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Das jüdische Echo · 1928-10-26 · 43 (26.10.1928) · p. Seite 684

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Journal
Das jüdische Echo
Volume
15 (1928)
Issue
43 (26.10.1928)
Date
1928-10-26
Page
Seite 684 (sequence 8)
Language
German
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684 Das Jüdische Echo Nr. 43 Der Applaus nach diesen Worten, die offenbar der ganzen Versammlung aus dem Herzen gesprochen waren, schien nicht enden zu wollen. Schließlich ergriff noch Herr Kurt Blumenfeld (Berlin) vom Präsidium des deutschen Keren Hajessod das Wort, um in eindringlicher Rede die Notwendigkeit des jüdischen Aufbaues in Palästina als der einzigen grundlegenden Antwort auf die dringenden Fragen des jüdischen Lebens darzulegen und die Notwendigkeit der Beteiligung aller Juden an diesem Werke nachzuweisen. Auch ihm dankte die Versammlung mit langem Beifall, und so ist anzunehmen, daß dieser Abend dazu beigetragen hat, der Palästinasache in München neue Freunde und Förderer zu gewinnen, eine jüdische Einheitsfront für den Aufbau Palästinas zu bilden. * * * Ein Bericht über den ebenfalls glänzend verlaufenen Nürnberger Wedgwood-Abend folgt in der nächsten Nummer. Der Verlauf der „neutralen“ Palästinakonferenz Neuyork, 22. Oktober. (JTA.) Am Samstag, dem 20. Oktober, abends, begann im Ambassadore-Hotel in Neuyork die Konferenz der amerikanischen Nichtzionisten mit dem Ziele, über die Erweiterung der im Palästina-Mandat vorgesehenen Jewish Agency sowie über die Aufstellung eines Planes und eines Budgets für den Palästina-Aufbau zu beraten und Beschlüsse zu fassen. Zu den Beratungen fanden sich ungefähr 400 jüdische Teilnehmer aus den Vereinigten Staaten als Delegierte verschiedener jüdischer Gruppen ein. Den Vorsitz führte Louis Marshall, der in seiner Eröffnungsansprache über die Vorgeschichte der heutigen Konferenz referierte, eine Analyse des Berichtes und der Vorschläge der Joint Palestine Survey Commission und der Beschlüsse der Berliner Tagung des Zionistischen Aktions-Komitees gab. Er gelangte zu folgendem Ergebnis: Die Differenzen, die sich scheinbar zwischen den Vorschlägen der Joint Palestine Survey Commission und den Beschlüssen des Zionistischen Aktions-Komitees ergaben, sind zu einem großen Teil auf Mißverständnisse zurückzuführen. Im wesentlichen besteht über die Hauptziele Übereinstimmung. Marshall betonte ausdrücklich, daß die Nichtzion!jsten für vermehrte Einwanderung jüdischer Elemente nach Palästina sind. Keineswegs stehen die Nichtzionisten in irgendeiner Gegnerschaft zum Jüdischen Nationalfonds. Ferner versicherte Louis Deutsche Itfeuwäscherei G.m.b.H. FEL,IX BRANDXER * MÜNCHEN Thierschstraße 21 Telefon Nr. 2370b Spezial-Dampfwaschanstalt für Herren-Plättwäsche nur Kragen, Manschetten, Vorhemden und Oberhemden. Lieferzeit ca. 8 Tage Marshall, daß der Ausbau der Kwuzoth zu Ende geführt werden wird. Die Konferenz wird eine Konferenz der „Nichtzionisten“ benannt, obwohl vielleicht der Ausdruck „Unparteiische Konferenz“ glücklicher gewesen wäre; die Benennung wurde aber im Hinblick darauf vorgenommen, weil die zu schaffende erweiterte Jewish Agency aus „Zionisten“ und aus „Nichtzionisten“ bestehen solle. Nach Louis Marshall sprach der in den Vereinigten Staaten zu Gast weilende Lord M e 1 - chett (früher Sir Alfred Mond). Er hielt eine leidenschaftliche zionistische Rede und machte tiefen Eindruck auf alle Gruppen, die an der Konferenz teilnahmen. Er erklärte, die praktische Aufbauarbeit in Palästina müsse innerhalb der nächsten fünf Jahre einen großen Schritt nach vorwärts tun; wenn wir noch länger in der Stagnation verbleiben, so werden wir eine große. Gelegenheit, die nicht mehr wiederkehren wird, ungenutzt verloren haben. Felix M. Warburg gab in seiner Ansprache der Hoffnung Ausdruck, daß nach der Schaffung der Jewish Agency alle Parteidifferenzen verschwinden und man einträchtig am Aufbau Palästinas Zusammenarbeiten werde. Dr. Lee K. Frankel und der Agronom Jacob Goodale Lipman gaben ausführliche fachmännische Erklärungen über die Aussichten des Palästina-Aufbaus. Ihre Erklärungen gipfelten in der Feststellung, daß es durchaus möglich, sei, innerhalb zweier Jahrzehnte 500 000 Juden neu in Palästina anzusiedeln. Man muß ein detailliertes Projekt ausarbeiten, und dieser Plan wird auf die Judenschaft eine unwiderstehliche Wirkung üben und die Grundlage für einen erfolgreichen Palestine- Appeal abgeben. Am Schluß des Eröffnungsabends wurde allgemein der Wunsch ausgesprochen, daß der in der Versammlung anwesende Weizmann das Wort ergreife. Dr. Weizmann erklärte aber, in der Eröffnungssitzung noch nicht sprechen zu können und kündigte an, er werde erst am Sonntag, dem zweiten Sitzungstage, und zwar in der Generalaussprache, das Wort ergreifen. Die Resolution Am Sonntag faßte die Konferenz der amerikanischen Nichlzionisten einmütig die folgende Entschließung: ■V^ Essmsm Sinnvoll in der Konstruktion. — Werden in eigenen Fabriken hergestellt. — Sind formvollendet, dauerhaft und preiswert. — Wir treten für unsere Erzeugnisse ein. — Besichtigungu. Auskunft bereitwilligst. nur Theatinerstraße 10 Kataloge gratis! Telephon 937 72.

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