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Das jüdische Echo · 1928-05-11 · 19 (11.5.1928) · p. Seite 295

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Journal
Das jüdische Echo
Volume
15 (1928)
Issue
19 (11.5.1928)
Date
1928-05-11
Page
Seite 295 (sequence 7)
Language
German
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Nr. 19 295 Das Jüdische Echo der Zentral wohlfahrtsstelle der deutschen Juden im Repräsentantensitzungssaal der jüdischen Gemeinde zu Berlin statt. Zu der zahlreich besuchten Sitzung hatten fast alle delegationsberechtigten Organisationen, Gemeinde- und Wohlfahrtsverbände Vertreter entsandt. Nach einer Begrüßungsansprache des Vorsitzenden wurde vom Geschäftsführer Dr. Ollendorff der Tätigkeitsbericht über die Arbeit der Zentralwohlfahrtsstelle erstattet, der, ebenso wie der vom Schatzmeister, Herrn Otto Eskeles, gegebene Finanzbericht, dem Gesamtvorstande schriftlich vorlag. Dem geschäftsführenden Vorstand wurde Entlastung erteilt. Sodann folgte ein Referat von Herrn Bankdirektor Wilhelm Kleemann (Berlin) über: „Gesichtspunkte, welche für die Errichtung der seit einiger Zeit in Berlin bestehenden jüdischen Kreditgenossenschaft maßgebend gewesen sind.“ Daran und an die Berichte schloß sich eine eingehende Diskussion unter lebhafter Beteiligung, besonders auch der auswärtigen Vertreter. Die Aussprache ergab eine große Reihe von Anregungen für die künftige Ausgestaltung der verschiedenen Arbeitsgebiete, insbesondere des Kreditwesens, der Gesundheitsfürsorge (vor allem der Tuberkulosefürsorge und der Fürsorge für Nerven- und Geisteskranke) sowie der Gefährdetenftirsorge (Frage der Bewahrungsheime). Schließlich wurde eine von Herrn Dr. Tietz (Reichsausschuß der jüdischen Jugendverbände) vorgelegte Entschließung zur tatkräftigen Förderung der jüdischen Gemeinde- und Jugendheime einstimmig angenommen. XXII. Delegiertentag der Zionistischen Vereinigung für Deutschland vom 27. bis 29. Mai in Breslau Berlin, 4. Mai. (JTA.) Der XXII. Delegiertentag der Zionistischen Vereinigung für Deutschland findet vom 27. bis 29. Mai in Breslau statt. Auf der Tagesordnung stehen Referate der Herren Kurt Blumenfeld und Martin Rosenblüth über die zukünftige Gestaltung der zionistischen Arbeit in Deutschland, ferner ein Referat des Vertreters der zionistischen Exekutive, Herrn Dr. Felix Rosenblüth, über „Die Lage in Palästina und im Gesamtzionismus“. Außerdem finden Sonderkonferenzen des Keren Hajessod und des Keren Kajemeth statt. Der 8. Kartelltag des Kartells Jüdischer Verbindungen — Richard Lichtheim der neue Kartellpräside Berlin, 4. Mai. (JTA.) Am Samstag, dem 28. April, wurde in Anwesenheit von 54 Delegierten aus sämtlichen Verbindungen und Bezirksverbänden, welche 62 Stimmen repräsentierten, - der 8. Kartelltag des Kartells Jüdischer Verbindungen mit einem Begrüßungsabend eröffnet. An dem Begrüßungsabend nahmen über 300 Bundesbrüder teil. Nach einer kurzen Ansprache des Kartellpräsiden hielt der Vorsitzende der Zionistischen Vereinigung für Deutschland, Bundesbruder Kurt Blumenfeld, die Tendenzrede. Am Sonntag trat der Kartelltag in die sachlichen Verhandlungen ein, Ueberkinger Sprudel Süddeutschlands führendes Tafelwasser Generaldepot Eduard Kühles, München RASPSTRASSE 6 TELEPHON 92200 die ebenfalls außerordentlich stark besucht waren. Der Präside, Bundesbruder Erich Hurwitz, erstattete den Bericht des Präsidiums. Im weiteren Verlauf der Tagung referierten die Bundesbrüder Siegfried Kanowitz über „Die Aufgaben des K. J. V. in der zionistischen Jugendbewegung“, Richard Lichtheim über „Die Funktion des Zionismus im deutschen Judentum“, Moritz Bileski über „Entwicklungsgeschichte im Weltzionismus“. An die Referate schlossen sich ausführliche Debatten an. Der Kartelltag wurde am Montag, dem 30. April abends mit der Wahl eines neuen Präsidiums geschlossen, dem die Bundesbrüder Richard Lichtheim als Kartellpräside sowie Kurt Tuchler, Boris Silbert, Hubert Pollack, Hermann Tumbowsky und Hans Anton Wolff angehören. Die dritte Premiere des Moskauer Jüdischen Akademischen Theaters Berlin, 2. Mai. (JTA.) Am 1. Mai abends spielte das von Alexis Granowsky geschaffene Jüdische Akademische Theater als gritte Premiere in Berlin „Die Hexe“, eine Art Parodie auf das alte jüdische Theater. Das Theater des Westens, eines der größten Theater Berlins, war bis auf den letzten Platz besetzt. Norbert Falk stellt in der „B. Z. am Mittag“ fest: „Und wieder ein rasender Erfolg. Wieder die urgesunde Schwungkraft gespannter Energien, nochmals die tolle Vitalität gelöster Temperamente. Gelöst und gebunden zugleich: gebunden an die präzise Ausgewogenheit eines auf Halbsekunden abschattierten Rhythmenmaßes. Und bei aller exotischen Ornamentik, allem Geschnörkel einer scheinbar hemmungslosen Grotesklaune niemals das Grinsen eingefrorener Fratzen. Die Blutwelle innersten Mitlebens schlägt heiß an die scharf gezogenen Ufer.“ Frauen als Mitglieder der Synagogenvorsteherschafien in Berlin Berlin, 4. Mai. (JTA.) Der Vorstand der jüdischen Gemeinde Berlin hat beschlossen, den Frauen auch das passive Wahlrecht in die Vorsteherschaften der Synagogen zu geben. Die Tä-, tigkeit der Frauen in den Synagogenvorsteherschaften wird sich allerdings auf die Beteiligung an den Sitzungen und auf die Aufsichtsführung auf den Frauenemporen beschränken; Funktionen als Synagogenvorsteher an den Sabbat- und Feiertagen werden sie nicht versehen. PACKARD verkörpert vornehmen Reichtum Generalvertreter: GEBR. BEISSBARTH / KOHLSTR. 2 beim Deutschen Museum

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