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Das jüdische Echo · 1928-01-01 · 29 (1928) Richter und Narr · p. [Seite]

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Journal
Das jüdische Echo
Volume
Romanbeilage des Jüdischen Echo
Issue
29 (1928) Richter und Narr
Date
1928-01-01
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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ROMAN-BEILAGE DES „JÜDISCHEN ECHOS“ u verprügelt Erschaff in t schrien djf eine Beratun; 1 s°Ue sich j auf allen Str ®> daß weg wenig Pfe ire, gegen Ta. t entsenden, ntn F Gleicht irgend-1 »gen. Von Zeit | Gruppe etwas I -h mit Bergam f n von dort die I i gebrochen. I Handrücken - I Knochen waren f enker berieten l; en. Er machte / strengte sein \ . nerte sich, daß j *ar sie jetzt? i en um ihn her-j' er sie. Amtar- 1 und hatte den ■ e Knie gelegt. f? •, beide Frauen; wuchtend. ßerf Blick seiner! esicht wie imslos. Sie nickte | m deutlich, ob- * :: „Schweig/' * t Nacht die Verc urde; doch ge- .; bis zum Son- und ohnmäch- 7 ingeheuerlichen 4 vom Geschrei * Menschen endj;re Leichen auf ,;n — jene des t h drei mit zer- , nd jemand auf J r, aus Bergams | Schlösser einige | ölen. Bergams j; Einvernehmen j enjungen, ja so- * n Eingeborenen 1 zertrümmerten , usgerät, verget ,rtsetzung f*t) | I RICHTER UND NARR VON ALTALENA (Wladimir Jabotinsky) (Copyrigth by Meyer &. Jessen, München 17. Fortsetzung. Im letzten Dämmern des Bewußtseins hörte Bergam, die nackten Fersen über dem Feuer windend, das ohrenzerreißende Geschrei Elinoars. Man plagte sich mit ihm bereits ohne jegliche Hoffnung, irgend etwas zu erfahren, sondern einfach zum Zeitvertreib. Vor Tagesanbruch, bereits von den Anhöhen herabkommend, erblickte Simson in der Richtung Timnatas eine Feuersäule. Er war erstaunt, begriff jedoch nicht, bis er schließlich auf halbem Wege nach Zora einen flüchtigen Sklaven aufgriff und durch ihn den Untergang von Bergams Haus mit Frauen, Töchtern und Gesinde erfuhr. Viel greller und höher aber loderte die Feuersäule, die über Timnata drei Nächte später aufstieg. Von zehn Enden zu gleicher Zeit flammten die Weinberge, Heuschober und Getreideschuppen auf. Später erzählten sich die Leute, daß ganze Scharen von Schakalen, Büschel brennenden Werges an den Schwänzen, vor Entsetzen und Schmerz heulend, den Brand durch Felder und Gärten getragen hätten. Doch war das wahrscheinlich nur eine Erfindung, wohl wegen des Spitznamens, den man schon vor langer Zeit den Kameraden Simsons gegeben hatte. In jener Nacht blies wieder ein heftiger Wind. Alsbald flammten die Vorstadtvillen der Edelleute auf, als erstes das Haus Achturs. Dann begann auch in der Stadt das Philisterviertel zu brennen, wo es mehr Holz gab als in den Lehmhütten der Eingeborenen. Die Städter drängten sich am Südtor zusammen und wiederholten das Gerücht von dem Gemetzel, das angeblich in den Gütern stattfand. Irgend jemand rief, daß aus dem Nordviertel die Eingeborenen anrückten, die Stadthäuser plünderten und auf Kinder und Frauen Jagd machten... Lange schon, seit der Zeit des ägyptischen Krieges, hatte Philistäa keine solche Zerstörung gesehen. Meilenweit im Umkreis, in Geser, Ekron, Gath, Eschtaol und Modin, standen die Einwohner, durch die Nachtwächter geweckt, auf den Dächern und sahen in die Richtung von Timnata. Weit hinter Aja- Ion, in den tiefen Schluchten drängten sich die halbnackten, nach Ziegenbock stinkenden Jebussiter, freuten sich des seltenen Schauspiels und versuchten zu erraten, was geschehen sein mochte. Auf den südlichen Bergen streckten die vorsichtigen Kinder Judas ihre dürren Hälse und erörterten beunruhigt die Frage, ob sich aus diesem sonderbaren Ereignis nicht Unannehmlichkeiten für ihren eigenen Stamm ergeben könnten, obwohl er weit abseits wohnte und sich in nichts einmischte. In Zora, in dem Hof an der Stadtmauer, in dem engen kleinen Götzentempel, saßen zwei Frauen auf der Erde; die ältere flüsterte Beschwörungen und schlug sich gegen die Brust, die jüngere, fast ganz verdeckt von ihrem offenen schwarzen Haar, blaß und traurig, schwieg mit zusammengepreßten Lippen und blickte vor sich hin ins Unbestimmte. Siebzehntes Kapitel In der Wüste Lange Zeit noch, fast bis zu den großen Regengüssen, mußte Philistäa für den Tod Semadars und Bergams büßen. Am ganzen östlichen Rande der Ekroner Tyrannie begannen Unruhen unter den Eingeborenen. Mit ausgerenkten Beinen, zuweilen auch mit geschundener, in Fetzen herabhängender Haut hängte man sie an die Bäume an den Straßen. Berittene Abteilungen und Fußvolk strichen durch die Randgebiete, metzelten die Fremdstämmigen nieder und belästigten die Blutsbrüder, die jungen Heeresführer schielten erbost nach der Richtung von Zora hinüber. Die Brandgeschädigten von Timnata gingen alle zusammen nach Ekron und forderten einen Feldzug gegen Dan; aber der beredsame Achtur befand sich bereits nicht mehr unter ihnen, und so gelang es ihnen nicht, die Volksversammlung zu überreden. Immerhin fand in Gath aus dem gleichen Anlaß eine Zusammenkunft aller fünf Sarane statt: aber nachdem sie sich eine Zeitlang besprochen hatten, kamen sie aus allgemein politischen Erwägungen zu der Entscheidung, daß ein Krieg jetzt nicht erwünscht wäre.

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