Das jüdische Echo
- Journal
- Das jüdische Echo
- Volume
- 15 (1928)
- Issue
- 41 (12.10.1928)
- Date
- 1928-10-12
- Page
- Seite 657 (sequence 17)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 41 Das Jüdische Echo 657 lichkeit und Sympathie so leicht Hilfe und Führung schaffen. Die Scheidewand der Hautfarbe ist nicht so sehr ihr wie unser Unglück. Aber Indien ist zu tragisch, als daß der politische Globetrotter hier reine Freude finden könnte. Birma und Ceylon sind erst der wahre Genuß. Das Bodenproblem in Mandalay ist eine großartige Sache, doch war ich wohl der erste Schüler von Henry George, der über die Frage vor gelb gekleideten Ponghis sprach, stehend zwischen vier Mädchen in Kettenpanzern aus dem vierzehnten Jahrhundert. Meine Rede war so wirksam, daß ich nach drei Tagen aus Birma mit fünf Paar Pantoffeln, vierzehn Sonnenschirmen, siebenundzwanzig Lackkästchen und etwa drei Tonnen Orangen abreiste. Gastfreundschaft ist kein Ausdruck. Zu jeder Nachtstunde kamen die Schulkinder an die Bahnstationen, um mir etwas vorzusingen und mir ihre Waren zu überreichen. Ich habe keine Idee, was der Dolmetsch sagte, daß ich gesagt hätte. Aber es war jedenfalls so, daß sie mir Pantoffeln überreichten. Birma ist zweifellos das richtige Land für einen Arbeiterabgeordneten, der einen Laden mit Galanteriewaren eröffnen möchte. Ceylon ist wieder besser für den Sportsmann. Ich kann im allgemeinen mit einer Schrotflinte kein Scheunentor treffen und die Wildenten blieben gemütlich sitzen und schnatterten mich an. Aber auch das hatte sein Gutes, denn die Singalesen sind Buddhisten und haben die Überzeugung, daß man Schrotflinten höchstens für Scheunentore verwenden dürfe. Auch sie hatten ein Alkoholproblem, eine Wohnungsfrage, eine Arbeiterfrage und eine Bodenfrage, durchaus auf der Höhe der Zeit, also ein reines Paradies für den Politiker. Sie hatten sechs einander bekämpfende Zeitungen, von denen täglich jede ein Interview wollte. Ich löste all diese Probleme in zahllosen Reden und der Pressewahnsinn jagte mich heim von Colombo quer über den Ozean. Aber ach, nie wieder werde ich hinter einundzwanzig Eie- : ävyß '-u- Wir suchen an allen Orten noch hervorragende Mitarbeiter für alle Versicherungszweige, ganz besonders für die Lebensversicherung. Herren mit erstklassigen Beziehungen zu Handel und Industrie sind gebeten, sich mit uns in Verbindung zu setzen. National - Versicherungs - Konzern STETTIN Robmarkt 2 fanten und vierzig Negertanzmädchen in Kegalli einziehen, denn ich vergaß gerade das eine kleine Problem zu lösen, auf das es ankam. Ja, ich machte es schlimm und kam nie nach Jaffina und Sir Ponandulam Arunachalam wird es mir nie vergeben und die Singalesen und Tamilen haben seither nicht aufgehört zu streiten. Blut, Glauben und „Gesellschaft“ schlagen noch immer den Arbeiterabgeordneten. Die Demokratie wird siegen — aber wann? Gemeinden-u. Vereins-Echo Bar-Kochba München. Am Mittwoch, dem 31. Oktober, findet die diesjährige ordentliche Generalversammlung statt. Tagesordnung und Lokal wird noch bekanntgegeben. Wir machen heute schon darauf aufmerksam, daß unsere aktiven und passiven Mitglieder den Abend für diese wichtige Versammlung unbedingt freihalten müssen. Die Vorstandschaft. Bar-Kochba München. Der Hallenbetrieb ist in vollem Umfang wieder aufgenommen. Bewährte Kräfte leiten die Turnstunden. Leider vermissen wir aber noch eine ganze Anzahl von unseren Aktiven. Die bis jetzt geleistete Arbeit darf nicht durch lockere Disziplin gefährdet, die bis jetzt erzielten Erfolge müssen weiter ausgebaut werden. An alle unsere Aktiven richten wir daher die Bitte, sich unbedingt an den Trainingstagen einzufinden und es muß jetzt mehr denn je Ehrenpflicht aller unserer Mitglieder sein, alle Bekannten, welche noch nicht in unseren Reihen stehen, aufzufordern, sich unserem Verein anzuschließen. Unser Turnlokal ist nach wie vor die Halle in der Luisenschule, Luisenstraße; die Turnzeiten sind: Montag abends ^6—%8 Uhr Mädchenabteilung; abends %8—9 Uhr Damenabteilung. Dienstag abends 6—%8 Uhr Knabenabteilung; abends ^8—9 Uhr Herrenabteilung. Donnerstag abends %8—XÄ9 Uhr Waldlauf der Sportabteilung, Umkleideraum Gasthaus „Paschquelle“, Roecklplatz (Linie 30). Sonntag vormittag ab 10 Uhr Sport und Spiel sämtlicher Abteilungen am Säbener Platz. (Linie 25, Haltestelle Grünwalder-Kurzstraße.) Die Vorstandschaft. Bar-Kochba Handballabteilung. Unsere Spieler sind verpflichtet, sowohl dem Hallentraining am Dienstag, als auch dem Waldlauf jeweils am Don- O berpollinger Das Münchener Kaufhaus Neuhauser!■■■■■■■■■■■■■■■ Straße 44 am Karlstor Bekleidung / Mode / Sport Wohnungsausstattung