Das jüdische Echo
- Journal
- Das jüdische Echo
- Volume
- 15 (1928)
- Issue
- 31 (3.8.1928)
- Date
- 1928-08-03
- Page
- Seite 479 (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Nr. 31 Das Jüdische Echo / Literarische Beilage 495 Die Ferien bringen auch Ärger, wenn die Kinder zu Hause sitzen und nichts zu tun und nichts zu lesen haben. Abonnieren Sie doch das „Zelt“ bei Ihrem Briefträger; es vertreibt den Kindern die Zeit und macht ihnen große Freude. Kirche es wollte oder nicht, und zwar deshalb, weil ihre Religion für sie so wahr, so wirklich und so lebendig war, wie sie es nur sein konnte. Weder Christus noch Paulus, noch irgendeiner sonst hatte sie aufgehoben oder zerstört, was immer auch Christen sagen mochten. Und so ist es geblieben. Es kann deshalb die gewöhnliche Antwort, daß das Judentum die Vorbereitung auf das Christentum war, und daß seine Aufgabe mit dem Erscheinen Christi erfüllt war, nicht anerkannt werden, jedenfalls nicht in dem Sinne, wie es gewöhnlich verstanden wird. Das Judentum, das rabbinische Judentum ist ebenso tief in den Herzen und Seelen seiner Anhänger verwurzelt wie das Christentum bei den Christen. Und das ist der einzige unparteiische Maßstab, der angelegt werden kann. Bloße Behauptungen der einen Partei gegen die andere können nicht viel ausrichten. Die Leugnung der Gültigkeit des Judentums von christlicher Seite beruht nur auf christlichen Voraussetzungen und ist als ein absolutes Urteil wertlos. Juden haben nie die Gültigkeit der christlichen Religion geleugnet oder zu leugnen versucht.2 Jedoch die Ansicht, daß das Judentum eine Vorbereitung auf das Christentum war, kann noch anders als in dem gewöhnlichen Sinne verstanden werden. Und zwar so, daß sowohl das Christentum wie das Judentum, das mit ihm Schritt .gehalten hat, als zwei Teile in einem größeren Ganzen betrachtet werden, von denen jeder einen notwendigen Platz inne hat und keiner der Nebenbuhler des anderen ist, noch die Verdrängung des anderen fordert. Bücher und Zeitschriften Das Juniheft der Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums enthält eine Reihe wichtiger Aufsätze zur Bibelwissenschaft. In durchaus gemeinverständlicher Weise berichtet Privatdozent Dr. Zoller, Oberrabiner in Triest, über Ausgrabungen in Syrien und Palästina. H. M. Wiener sucht neue Wege zur Lösung der Schwierigkeiten in der Thora, die der neueren Bibelkritik den Anlaß zu ihrer Qiiellenscheidung gegeben haben. Den Aufsätzen der früheren Hefte über die Geschichte der Juden in Bremen und in Aurich schließt sich eine interessante Skizze des Rabbiners Dr. Posner über die Juden in Kiel an. S. J. Schulsohn gibt lehrreiche Einblicke in die Geschichte der österreichischen Juden, insbesondere in der Bukowina, nach dem Erlaß der Toleranzverordnung Josefs II.; er konnte dabei noch Akten benutzen, die 1927 beim Brand des Wiener Justizpalastes untergegangen sind. 2 Uber jüdische Ansichten, das Christentum betreffend, vgl. Jewish Encyklopädia IV, S. 56—57 und die dort gegebenen Hinweise. Die Stelle in Mairnonides IJilchoth Melachim 11, 4 muß in einem unzensierten Text gelesen werden. Das Exemplar der Editio princeps, Soncino 1490 im British Museum bringt die Stelle, aber sehr stark zensiert und teils entstellt. Gemeinden-u.Vereins-Kcho Bar Kochba, München. Wegen schlechten Wetters mußten das Training und das Übungswettspiel ausfallen. Letzteres findet nunmehr an diesem Sonntag vormittag 9.30 Uhr auf dem Sportplatz an der Säbener Straße statt, und zwar spielt die erste Mannschaft gegen die zweite. Wir erwarten sämtliche Spieler bestimmt und pünktlich auf dem Platze. Am Sonntag, dem 12. August, tragen wir bereits unser erstes Verbandsspiel gegen den Deutschen Sportverein II aus. Am Sonntag, dem 9. September, veranstalten wir ein großes Sportfest, in dessen Mittelpunkt das Handballwettspiel gegen den Bar Kochba Nürnberg steht. Daneben findet voraussichtlich noch ein Leichtathletikvereinszweikampf mit dem Bar Kochba Nürnberg statt, an dem Herren, Damen, Jugend und auch Alte Herren beteiligt sein werden. Die nähere Ausschreibung erfolgt im nächsten „Echo“. Im Hinblick auf dieses Sportfest erwarten wir die Aktiven sämtlicher Abteilungen pünktlich und regelmäßig beim Training. Die Trainingszeiten sind für die Herren Dienstag abend ab 7 Uhr (Leichtathletik) und Donnerstag abend ab 7 Uhr (Handball); für Damen Donnerstag abend ab 7 Uhr; für Jugend Dienstag und Donnerstag abend ab 6 Uhr. Am Sonntag vormittag ab 9.30 Uhr findet allgemeines Training für sämtliche Abteilungen statt. Die Leitung. Spenden-Ausweis Spendenausweis des Nürnberger Büros vom 31. Juli 1928 Spendenbuch; Herr und Frau S. Aal anl. Konfirmation ihrer Tochter RM. 10.—; Herr und Frau Apotheker Rieser anl. Barmizwah ihres Sohnes 10.—; Herr Max Rosenheim anl. seines 70. Geburtstages 5.—. Bäume für Dr. Davig Grünbaum s. A. Garten; Herr Dr. Hermann Geßner anl. 80. Geburtstags seines Vaters 2 Bäume RM. 12.—. Büchsen; durch Betty Wolinsky; (Ida Dormitzer RM. 9.72; Justin Heßdörfer 7.53; S. Frank 4.71; Dr. Obermeyer 5.05; Sigm. Hirsch 3.—; Bravmann 1.50; Bärtig —.50; Adolf Bieringer —.13) — 32.14. Durch Toni Heimann (Schwanfeld): (Heinrich Berk RM. 4.—; Moritz Berk 2.05; Max Stern 2.—; D. Blättner 1.40; Elise Heimann 1.—; A. Heimann —.55) — 11.—. Durch Frau Hedwig Zeilberger (Unsieben): (Hedwig Zeilberger RM. 2.50; Leop. Brandus 2.24) — 4.74. Durch Paul Ganzmann (Westheim): (Hirschenberger RM. 9.25; J. Klingenstein 6—.; Herrmann 3.25; J. Adler 3.—: Berliner 1.30; Strauß 1.20) =— 24.—. Summa: RM. 108.88. Seit 1. Oktober 1927 aufgebracht RM. 7385.08. Für die anläßlich ihrer Vermählung freundl. erwiesene Aufmerksamkeit danken herzliehst Wilhelm Kornhauser und Frau Regina geb. Lieber München, Juli 1 928 Mainzer Straße 3 i Kauft bei unseren Inserenten! waschereilaims SCHELLINGSTR. iio TELEPHON Nr. 56196