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Das jüdische Echo · 1928-06-15 · 24 (15.6.1928) · p. Seite 376

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Journal
Das jüdische Echo
Volume
15 (1928)
Issue
24 (15.6.1928)
Date
1928-06-15
Page
Seite 376 (sequence 8)
Language
German
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376 Das Jüdische Echo Nr. 24 übersichtlich (nicht magazinartig), pfleglich unterbringt. Die Frage eines Museumsgebäudes, ob Neubau oder Anschluß an ein schon länger bestehendes Münchener Museum, braucht uns vorerst noch nicht zu beschäftigen. Die Kosten verteilen sich auf Jahre. Ein Verschieben des Museumsprojektes auf spätere, bessere Zeiten wäre nach Lage der Sache gleichbedeutend mit endgültigem Verzicht. Der Jahresetat dürfte mäßig sein, müßte aber immerhin der Größe der Aufgabe, dem gesteckten Ziele entsprechen. Es bleibt zu hoffen und zu wünschen, daß zum Erwerb etwa auf dem Kunstmarkte auftauchender, besonders wichtiger und teurer Objekte, für welche die zur Verfügung stehenden Gelder nicht hinreichen, sich jüdische Mäzene finden, die aus eigenen Mitteln den Gegenstand dem Museum sichern. Und schließlich ist auch noch der Staat da. Die bayerische Staatsregierung pflegt traditionell und vorbildlich das Gebiet der Kunstdenkmale; sie wird in diesen Bestrebungen vor der Förderung jüdischer Denkmalpflege auf heimischem Boden nicht haltmachen. Hat sie doch erst vor mehreren Jahren die berühmte Synagoge in Bechhofen auf eigene Kosten renovieren lassen und dauernd in ihren Schutz genommen. Daß die Errichtung eines Landesmuseums nur vom Verband Bayerischer Israelitischer Gemeinden, dem berufenen Vertreter des bayerischen Gesamtjudentums, ausgeführt werden kann, bedarf keiner besonderen Betonung. Die Bamberger Tagung sollte daher auch die Frage mit der nötigen Gründlichkeit würdigen und sollte geeignete Entschlüsse treffen, bevor es zur Rettung all dieser jüdischen Altertümer zu spät ist. Gemeindewablen in Duisburg Bei den Wahlen zur jüdischen Repräsentanz siegte der Jüdische Einheitsblock (Konservative, Zionisten, Ostjuden und Poale Zionisten) gegen die Liberalen mit 250 zu 160 Stimmen. Da nach Mehrheitswahlrecht gewählt wurde, erhielten die Liberalen gar kein Mandat, sondern alle fünf zu wählenden Repräsentanten entfielen auf die Liste des Einheitsblocks. Auch in den Vorstand konnten die Liberalen keinen neuen Vertreter entsenden. Auf Grund dieses Wahlergebnisses haben nun, wie es scheint Angehörige der Liberalen entweder ihren Austritt aus der Gemeinde erklärt oder wenigstens damit gedroht, was den jüdischen Einheitsblock veranlaßte, folgende Erklärung abzugeben: Bei den jüdischen Gemeindewahlen erhielten unsere Kandidaten eine große Stimmenmehrheit, während die Liberale Minderheit ausfiel. Das war eine Folge des veralteten Mehrheitswahlrechts, das wir nach einer vor drei Jahren getroffenen Vereinbarung beseitigen wollten, dessen Anwendung aber durch Beschwerde bei der Regierung gegen unsern Widerspruch erzwungen wurde. Die Entscheidung mußte zugunsten der einen oder andern Partei fallen. Der Ausgang einer Wahl darf nicht I. MÜNCHENER PLISSEE-BRENNEREI FRANZ QRUBER, MÜNCHEN Hohlsaum, Knöpfe, Endeln, Kanten, Kostttmetlckereien Burgstraßei6/3 Knopflöcher Telephon 22975 Anlaß dazu sein, die Gemeinde zu verlassen und zu schwächen. Al tiphrosch min hazibur, trenne Dich nicht von der Gemeinde! Nach diesem Satz haben unsere Freunde, die in den meisten jüdischen Gemeinden Deutschlands in der Minderheit sind, stets gehandelt. Wir, die wir selbst jahrzehntelang um Anerkennung haben ringen müssen, werden wie bisher allen Richtungen ihr Recht werden lassen. Täten wir das nicht, so müßten wir uns selbst aufgeben. So werden wir die Einführung der von uns ausgearbeiteten gerechten Satzungen und des Verhältniswahlrechts mit Nachdruck betreiben, damit zum Nutzen der Gesamtheit unsere alte Forderung des Mitbestimmungsrechts aller erfüllt werde. So wenig wir zulassen werden, daß die Verwaltung der Gemeinde „nach liberalen Grundsätzen unter Ausschaltung jüdischnationaler Bestrebungen geführt wird“, wie es verlangt worden ist, ebensowenig werden wir irgendeiner anderen Richtung das Lebensrecht absprechen. Wir werden auch dafür sorgen, daß die Bedürfnisse aller religiösen Richtungen innerhalb der uns gesteckten finanziellen Grenzen ohne Bevorzugung der einen oder andern Gruppe befriedigt werden. Nach wie vor werden wir unserm Programm getreu eintreten für die Einheit der Gemeinde, für die Einheit des Judentums. Duisburg, den 6. Juni 1928. Jüdischer Einheitsblock. Jüdische Gemeinden in Deutschland für den Palästina-Aufbau Berlin, 10. Juni. (JTA.) Der Kreis der Jüdischen Gemeinden in Deutschland, der dem jüdischen Palästinawerk (Keren Hajessod) E. V. materielle Förderung angedeihen läßt, wird immer größer. In den letzten Wochen haben die Jüdischen Gemeinden in Frankfurt a. M. RM. 3000.— und in Bamberg RM. 500.— für den Keren Hajessod bewilligt; Frankfurt a. M. hat daneben weitere RM. 1500.— für die hebräische Universität in Jerusalem gezeichnet. Beginn der Beratungen der Jewish-Agency-Kommission London, 9. Juni. (JTA.) Die Mitglieder der Jewish - Agency - Kommission versammelten sich heute im Landhause von Lord Alfred Mond in der Nähe von Southampton zu einer ersten, vorläufig inoffiziellen Beratung, in der vorerst die Richtlinien und der Arbeitsplan der Konferenz festgelegt werden sollen. MAGIRUSI NASH I PHÄNOMEN LASTWAGEN UND OMNIBUSSE | FÜHRENDE WELTMARKE I LIEFERWAGEN »/* t Auto-METZGER MÜNCHEN Seidlstr. 30, F.

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