Das jüdische Echo
- Journal
- Das jüdische Echo
- Volume
- Romanbeilage des Jüdischen Echo
- Issue
- 22 (1928) Richter und Narr
- Date
- 1928-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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V i wie er- * en zur Seite, 1 es waren I hr: Eine Mi- I nieder einen n wieder und * ltten in einer ,der dunkler efike her ka- 1 ^en. Das er- I zu Simson anchmalÄhn- . Brummen 1 erte das Mäd- 5 Arm schmie- ' man sah es * r. ht neben dem I sah man, wie trügen Bewenitten zusamch lauter, wie I der Schwarm •e, wich dann sahen sie den f dem Gesicht mmengepreßi lit den Ho nigerhoben. Die ( ::im, bedeckm, aber man i Hände oder deiche Weise, | vieder zurück, j. iick zum Bieüfen. die tibri- - ber. Der war )m Feuer entisterte im löschten Zweiötzlich beugte m Anlauf und § iter einem Men ein Schweif es Feuers beie Beute und | [ilflos und unm ihrem ausinoar klatschte i b selbst oder tenden Waben Kopftuch wik- | :r noch blaß, i her und rieb f [Setzung folgt) * ROMAN-BEILAGE DES „JÜDISCHEN ECHOS“ RICHTER UND NARR VON ALTALENA (Wladimir Jabotinsky) (Copyrigth by Meyer & Jessen, München) 10. Fortsetzung „Eine hat mich gebissen,“ sagte er weinerlich, „im letzten Augenblick, als ich schon zum Feuer lief.“ Auf dem Rückwege war Elinoar außerordentlich erregt. Sie unterhielt sich ununterbrochen mit Nechuschtan und lobte jede Einzelheit seiner Tat, doch wurde er nur schüchtern und schwieg. Schließlich ließ sie ihn in Frieden und wandte sich nach ein paar Minuten des Schweigens plötzlich an Simson: „Tajisch... du bist mir doch nicht böse, daß ich dich so nenne? Ich bin es gewohnt.“ Er nickte. „Tajisch, gib doch heute beim Schmaus unseren Jungen ein Rätsel auf. Weißt du welches? Du selbst sagtest es vorhin: Aus dem Grausamen kam Süßes.“ „Betrifft das die Philister?“ „0 nein! Den Panther und diesen Honig. Sie werden es um keinen Preis erraten!“ Simson machte eine verlegene Handbewegung. „Solange meine Eltern hier sind“, sagte er, „kann ich nicht gut Rätsel aufgeben.“ Schon wollte er ihr den wahren Grund erklären, ihr von seinem Narisäer-Gelübde erzählen, überlegte es sich aber anders und fand eine andere Begründung: „Es ist in Dan nicht üblich, daß der Sohn angesichts des Vaters und der Mutter scherze.“ „Schade“, sagte sie nach einer Weile. „Ich habe soviel davon gehört, was für ein Spaßmacher du beim Zechen bist. Ich hatte gehofft, mich diese sieben Tage auch ein wenig vergnügen zu können. Es ist bei uns so langweilig... Werden denn deine Eltern bis zum Schluß der Hochzeitsfeierlichkeiten in Timnata bleiben?“ „Sie werden solange bleiben als sie wollen“, sagte er kurz. „Wer ist dieser Händler ben-Schuni,“ fragte sie nach einer neuen Pause, „der mit euch aus Zora gekommen ist? Ich kenne ihn — Semadar und ich sind ihm einmal auf diesem selben Wege begegnet Früher meinte ich, er sei der älteste Diener. Aber er steht bei deinen Eltern offenbar hoch in Ehren — insbesondere bei deiner Mutter.“ „Doch nicht bei mir“, brummte Simson. Elinoar erwiderte nichts. Sie befanden sich schon in Blickweite der ersten Häuser von Timnata. „Leb wohl,“' sagte sie stehenbleibend, „ich werde durch die Weinberge nach Hause gehen, sonst wird die Ausfragerei kein Ende nehmen, wo ich gewesen sei.“ Und errötend fragte sie mit Flüsterstimme: „Bist du mir nicht mehr böse, Tajisch?“ Simson lachte herzlich: „Wir werden noch große Freunde werden, Elinoar“, sagte er, ihr den Kopf streichelnd. „Wir werden es!“ antwortete sie mit besonders tiefer Stimme, die er nicht beachtete, denn es war ihm schließlich nicht um sie zu tun. Als sie in dem staubigen Laub verschwunden war, gesellte sich Nechuschtan ihm zur Seite. Sein Nacken war stark geschwollen, und er schien überhaupt nicht guter Laune zu sein. „Es wird aus ihr noch ein nettes Mädchen werden“, sagte Simson vor sich hin. „Eine Natter wird aus ihr werden“, murmelte der Knabe, aber Simson hörte es nicht. Als Elinoar schon weit hinter den Weinbergen war, warf sie sich plötzlich mit dem Gesicht auf den Weg und begann bitter zu weinen, indem sie die Hände in den staubigen harten Lehm krallte. Zehntes Kapitel Elinoar bei der Arbeit So kam es, daß Simson noch am gleichen Abend den philistäischen Jünglingen das berühmte Rätsel aufgab, mit dem eine neue und blutige Wendung in den Beziehungen der beiden Eroberervölker Kanaans eintrat. Die Trauung war beendet. Simson saß beim Schmaus gesittet da, aß wenig und trank nichts. Semadar, die den Wein einschenkte, reichte ihm kein einziges Mal den Becher — hatte doch der vorsorgliche Machbonai ben- Schuni, der ganz unauffällig das Amt des Hauptfestordners auf sich genommen hatte, «