Das jüdische Echo
- Journal
- Das jüdische Echo
- Volume
- 15 (1928)
- Issue
- 43 (26.10.1928)
- Date
- 1928-10-26
- Page
- Seite 690 (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
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690 Das Jüdische Echo Nr. 43 Lehrkurse der Israelitischen Kultusgemeinde München JHLerkulessaal (Eingang Residenzstr,) Montag, den 5. November, und Donnerstag, den 8. November, abends 20 15 Uhr UniversitätsprofessorDr. Fritz Strich „Die jüdischen Dichter in der modernen deutschen Literatur“ Eintrittspreise: Numerierter Sitzplatz RM. 2.— Saalkarte RM. 1.— / Kategoriekarte RM. —50 Vorverkauf ab 29. Oktober: Kanzlei der Israel. Kultusgemeinde, Ewer-Buchhandlung, Ottostraße 2 und Konzertbüro Bauer, Maximilianstraße 5 Der ägyptisch-palästinische Handelsvertrag ratifiziert Kairo, 16. Oktober. (JTA.) Der König von Ägypten hat einen ägyptisch-palästinischen Handelsvertrag ratifiziert, nach dem die aus Palästina nach Ägypten eingeführten landwirtschaftlichen und industriellen Produkte — sowohl diejenigen, die für den Verkauf in Ägypten bestimmt sind, als diejenigen, die im Transithandel durch Ägypten in andere Länder gehen — einem Vorzugstarif unterliegen. Besondere Bestimmungen sind für den palästinischen Tabak getroffen. In dem Traktat genießt Palästina nicht diejenigen Privilegien, die die ägyptische Regierung den Waren aus dem Sudan zuerkennt, wie anderseits Ägypten nicht diejenigen Bevorzugungen bewilligt sind, die die palästinische Regierung den Produkten aus Syrien gewährt. 600 Einwandererzertifikate für Palästina Jerusalem, 22. Oktober. (JTA.) Die Regierung hat soeben 600 Einwandererzertifikate, darunter 100 für Frauen, für jüdische Einwanderer ausgegeben. Die Zertifikate gelten für die nächsten sechs Monate, wobei bemerkt wird, daß die männlichen Einwanderer das Recht haben, ihre Frauen und Kinder mit nach Palästina zu bringen. Gemeinden- und Vereins-Echo Lehrkurse der Israelitischen Kultusgemeinde München. Programm im November und Dezember 1928 I. Universitätsprofessor Dr. Fritz Strich : „Die jüdischen Dichter in der modernen deutschen Literatur.“ Am 5. und 8. November, 20.15 Uhr, im Herkulessaal der Residenz (Eingang Residenzstraße). Num. Sitzplatz 2 RM., Saalkarte 1 RM., Kategoriekarte 50 Rpf. II. Kustos Dr. Karl Schwarz (Berlin): „Die vier großen jüdischen Impressionisten P i s - saro, Israels, Liebermann, U r y.“ Vortrag mit Lichtbildern am 21. November, 20.15 Uhr, im Lessingsaal, Herzog-Rudolf-Straße 1, Rückgeb. Num. Sitzplatz 1 RM., Saalkarte 60 Rpf., Kategorienkarte 30 Rpf. Dr. Willy Meyer (Nürnberg): „Spinoza.“ 1. Abend: „Lebensgeschichte“ am 28. November: 2. Abend: „Gottesbegriff“ am 19. Dezember, 20.15 Uhr, im Lessingsaal, Herzog-Rudolf-Straße 1 (Rückgeb.). Eintritt frei. (Weitere drei Abende folgen im Januar und Februar 1929.) Bar Kochba München. Wie bereits an dieser Stelle mitgeteilt, findet am Mittwoch, 31. d. M., abends 8 Uhr, im Saale 3 des Kreuzbräu, Brunnstraße, die diesjährige ordentliche Generalversammlung mit folgender Tagesordnung statt: 1. Bericht des Vorstands. 2. Bericht der Abteilungsleiter. 3. Bericht des Kassiers. 4. Entlastung. 5. Neuwahlen. 6. Anträge. 7. Verschiedenes. Handball. Postsportverein : Bar Kochba 3:3 (0:1). Bei diesem Treffen verließ Bar Kochba wegen dauernder, offensichtlicher Benachteiligung durch den Schiedsrichter unter Protest das Spielfeld. Gleichzeitig sandte die Handbaileitung an den Vorsitzenden des Handballkreises Südbayern ein Schreiben, in dem gegen die Gültigkeit des Spiels protestiert und das Verbandsgericht zur Entscheidung angerufen wird. Über das Spiel selbst hat bereits die Tagespresse berichtet. Bis zur Pause konnte Bar Kochba durch Schneuer in Führung gehen, um nach der Halbzeit den Vorsprung durch Eisenmann auf 2:0 und einige Minuten später durch Schuster auf 3:0 zu erhöhen. Damit schien die Niederlage des Postsportvereins besiegelt zu sein. Doch die letzten Minuten konnte der Postsportverein durch dauernde Regelverstöße des Schiedsrichters 2 Tore aufholen und kam dadurch zu billigen Torehren. Der Ausgleich kam auf eine noch nie dagewesene Art zustande. Während die reguläre Spielzeit bereits abgelaufen war, verhängte der „Unparteiische“ einen Strafwurf. Bei dieser Gelegenheit benachteiligte der Schiedsrichter in unsportlicher Weise, indem er den Wurf wiederholen ließ, obwohl der Torwart den Ball etwa 30 Meter hinter dem Tor holte, denselben ins Spielfeld zurückwarf und bei Ausführung des Strafwurfes erst im Begriff war, den Torraum zu beschreiten, so daß Postsportverein ins leere Tor warf und die Partie gleichstellte. Darauf erklärte der Schiedsrichter das Spiel beendet. Bar Kochba legte sofort dagegen Protest ein und verließ das Spielfeld, ohne an den üblichen Sportrufen sich zu beteiligen. Bar Kochba, München. Am Sonntag ist vorm, ab 10 Uhr allgemeines Leichtathletik- und Handballtraining. Alle Aktiven haben zu erscheinen. Im übrigen spielt unsere 2. Mannschaft gegen D.S.V. 111 vorm. 9.30 Uhr auf dem Sportplatz an der Säbener Straße. Der jüdische Kindergarten, Herzog - Rudolf- Straße 5/0, ist geöffnet: Montag, Dienstag, Donnerstag, Freitag von 9.30 bis 12 Uhr, und Mittwoch nachmittag von 3.30 bis 6 Uhr. Es kommen täglich 15 Kinder zu uns. Es können noch 5 Kinder aufgenommen werden. Das Honorar beträgt monatlich RM. 12.—. Anmeldungen während der Spielstunden in der Herzog-Rudolf-Straße 5. Außerdem wird auf einen Kinderspielkreis am Nachmittag in Schwabing aufmerksam gemacht, zu dem ebenfalls noch einige Kinder aufgenommen werden können. Näheres unter Tel. Nr. 33 9 77. Jüdischer Kulturverein J. L. Perez, München. Heute, Samstag, den 27. Oktober 1928, abends 8.15 Uhr, spricht Herr stud. phil. R. Katz im Lessingsaal (Herzog-Rudolf-Straße 1/0 R.), über das Thema: „Seit wann ist Hebräisch nicht mehr die Umgangssprache des