Das jüdische Echo
- Journal
- Das jüdische Echo
- Volume
- 15 (1928)
- Issue
- 47 (23.11.1928)
- Date
- 1928-11-23
- Page
- Seite 753 (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 47 Das Jüdische Echo 755 wenig undankbar der Gemeinde gegenüber, den Lessing-Saal zum Ausgangspunkt einer Polemik zu machen. Die anderen Forderungen seien — so weit ihnen nicht schon Genüge getan sei — berechtigt; man müsse aber konkrete Vorschläge machen, damit die Gemeinde sie erfüllen könne. Im übrigen danke er den Versammelten für das Vertrauensvotum, das ihm dieser Abend im wesentlichen bedeute. Der reiche Beifall bezeugte, welch großes Interesse, besonders von seiten der Ostjuden den Ausführungen Dr. Straus’ entgegengebracht wurde. Bedauerlich bleibt, daß seine Anregung — Wünsche vorzutragen — so wenig Anklang fand. Es wäre Aufgabe der anwesenden Vertreter der Ostjuden gewesen, ihren Wählern gegenüber sich darüber auszusprechen, was sie eigentlich erreichen wollen und wie sie sich ihre Arbeit in der Gemeinde vorstellen. Mit keinem Wort wurde erwähnt, daß die jüdische Volksschule noch immer ein Privatinstitut ist, mit keinem Wort wurde die Übernahme durch die Gemeinde gefordert, mit keinem Wort wurde die Uneinigkeit der vielen kleinen Betsaalvereine erwähnt und Vorschläge zu ihrer Einigung gemacht. Unsere Jugend ist absolut nicht so demoralisiert wie Herr Löwy glaubt, man stelle ihr einmal geeignete Lehrer zur Verfügung und geeignete Räume, dann wird sie auch Thora lernen. Wir fcjrauchen gewiß gemeindliche Vorträge, speziell für die ostjüdische Jugend, aber man vernachlässige auch nicht ihre körperliche Ausbildung. Gerade der Sport ist ein geeignetes Mittel, um die Annäherung von Ost- und Westjuden zu fördern; denn aus der Sportgemeinschaft kann leicht eine Geistesgemeinschaft sich bilden. Man gebe endlich dem Bar Kochba die gemeindliche Anerkennung, die ihm als dem einzigen jüdischen Turn- und Sport-Verein und größten jüdischen Jugendverein Münchens gebührt. Man verschaffe ihm einen Turnsaal und die finanziellen Möglichkeiten und man wird von seinen Erfolgen überrascht sein. Georg Gidalewitsch. Religiöse Vorträge in der Gemeinde In den kommenden Monaten sollen in der Hauptsynagoge religiöse Vorträge, umrahmt von musikalischen Darbietungen, stattfinden. Den ersten Vortrag wird Rabbiner Dr. Baerwald am Sonntag, dem 25. November, 17 Uhr, über „Das Buch vom Menschenleid (Hiob)“ halten. Der Chor des jüdischen Gesangvereins wird aus der großen, mehrere Nummern umfassenden Komposition des Psalmes 42 von Mendelssohn einige Stücke zum Vortrag bringen. Zur solistischen Mitwirkung haben sich Frau Sonja Ziegler (Sopran) und Herr Benno Sarsky (Violine) bereit erklärt. Näheres siehe Inserat. Die Synagoge ist geheizt. Eintritt für jedermann frei. Den nächsten Vortrag wird voraussichtlich Rabbiner Dr. Freudenthal (Nürnberg) im Januar über das Thema: „Der Stimmungsgehalt der Psalmen“ halten. Lehrkurse der Israelit. Kultusgemeinde München Programm im November und Dezember 1928 Dr. Willy Meyer (Nürnberg): „Spinoza“. 1. Abend: „Lebensgeschichte“ am 28. November; 2. Abend: „Gottesbegriff“ am 19. Dezember, 20.15 Uhr, im Lessingsaal, Herzog-Rudolf-Straße 1 (Rückgeb.). Eintritt frei. (Weitere drei Abende folgen im Januar und Februar 1929.) Wochenprogramm der V.J.St. Jordania. Montag: 7.15 Fuxenkurs in der Kneipe, off. Dienstag: 7.30 Turnen Luisenschule, off. Mittwoch: 8.15 Burschenkurs, anschließend Konvent, off. F r e i t a g abend inoff. Zusammenkunft in der Kneipe: Aussprache über Kartellfragen. Bar Kochba. Der Turn- und Sportbetrieb in allen Abteilungen ist sehr rege. Doch vermissen wir noch eine Anzahl unserer älteren Mitglieder, insbesondere die Alten Herren. Da die uns zur Verfügung stehende Halle an der Luisenschule sich für unseren Sportbetrieb zu beschränkt erweist, pflegen wir Verhandlungen, eine Sporthalle zu erhalten, welche auch unseren Ansprüchen genügt. Die geselligen Abende werden in absehbarer Zeit wieder beginnen; hoffen wir, daß unsere Mitglieder zahlreich daran teilnehmen werden! Bar Kochba. Sportabteilung. Wir machen unsere Leichtathleten auf den jeweils am Dienstag stattfindenden Trainingsabend (Luisenschule) und den am Donnerstag, abends 8 Uhr, stattfindenden Waldlauf aufmerksam. Umkleideraum ist das Nebenzimmer der Gastwirtschaft „Paschquelle“, Roecklplatz, eine Haltestelle nach dem Baldeplatz (Linie 30). Die Verbandshandballwettspiele sind zu Ende. Wir konnten in der A-Klasse den zweiten Platz mit bloß einem Punkt hinter Postsportverein belegen. Sollte unserem bewußten Protest stattge- Akkorde von größter Zartheit zum mächtigen Choral anschwellen und wieder verklingen zu lassen, das ist der Ausdrucksfähigkeit des Harmoniums Vorbehalten. Schon rein äußerlich entspricht diesem Toncharakter die einfache, aber architektonisch vornehme Linienführung der Hofberg Harmoniums Der gute Klang, den der Name Hofberg in der gesamten Musikwelt besitzt, wie dieTatsache,da£ bisher über 25000 Instrumente geliefert wurden, bürgt außerdem für die hohe tonliche Vollendung der Hofberg Harmoniums. Als alleinige Niederlage können wir viele besonders ausgewählteModelle zu zeitgemäßen Bedingungen liefern. Pianohaus Hirsch am Sendlingerforplafz MÜNCHEN / Lindwurm*tra6e 1