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Das jüdische Echo · 1928-12-14 · 50 (14.12.1928) · p. Seite 801

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Journal
Das jüdische Echo
Volume
15 (1928)
Issue
50 (14.12.1928)
Date
1928-12-14
Page
Seite 801 (sequence 9)
Language
German
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Nr. 50 Das Jüdische Echo 801 tor Siegmund Kandars, Dr. Josef Oicho, Regierungsrat Dr. Herrmann Oppenheim, Wolf Pappenheim (Agudas Jisroel), Kommerzialrat Max Reif, Richard Bettelheim (Vertreter des Hauses Rothschild in der Kehilah), Börsenrat Ignatz Gluck, Isidor Pollak, Michael Sternfeld, Bernhard Altmann, David Dehan, Kommerzienrat Bernhard Buchwald, Emil Engel, Dr. Jakob Deutsch. Die zionistische Liste vereinigte auf sich 5837 Stimmen; es wurden gewählt: Dr. Desider Friedmann, Dr. Josef Löwenberg, Dr. Leo Goldhammer, Dr. Jakob Ehrlich, Moses Rath, Kommerzienrat Max Markus, Dr. Isidor Klaber, Dr. Ignatz H. Körner, Dr. Saul Beer, Joseph M. Waltuch, Univ.- Prof. Dr. Bernhard Geiger. Ein Mandat ist noch -zwischen der Union und den Zionisten strittig. Auf der Liste der „Werktätigen Juden“ wurden 2899 Stimmen abgegeben; es wurden gewählt: Gustav Meritz, Dr. Rudolf Glanz, Adolf Reich, Wilhelm Hirschfeld, Mendel Singer. Die Liste des Misrachi brachte es auf 786 Stimmen: gewählt wurde Herr Viktor Bauminger. Auf der Liste der „Unpolitischen religiösen Wahlvereinigung“ (758 Stimmen) wurde Dr. Leo Landau gewählt. Leon Kellner gestorben Wien, 6. Dezember. (JTA.) Am Mittwoch, dem 5. Dezember, verstarb in Wien an Herzschlag im 70. Lebensjahre der hervorragende Anglist und Shakespeare-Forscher, Universitätsprofessor Dr. Leon Kellner. Leon Kellner wurde im Jahre 1859 in Tarnow (Westgalizien) als Kind einer frommen jüdischen Familie geboren. Er studierte englische Sprachwissenschaft und Literatur an den Universitäten Wien und Breslau. In Breslau besuchte er auch das Jüdische Theologische Seminar. 1900 habilitierte er sich als Privatdozent für englische Sprache und Literatur an der Wiener Universität. 1904 wurde er außerordentlicher, später ordentlicher Professor für englische Sprache und Literaturgeschichte an der Universität Czernowitz, wo er auch einige Jahre hindurch das Bukowinaer Judentum im Landtag vertrat. Er war in den letzten Jahren der englische Sekretär des Bundespräsidenten Dr. Michael Hainisch, mit dem ihn von früher her Freundschaft verband. Leon Kellner verfaßte eine große Reihe Schriften zur englischen Sprachforschung. In weiteren Leserkreisen bekannt wurden u. a. seine grundlegenden Werke „Shakespeare“ (1900), „Geschichte der englischen Literatur im Zeitalter der Königin Viktoria“, „Geschichte der nordamerikanischen Literatur“ u. a. m. Leon Kellner fühlte sich Zeit seines Lebens mit Judentum und Palästina eng verbunden. Er schloß sich schon in seiner Jugend der Chowewe-Zion- Bewegung an, und als dann Theodor Herzl seinen „Judenstaat“ veröffentlichte und damit die Bewegung des politischen Zionismus einleitete, schloß sich ihm Leon Kellner an und arbeitete mehrere Jahre an seiner Seite. Eine Zeitlang redigierte Kellner das von Herzl begründete Zentralorgan der zionistischen Bewegung „Die Welt“. Ihm, der zum engsten Freundeskreise Herzls ge- Wie denken Sie über eine Haustrink-Kur? Haben Sie schon beobachtet, daß die herrliche Erholung ihres Sommerurlaubs jetzt wieder den zermürbten Einflüssen des Alltags ausgesetzt ist? Möchten Sie nicht, daß Ihr körperliches Befinden immer gesund und frisch bleibt? Ganz bestimmt ist es Ihrer Gesundheit dienlich, einen heilkräftigen Mineralbrunnen zu trinken. Er hat ja nicM allein die Eigenschaft zu heilen, sondern vor allem auch, den vielen Krankheiten vorzubeugen... und das ist doch ein vernünftiger Grund, ihn regelmäßig zu trinken. Machen Sie eine Haustrink-Kur mit Adelholzener Primusquelle Unter Echtheitsgarantie erhalten Sie den an der frischen Quelle abgefüllten Brunnen frei Haus von der Mineralwasser-Großhandlung OTTO PACHMAYR, G. nt. b. H., MÜNCHEN Theresienstraße 33 Bitte, rufen Sie 27 4 71 oder 27473 hörte, fiel nach Herzls Tod die Aufgabe zu, die „Zionistischen Schriften“ Herzls herauszugeben. 1920 gab Kellner eine Biographie Herzls heraus. Seit Herzls Tod trat er in der Bewegung nicht mehr stark hervor. Bernhard Baron 78 Jahre alt 40 Millionen Mark für Wohlfahrtszwecke London, 6. Dezember. (JTA.) Herr Bernhard Baron, der berühmte jüdische Philanthrop, feierte am Mittwoch, dem 5. Dezember, den 78. Geburtstag. Er schenkte — wie alljährlich an seinem Geburtstage — jedem der 3000 Angestellten der Firma Carreras, Limited, deren Inhaber er ist, einen Wochenlohn. An seinem 78. Geburtstag machte der Bernhard-Baron-Wohlfahrtstrust für Hospitäler und Asyle für Waisen und verkrüppelte Kinder seine ersten Zuwendungen an etwa 200 Institutionen in der Gesamthöhe von 36 000 Pfund. Für diesen Trust, dessen Vorsitzender der Marquis Reading ist, hat Herr Baron bekanntlich 575 000 Pfund in vierprozentiger konsolidierter Anleihe gestiftet. Bis heute hat Herr Baron für Wohlfahrtszwecke rund 2 Millionen Pfund gestiftet, davon einen gewissen Teil für speziell jüdische Wohlfahrtszwecke. Außerdem spendete er größere Summen für Palästinazwecke (Hebräische Universität und Keren Hajessod). Eine neue große Palästina-Kolonisationsgesellschaft aus Nichtzionisten gebildet London, 5. Dezember. (JTA.) Aus den Kreisen der vor kurzem in Neuyork stattgefundenen Konferenz der Nichtzionisten hat sich eine neue Gesellschaft für Kolonisationsarbeit in Palästina unter dem Namen „Palestine Colonisation Corporation“ gebildet. Das Programm der Gesellschaft basiert auf den Empfehlungen der Joint Palestine Survey Commission. Treibt Turnen und Sport im Bar-Hochba

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