Das jüdische Echo
- Journal
- Das jüdische Echo
- Volume
- 15 (1928)
- Issue
- 42 (19.10.1928)
- Date
- 1928-10-19
- Page
- Seite 674 (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 92% known words query
- IRI
…/9072829-9103081-9156909--08863-9081577- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
674 Das Jüdische Echo Nr. 42 Zu Aufführungen für Chanukkah eignet sich Der MutterTraum Chanukkah-Märchen in einem Aufzuge von Dr. S. Kessler. Preis RM. —.80 Verl. B. Heller, München, Herzog-Max-Str.4 Bar-Kochba, Handballabteilung. Sämtliche aktive Mitglieder haben am Dienstag abends um %8—9 Uhr am Hallentraining (Luisenschule) und am Donnerstag abends um 8 Uhr am Waldlauf teilzunehmen. Umkleideraum ist die Gastwirtschaft „Paschquelle“, Roecklplatz (eine Haltestelle nach dem Baldeplatz, Linie 30 stadtauswärts). Ferner teilen wir mit, daß das neue Handballtrikot bei Joseph Orljansky, Kaufingerstraße 26 (Eingang Frauenplatz), zu haben ist. Zu dem morgen vormittags stattfindenden Wettspiel gegen Postsportverein um den Aufstieg in die Bezirksliga wurde folgende Mannschaft aufgestellt: Kornhauser II Orljansky Faust Fleischer Felsen Renka Eisemann Schuster Schneuer Gröbel Spielmann Treffpunkt: %10 Uhr bei der Straßenbahnlinie 3, Starnberger Bahnhof, gegenüber der Unterfahrt. Dreß: Blaue Hose, weißes Trikot. Jüdisches Kammerorchester München. Als dritten Hausmusikabend veranstaltet das Jüdische Kammerorchester am Mittwoch, dem 2 4. Oktober, abends 8^ Uhr, in den Räumen des Frauenklubs, Finkenstraße 2/1 (Eingang durch Plakat gekennzeichnet), einen Sonderabend: „Franz Schuber t“. Mitwirkende: Franz Kleinbauer (Klavier), Irma Stern (Sopran), Dr. Benno Flehinger (Cello), Hermann Salinger (Violine), Fritz Friedmann (Klavier). Der Abend beansprucht insofern besonderes Interesse, als hauptsächlich unbekanntere Werke des Meisters zur Aufführung gelangen. Programm und Garderobe (zur Deckung der Unkosten) RM. 1.—, Jugendliche RM. —.50. Jüdischer Gesangverein München. Wegen des am nächsten Dienstag stattfindenden Keren-Hajessod-Abends halten wir unsere nächste Probe ausnahmsweise erst Donnerstag, den 25. d. M., im Lessingsaal ab. Wir bitten um zahlreiches Erscheinen. Jüdischer Kulturverein J. L. Perez, München. Unsere diesjährige Vereinsarbeit hat begonnen. Am Samstag, dem 27. Oktober, wird der erste Vortrag in unserem Verein abgehalten. Es wurde ein längeres Programm festgelegt, das in einer der nächsten Nummern bekanntgegeben wird. Wir ersuchen unsere Mitglieder und Interessenten, unsere Abende (Samstag-Abend) regelmäßig zu besuchen. Das Vortragsthema für Samstag, den 27. Oktober, wird im nächsten „Echo“ bekanntgegeben. Die Vorstandschaft. Der Münchener Rundfunk veranstaltet Montag, den 22. Oktober, abends 9.15 Uhr, eine Liederstunde mit Gesängen von Heinrich Schalit (nach Texten von Jehuda Halevi und Hch. Heine) unter Mitwirkung von Kammersänger Erik 4 W i 1 d h a g e n (Bariton) und des Komponisten (Klavier). j Erfolge einer jüdischen Geigerin. Die Frankfurter Geigerin Annie Steiger-Betzack; wurde von Generalmusikdirektor Knappertsbusch ’ als Solistin für das 10. Abonnementskonzert der Musikalischen Akademie (Odeon) verpflichtet.; Desgleichen erhielt die Künstlerin von Dr. Mengel- / berg einen ehrenvollen Antrag für ein Symphonie* 4 konzert des Konzertgebouworchesters in Amsterdam. «f Zionistische Ortsgruppe Bamberg. An unserem fünften gutbesuchten Vereinsabend sprach Herr 4>; Ing. Ludwig Schmitt über: „Zionismus und Sozialismus.“ Der Redner schilderte zu- 14, nächst die Beziehungen zwischen Zionismus und Sozialismus überhaupt und gab dann eine ausführliehe Darstellung der Geschichte des jüdischen Sozialismus im Galuth und der Arbeiterbewegung; | in Erez-Israel. Am Schlüsse seiner Ausführungen * | betonte der Referent die Bedeutung gerade des * i sozialistischen Gedankens für den Aufbau. In der; sich anschließenden längeren Debatte wurde vor i allem über die ideologischen Schwierigkeiten einer § Synthese zwischen Sozialismus und Zionismus ge- 4 k sprochen. : 4 Geschäftliches Neue Studebaker- und Erskine-Modelle j An den neu erschienenen Modellen der Stude- \ 4 baker-Werke fällt auf den ersten Blick zunächst | die grundsätzliche Änderung der äußeren Formen | auf. Die Kühler sind sehr tief und schmal gewor- 1 den, die Karosserielinien haben eine neuartige; aparte Führung bekommen und die Innenausstat- •:| tung ist noch vornehmer und luxuriöser geworden. J Auch in bezug auf Zusammenstellungen von reiz- | vollen dezenten Farben finden die neuen Stude- .1 baker-Modelle kaum ihresgleichen. Was technische M Verbesserungen anbetrifft, so muß besonders die 11 Verwendung der kugelgelagerten Federlaschen an den größeren Modellen hervorgehoben werden. Diese Laschen machen jede Wartung und Schmiefr rung überflüssig und lassen das Entstehen von w Spiel in Federgelenken nicht zu. Eine sehr wesent- «j; liehe Verbesserung, da bekanntermaßen gerade ||^ das Spiel in den Federgehängen ein ruhiges Stehen 1/ des Wagens auf der Straße in hohem Maße beein- JL trächtigt und letzten Endes zu Brüchen führt. Der |I neue Studebaker Achtzylinder, der „Präsident“, wird in zwei Chassielängen auf den Markt ge- | bracht, um den verschiedenen Karosserielängen Rechnung zu tragen. Allgemein sind die Motoren noch leistungsfähiger und noch geräuschloser ge- : worden. Das Chassis des Erskine Six ist um geringes verlängert worden, damit die Karosserien noch geräumiger und komfortabler gestaltet werden können. Schließlich sei auch noch betont, daß die bekannte, nicht überall als schön empfundene Atalante-Figur als Kühler-Wahrzeichen verschwunden ist. An deren Stelle tritt bei den neuen Modellen ein hochkünstlerisches, schlichtes Flügelmotiv, welches sich auf den Scheinwerfern wiederholt.; Die Verbindungsstange zwischen den Scheinwer- 1 fern hat eine künstlerische Form erhalten und; trägt in Form einer stilisierten Zahl, bzw. Buchstaben, das Kennzeichen der betreffenden Type. r