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Das jüdische Echo · 1928-06-15 · 24 (15.6.1928) · p. Seite 381

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Journal
Das jüdische Echo
Volume
15 (1928)
Issue
24 (15.6.1928)
Date
1928-06-15
Page
Seite 381 (sequence 13)
Language
German
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11 Nr. 24 Das Jüdische Echo 381 abgeschlossen, laut welchem die amerikanische Gruppe von der Haifa Bay Company ein Areal von 25 000 Dunam Boden im Gebiete der Haifa- Bucht zu Zwecken der Entwicklung käuflich an sich bringt. London, 9. Juni. (JTA.) Wie die Jüdische Telegraphen-Agentur erfährt, haben die Amerikaner dem Angebot der Haifa Bay Development Company zugestimmt. Herr Bernhard Flexner wird zwecks Finalisierung der Angelegenheit nach London kommen. Reparatur der Jerusalemer Universität Neuyork, 28. Mai. (JTA.) Die hebräische Universität in Jerusalem war jetzt in der Lage, ein nach dem katastrophalen Erdbeben zwecks Durchführung von Reparaturen an den Gebäuden und der Inneneinrichtung aufgenommenes Darlehen in der Höhe von 25 000 Dollar zurückzuzahlen. Das Darlehen ist vom Neuyorker jüdischen Gemeindebund aus den Mitteln eines von Herrn und Frau Felix M. Warburg geschaffenen Fonds gewährt worden. Im Jahre 1925 hatten Herr und Frau Warburg bei dem Gemeindebund eine den Namen Moritz und Charlotte Warburg, der Eltern des Herrn Felix M. Warburg, tragende Stiftung in Höhe von 500 000 Dollar geschaffen, deren Einkünfte regelmäßig der hebräischen Universität zu Jerusalem zufließen sollen. In Voraussicht etwa eintretender unvorhergesehener Ereignisse haben die Stifter in dem Stiftungsstatut eine Bestimmung getroffen, daß aus dem Fonds von Fall zu Fall Darlehensvorschüsse an die Universität gewährt werden. Kurz nach der Erdbebenkatastrophe, die auch die Universität hart betroffen hat, bewilligte der Gemeindebund aus den Mitteln der Warburg-Stiftung einen Darlehensvorschuß von 25 000 Dollar. Dieses Darlehen, welches am 13. Oktober 1927 gegeben worden war, ist bereits am 8. Mai 1928 von der Universitätsverwaltung zurückgezahlt worden. Jüdische Selbstverwaltung in Jerusalem Jerusalem, 4. Juni. (JTA.) Der Rat der jüdischen Gemeinde von Jerusalem hat soeben ein Projekt ausgearbeitet, nach welchem der Teil Jerusalems, der nur von Juden bewohnt ist, einen eigenen, jüdisch geleiteten Magistrat erhalten soll. Das Projekt wird in diesen Tagen der Regierung mit der dringenden Aufforderung zu dessen Durchführung unterbreitet werden. Bei den im April 1927 stattgefundenen Jerusalemer Stadtratswahlen war das jüdische Votum von ausschlaggebender Bedeutung. Die jüdischen Wähler hatten einen Wahlblock gebildet, der alle jüdischen Richtungen, die der Agudas Jisroel inbegriffen, umfaßte. Dadurch wurde es ermöglicht, vier Juden in den Stadtrat hineinzuwählen. Es sind dies Isaac Ben Zwi, Isaac Eliashar, Haim Solomon und Eiiah Shamah. Haim Solomon wurde dann zum Vizebürgermeister von Jerusalem gewählt. Die erste Anregung zur Bildung einer eigenen Stadtverwaltung im jüdischen Teil Jerusalems ging von der Londoner Wochenschrift „Jewish Chronicle“ aus, die darlegte, daß der jüdische Teil Jerusalems die Spitze des jüdischen Nationalheims zu bilden habe. Gemeindenu. Vereins-Kcho Die Sitzung der Gemeindevertretung am 6. Juni. München, 7. Juni. Nach Eröffnung der Sitzung hielt zunächst Herr OLGR. Neumeyer dem plötzlich dahingeschiedenen Oberlehrer Simon Dingfelder einen tiefempfundenen Nachruf. Dann wurde an Stelle des aus dem Finanzausschuß ausscheidenden Herrn Löwenstein Herr Wechsler in diesen Ausschuß gewählt. Darauf wurde der Bericht der Revisoren über die Prüfung der Gemeinderechnung und Bilanz für das Jahr 1927—28 bekannt gegeben und dem Vorstand einstimmig Entlastung erteilt, ebenso für das Jahr 1926/27. Der Vorsitzende teilt weiter mit, daß die Gemeinde eine größere Spende erhalten habe und machte Angaben über deren Verteilung. Sodann wurde ein Gesuch des Landheims Wolfratshausen um Gewährung eines Darlehens von RM. 20 000.— behandelt; die Gemeinde wird es in Gemeinschaft mit dem Verband erledigen. Es wurde ferner beschlossen der Stadtgemeinde München die Erlaubnis zur Erweiterung einer elektrischen Unterstation auf dem Anwesen der Gemeinde, Herzog- Max-Straße 3, zu geben, sowie ein südlich des Neuen Israelitischen Friedhofs an der Ungererstraße gelegenes Grundstück zu erwerben und zur Vergrößerung des Friedhofs in Tausch gegen städtische Gelände abzugeben. Über den Antrag der Israelitischen Religionsgesellschaft „Ohel Jakob“ auf Gewährung eines Zuschusses in Höhe von RM. 3 500.— sowie eines Darlehens von RM. 25 000.— entspann sich eine lebhafte Diskussion. Nähere Ausführungen darüber finden unsere Leser an anderer Stelle des Blattes. Das Gesuch der Ostjüdischen Vereine um Unterstützung bei der Errichtung einer Synagoge wurde zur Beschaffung weiterer Unterlagen zurückgestellt. Nach Schluß der Tagesordnug machte Herr Oberlandesgerichtsrat Neumeyer Mitteilungen über die Kölner Tagung und die Errichtung des Reichsverbandes. Jüdischer Gesangverein München. Unser diesjähriges Sommerfest findet Sonntag, den 1. Juli, in Harlaching im großen Saal des Restaurants Neumeier bei jeder Witterung statt. Es wurde diesmal ein ganz besonders reichhaltiges Programm zusammengestellt. Den musikalischen Teil werden die Damen Manja Sufrin und Else Berger sowie die Herren Dr. Kurt Bettsack und Siegmund Schapira bestreiten. Die Herren Bernhard Renka und Albert Spaeth werden humoristische Vorträge bringen. Der Chor des Jüdischen Ge- GENERALVERTRETUNG >Joh‘Häusler Yhiersthstr.£o-Tel:26482u.296995 ( # . 4 1

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