde. An jene; Feindschaft und seit langem zwiimson eingestellt, filmt; über jeden einen von ihnen i mit Tadel, alle . Diesmal war es :kt zu schweigen :n. :ater machte sich [icktheit bemerktet, war schweigbesuchte häufiger ilchen und murwelche Beschwöhielt man sie in igestört und ach- >elbst Machbonai er reden sollte, t war, obwohl er war als früher, trwalter, zugleich in angesehensten mme hatte einen Befehlston. einigen im Süden en hatte-wußte a die Aufregung seine Spur doch tte bei Tagesanungeheuren Last nden Straße geortsetzung folgt; ROMAN-BEILAGE DES „JÜDISCHEN ECHOS« RICHTER UND NARR VON ALTALENA (Wladimir Jabotinsky) (Copyrigth by Meyer &. Jessen, München) 21. Fortsetzung Auch frühere Geheimnisse waren an den Tag gekommen. An der Meeresküste, eine Tagesreise südlich von Gaza, hatte man ein zerschelltes Schiff gefunden, man hatte einen der Ruderknechte eingefangen, und der hatte alles verraten. — Diese Spur führte wieder von Simson nach dem Lande Juda, und wieder war es das Eisen, das Geheimnis und das Unterpfand der Philistermacht. Jetzt aber kam zu Verlust und Gefahr auch noch Spott hinzu. Pflegten doch bereits Witzköpfe, wenn sie einen Menschen als verfressen bezeichnen wollten, zu sagen: dein Maul steht so weit offen wie das Eiserne Tor! Juda war sehr beunruhigt. Die Ältesten dieses Überlegsamen Stammes sahen schon lange dem gefährlichen Eisenhandel mit ängstlichen Blicken zu, doch wollten sie mit ihrem jungen Nachwuchs keinen Streit beginnen. Jetzt aber — so erzählten die Hausierer —■ hätten selbst die Jungen Angst bekommen. Am meisten beunruhige sie der Umstand, daß die Philister noch nicht die bei jedem Streit übliche Gesandtschaft geschickt hatten. In Judäa sprach man davon, daß schon zwei Zusammenkünfte aller fünf Sarane stattgefunden hätten, die eine in Gaza selbst, die zweite in Ekron... So verging etwa ein Monat. Da kam eines Nachts eine Negerin zu Simson, verneigte sich auf ausländische Art bis zur Erde und flüsterte: „Dalila, meine Herrin, bei der du jene Nacht verbrachtest, als das Unglück mit dem Tor Gazas geschah, entsendet dir ihren Gruß. Meine Herrin vergeht vor Sehnsucht nach dir und hat die Hauptstadt heimlich verlassen. Ihr Zelt steht jetzt in einer einsamen Gegend, im Tale Sorek, an einer Biegung des ausgetrockneten Baches.“ Simson sah sie aufmerksam an und antwortete: „Übernachte hier.“ Er selbst konnte in dieser Nacht lange nicht einschlafen. Es kam ihm der Gedanke, daß dies eine Falle sein könnte, aber nicht das war es, was ihn am Schlafen hinderte. Er hatte Dalila fast gänzlich vergessen; jetzt erwachte plötzlich die ganze Glut jener sonderbaren nächtlichen Stunde in seiner Erinnerung. Sei es, daß Dalilas Zärtlichkeit so verschieden war von der kühischen Ergebenheit, von der kreischenden Gier seiner eingeborenen Kebsweiber, sei es, daß ihre Augen und Haare und vielleicht noch etwas, was allen philistäischen Frauen gemeinsam war, ihn an jene sieben Nächte in Timnata erinnerte — jedenfalls zog es ihn zu diesem Weib hin. Eine Falle? Undenkbar. — Sie hatte ihn ja selbst gerettet; auch fürchtete er sich nicht vor Fallen. „Teile deiner Herrin mit, daß ich kommen werde“, sagte er am Morgen zu der Äthiopierin. Am dritten Tag begab er sich allein in das Tal Sorek. An einem ausgetrockneten Bach stand ein großes Zelt, wie er es noch nie gesehen hatte, mit Fenstern, die durch Schleierstoffe verdeckt waren, und bunten Vorhängen am Eingang. Dort verbrachte Simson sieben Tage und sieben Nächte, fast ohne das Zelt zu verlassen. Drei Wochen Ruhe und Glück hatte Simson das Leben beschert — eine in Timnata, eine in der Oase des Rechabiters Eiion, und die letzte hier. Das Weib bildete keine Seltenheit im Leben Simsons. In Dan, dem Lande seines Narisäertums, hielt er sich allerdings auch von diesem Rausch fern; aber in Philistäa warteten die Töchter, Schwestern und Frauen der Eingeborenen nur auf seinen Wink, und das waren häufig Frauen der schönsten Rassen Kanaans. Er war gewohnt, sich für übersättigt zu halten. Erst jetzt begriff er, wie sehr er ausgehungert war. Er trank gern aus gehämmertem Becher, nicht aus der Tonschale, selbst wenn es das gleiche Getränk war; darum liebte er ja die Lebensweise der Philister. In diesem Bereich aber hatte es bis jetzt nur die Tonschale gegeben. Zwar war Semadar ein feiner silberner Becher gewesen, auch Ednah