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Das jüdische Echo · 1928-10-05 · 40 (5.10.1928) · p. Seite 642

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Journal
Das jüdische Echo
Volume
15 (1928)
Issue
40 (5.10.1928)
Date
1928-10-05
Page
Seite 642 (sequence 18)
Language
German
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642 Das Jüdische Echo Nr. 40 übereinstimmend Kortners überragende Leistung gepriesen. Den armen Ungar hat sie ein bißchen gelobt und ein bißchen zerfetzt. Mag es bessere Schauspieler geben, wir haben in Berlin schon auch viel schlechtere erlebt. „Der rote General“ ist bühnenwirksam, packend, ergreifend. Ob er dem Blick des viel wissenden Theaterfachmanries standhält, bleibt gleichgültig. Dem viel wissenden Juden (der das Theater dieser Welt länger als ein Menschenalter kennt) dokumentiert er dies: ein Judenschicksal als Erlebnis innerer Tragik, weil sein Träger in sich den Juden überwun-; den glaubt; weil er, der absolute Gedankenmensch, j den einen Gedanken vergißt, daß er für seine Um-; weit ein anderer, ein Fremder ist. I Diese Tragik unseres eigenen Erlebens rechtt fertigt eine künstlerische Gestaltung, weil sie von | mathematischer Allgemeingültigkeit ist. Ungar , gibt kein Tendenzdrama. Aber wir sollten dabei nachdenklich werden. W. B. Gemeindenu.Vereins-lcho Zweiter Hausmusikabend des Jüdischen Kammerorchesters München Am Donnerstag, dem 11. Oktober 1928, abends 8.15 Uhr, findet im kleinen Frauenklubsaal, Finkenstraße 2, der zweite Hausmusikabend des Jüdischen Kammerorchesters statt. Zum Vortrag gelangen: 1. L. van Beethoven: Sonate für Violine und Klavier (Op. 12, Nr. 1). 2. A. Krieger: Arien für eine Singstimme, 3 Geigen, Bratsche, Cello und Continuo. 3. J. Haydn: Trio für Violine, Cello und Klavier (G-Dur). 4. L. van Beethoven: Tänze für 2 Flöten, Geigen, Bratsche und Cello. Eintritt frei. Garderobe und Programm (zur Dekkung der Unkosten) RM. —.50; jugendliche RM. —.30. — Wir machen darauf aufmerksam, daß die Saaltüre während der Darbietungen geschlossen bleibt. Besondere Einladungen ergehen nicht. Die Leitung. Jüdischer Gesangverein, München. Wir veranstalten kommenden Sonntag, 7. Oktober 1928, im Nebenzimmer des Restaurants „Hubertus“ Löwengrube) eine gemütliche Simchas-Thora- Feier, wozu Freunde unseres Vereins herzlichst eingeladen sind. Anfang pünktlich 8 Uhr. (Musik, und deklamator. Vorträge, Tanz.) Der Verband jüdischer Frauen für Kulturarbeit in Palästina, Ortsgruppe München, veranstaltet in den Räumen der EwerrBuchhandlung, Ottostraße 2, am Dienstag, Mittwoch und Donnerstag, 16. bis 18. Oktober, eine Verkaufs-Ausstellung von neu aus Palästina eingetroffenen kunstgewerblichen Arbeiten: gestickte Kinderkleider aus Rohseide, Samt und Crepe, Besuchstaschen, Spitzendeckchen, Taschentücher, Borten usw. Arbeiten in ungewöhnlicher, sehr geschmackvoller Ausführung, für Geschenkzwecke vielfach geeignet. Die Preise sind sehr niedrig gehalten. Zwanglose Besichtigung. B e- Suchszeiten: vormittags 10—12.30 Uhr und nachmittags 3—6 Uhr. Zionistische Ortsgruppe Nürnberg. Am 26. September sprach Herr Kurt Blumenfeld (Berlin) auch hier vor dem vollbesetzten Saale des Künstlerhauses über „Jüdische Entwicklung und zionistische Aussichten“, und fand mit seinen packenden Ausführungen lebhaften Beifall. Zionistische Ortsgruppe Bamberg. An unserem vierten Vereinsabend hielt Herr Dr. S. Weichselbaum einen Vortrag über das Thema: „Zionismus und Tagesproblem“. Der Redner wies zunächst auf die durch die Emanzipation hervorgerufene räumliche und geistige Zersplitterung der Gesamt-Judenheit hin und betonte den Wert des Palästina-Aufbau zur Sicherstellung der jüdischen Einheit. Er wies dann darauf hin, wie sich für uns Juden und besonders für uns Zionisten alle Schwierigkeiten, die auch andere Völker und Bewegungen zu überwinden haben, komplizieren. Als Beispiele wählte er die Araberfrage, die Bodenfrage und die Frage des Parlaments für Pa- \ lästina, für das Galuth u. a., die Frage der Demokratie, der Minoritäten und der Stellung zum Gesetz. Nach einer kurzen Aussprache wurde noch I über den Vortrag, den Herr Kurt Blumenfeld tags ■ zuvor in Nürnberg gehalten hatte, berichtet. Spenden-Ausweis , Spendenausweis des Münchener Büros! vom 25. September bis 2. Oktober 1928 Rosch-Haschonoh-Aktion : Gesammelt durch Herrn Ludwig Steinheimer: (Max Strauß RM. 2.—; A. Hecht 2.—; Emil Goldberg ,, 2.-) 6.-. Gesammelt durch Herrn Dr. Robert Beer: (2. Rate): NN. RM. 5.—; NN. 1.—) 6.—; Frau F. Bartel RM. 3.— — 15.—. Spendenbuch: Benno Friedmann u. Frau danken f. d. anl. ihrer Vermählung erwiesenen Aufmerksamkeiten RM. 20.—. Goldenes Buch: Frieda u. David Horn: Frau Kurzmantel f. verlorene Wette gegen Herrn D. Horn RM. 2.—. Bäume: Siegbert Trost s. A. Garten: Dr. Benni Nußbaum u. Frau danken f. d. anl. ihrer Vermählung von zionistischer Seite erwiesenen Aufmerksamkeiten, 2 Bäume — RM. 12.—. Otto Hirsch s. A. Garten: Von der Mut-? ter anl. Rosch-Haschonoh 2 Bäume — RM. 12.—. * Imi-Sammeltaschen: D. Horn RM. 2.53. RM. 1.—.bRiO- 4 M1 a t e r ii a 1 v e r k a u f : 2 N.-R-Telegramme * RM. 1.—. ■ Büchsen : (Adolf Mysliborski-Misch RM. 3 17.70; Dr. F. W. Keller 8.08; Frau F. Bartel 3.—) 28.78. Summa: RM. 93.31. j Gesamtsumme seit 1. Oktober 1927: RM. 7277.37. Jahreseinnahmen vom 1. Oktober 1927 bis 1. Oktober 1928 Allgemeine Spenden 868.20 Aktionen 2104.40 Ölbäume 1135.— Sammelbüchsen 2608.01 Goldenes Buch 397.— Imi-Sammeltaschen 97.76 Wertzeichen 17.— Gesamteinnahme 7227.37 Spendenausweis des Nürnberger Büros vom 28. September 1928 Spendenbuch: Herr und Frau Ing. Hillmann anl. Geburt ihres Sohnes RM. 20.—. Bäume: Für Dr. Hermann-Liebstädter-Garten: Es gratulieren Dr. Rud. Liebstädter u. Frau zur Gebut ihrer Tochter: Dr. Nußbaum u. Frau,

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