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Das jüdische Echo · 1928-07-27 · 30 (27.7.1928) · p. Seite 475

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Journal
Das jüdische Echo
Volume
15 (1928)
Issue
30 (27.7.1928)
Date
1928-07-27
Page
Seite 475 (sequence 11)
Language
German
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Nr. 30 Das Jüdische Echo 475 Schulwerk mit fast 18 000 Schülern. Sonst ist das Schulwerk ziemlich zersplittert; so verteilen sich die übrigen 8000 jüdischen Schüler auf 12 Organisationen, die 15 000 christlichen auf 33 und die 4 500 mohammedanischen, die nicht von der Regierung abhängig sind, auf 4 Organisationen. In bezug auf die Lehrerzahl ist die Regierung relativ am ungünstigsten gestellt, es kommen etwa 27 Schüler auf einen Lehrer, während es bei den Juden nur 20, bei den Christen gar nur 15 sind. Solche Ziffern sind aber, an europäischen Verhältnissen gemessen, durchwegs sehr günstig zu nennen. Die Bildung der Mohammedaner bleibt vorläufig eine äußerst primitive, fast alle Kinder befinden sich in den untersten Klassen, während die höheren nur schwach besucht sind. Interessant ist auch das Verhältnis der Geschlechter. Bei den Juden überwiegt, die Zahl der Knaben nur um ein Geringes, was um so weniger bedeutet, als auch die Zahl der geborenen Knaben in Palästina etwas größer ist. Bei den Christen sind die Mädchen fast die Hälfte der Gesamtschülerschaft, bei den Mohammedanern aber weniger als ein Fünftel. Trotzdem ändern sich, wie aus den Jahrestabellen hervorgeht, auch diese Verhältnisse zum Guten. Es verdient noch hervorgehoben zu werden, daß sich zwar die jüdische Schülerzahl seit der englischen Okkupation um zwei Drittel vergrößert hat, daß sich aber in demselben Zeitabschnitte auch die jüdische Bevölkerungszahl verdoppelte. In derselben Zeit hat sich aber auch die Zahl der arabischen Schüler (nicht nur in den Regierungsschulen!) fast verdoppelt — sie stieg von 25 000 auf 40 000, während sich die arabische Bevölkerung nur im Verhältnis der natürlichen Vermehrungszahl vergrößert hat. Interessant ist die absolute Getrenntheit zwischen Juden und Arabern im Schulwesen. Es würde vielleicht bei dem noch mangelhaften Ausbau des Schulnetzes naheliegen, daß in Orten mit kleinen Minoritäten die Schule gemeinsam wäre. Jedoch ist die Fremdheit und der kulturelle Abstand noch zu groß. Es sind wohl 543 jüdische Kinder ausgewiesen, welche nichtjüdische Schulen besuchen, aber darunter sind 520 (!) in den eigens für Juden errichteten Missionsschulen. Nur 46 nichtjüdische Kinder haben in jüdischen Schulen Aufnahme gefunden. Dies bei 67 000 Schulkindern, die es in Palästina gibt. Aus der Jüdischen Welt Wichtige Beschlüsse der Repräsentantenversammlung der Berliner jüdischen Gemeinde Berlin, 22. Juli. (JTA.) Die Repräsentantenversammlung der Berliner Jüdischen Gemeinde trat unter dem Vorsitz von Rechtsanwalt Dr. Klee am Donnerstag, dem 19. Juli, abends, zu einer Sitzung zusammen. Dr. Klee sprach zuerst der Gemeinde Königsberg das herzlichste Beileid anläßlich des Ablebens ihres ersten Vorsitzenden, Herrn Justiärat Holz, aus. Bub oder Mädchen es ist gar kein Unterschied; alle lesen sie. das „Zelt“ leidenschaftlich gern. Ihr Briefträger nimmt die Bestellung entgegen. Die Tagesordnung enthielt wichtige Baubewilligungen. So wurden nach einem Referat von Frau Dr. Eschelbacher für den Bau einer neuen großen Altersversorgungsanstalt ein Betrag von einer Million Mark und nach dem Referat des Herrn Waldmann für den Bau einer Mädchenschule der Betrag von 520 000 RM. bewilligt. Aus der Reihe weiterer erfolgter Bewilligungen ist interessant eine Bewilligung für den deut sehen Landesverband des Hechaluz. Bekanntlich hat auch schon der Preußische Landesverband jüdischer Gemeinden eine solche Bewilligung ausgesprochen. Auch die Hauptstelle für jüdische Wanderfürsorge wurde subventioniert, weiter wurden einer größeren Anzahl von Berliner Privat-Synagogen-Vereinen entsprechende Subventionen für gottesdienstliche und Lehrzwecke zur Verfügung gestellt. Zur Herzl-Trauerfeier wurden die Herren Repräsentanten Emil Pinkus, Dr. Oskar Cohn und Frau Dr. Eschelbacher abgeordnet. Auch der Halberstädter Bund legt der Regierung einen Judengesetz-Entwurf vor H a 1 b e r s t a d t, 22. Juli. (JTA.) Aus dem Büro des Preußischen Landesverbandes gesetzestreuer Synagogengemeinden, Halberstadt, wird mitgeteilt: Der Entwurf eines Gesetzes über die Verhältnisse der Synagogen-Gemeinden in Preußen ist gemäß den Beschlüssen der Verbandsversammlung vom 4. September 1927 der Regierung zur Kenntnis gebracht worden. Um ein einheitliches Vorgehen der gesamten preußischen Judenheit zu erwirken, war in wiederholten Verhandlungen einer gemischen Kommission beider Landesverbände versucht worden, einen gemeinsamen Entwurf zustande zu bringen. Die letzte Verhandlung fand am 15. Juli ohne abschließendes Ergebnis statt und eröffnete Aussichten für eine Verständigung in wesentlichen Punkten. Dieser Verständigung sollte eine von unserem Verbände beantragte kleine Unterkommission dienen. Am 17. Juli teilte aber der Berliner Landesverband mit, er habe seinen Entwurf unverändert der Regierung eingereicht. Infolge dieser überraschenden Mitteilung wurde nunmehr auch der diesseitige Entwurf dem Ministerium vorgelegt. Einbürgerung von Juden gegen den Einspruch Bayerns und Württembergs Berlin, 22. Juli. (JTA.) In seiner letzten Sitzung hatte sich der Reichsrat mit Anträgen von folgenden fünfzehn Personen auf Einbürgerung in den preußischen Staats verband zu beschäftigen: ADLERWERKE vorm. Heinrich Kleyer A.-G. Frankfurt a. M. Filiale München, AugustenstraBe 40 10 PS STANDARD 6 ZYLINDER Weitere Typen: 6/25 — 11/50 — 18/80 P3 der ^ührende deutsche Gebrauchswagen, sofort lieferbar Lieferwagen für 400 und 800 kg. S c h n e 11 - Lastwagen L 9 für 17. Tonnen

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