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Das jüdische Echo · 1928-03-09 · 10 (9.3.1928) · p. Seite 160

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Journal
Das jüdische Echo
Volume
15 (1928)
Issue
10 (9.3.1928)
Date
1928-03-09
Page
Seite 160 (sequence 12)
Language
German
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160 Das Jüdische Echo Nr. 10 wie er zu dem komischen Namen gekommen sei, ob es denn keinen schönem gäbe, den er annehmen könnte. Er erwiderte schmunzelnd: „Aber das ist doch schon mein Künstlername.“ Die wunderlichsten Namensänderungen kann man in Amerika erleben. Daß ein Weißmehl aus Polen in Chikago zu einem einfachen Weiß, ein Schwartzhaar zu einem Schwartz, Lubranecki und Lubrzynski zu einem Lubin werden, ist eine Kleinigkeit. Die Namen ändern sich dort ja schon durch ihre Aussprache. So wird der Nachkomme des Hamburger Loewenstein ohne orthographische Änderung „Lauenstien“, der bekannte Loeb „Loob“, Lewi wird Lihwei ausgesprochen, Weiß dagegen Wise geschrieben. Aber da gibt es eine Familie Beavantrou, deren Name Biewentrau klingt. Sie hätten früher Bloch geheißen, erzählt man, und wären aus dem Elsaß zur Zeit des ersten Kaiserreichs nach Paris gekommen. Da hätten siie sich ins Französische übersetzt: Bloch — „B vor Loch“, also „B avant trou“, zusammengesetzt Beavantrou, und nach der Übersiedlung des Sohnes nach Neuyork ausgesprochen: Biewentrau. Vor Gericht in Neuyork erscheint ein Mann mit dem echt irischen Namen Jan Keilte. Da er nur wenig Englisch, um so besser aber Yiddish versteht, wird er gefragt, wie er zu dem Namen Jan Kellie käme. Er erwidert: „Abber asäu schreibt me doch Jankele in Englisch!“ Der Zweck dieser plaudernden Zeilen ist erreicht, wenn solche kn Volke umlaufenden jüdischen Namensanekdoten aufgeschrieben werden, noch mehr aber, wenn sie dazu anregen, der Geschichte des eigenen Namens und der Familie nachzugehen. Denn es gibt keine innigere Verbindung mit der Gesamtheit Israels als den Beweis, aus dem eigenen Familienadel heraus, daß wir alle eines Stammes, eines Blutes und Kinder derselben Familie sind. Gemeinden-u. Vereins-Echo München. Wir möchten nicht verfehlen, nochmals auf die Vorträge des Herrn Professors Dr. Eisler, über: „Die Kunst Liebermanns“ aufmerksam zu machen, die am Sonntag, dem 11. und Montag, dem 12. März, abends 8.15 Uhr, stattfinden. Näheres siehe Anzeige in dieser Nummer. Zionistische Ortsgruppe München. Donnerstag, 15. März, abends 8.30 Uhr, findet im Lessingsaal, Herzog-Rudolf-Straße 1, unsere diesjährige ordentliche Generalversammlung statt. Gleichzeitig machen wir auf den am Dienstag, dem 20. März, im Rheinischen Hof stattfindenden Vortrag von Frau Gerda Arlosoroff (Berlin) über „Die Entwicklung der jüdischen Palästinakolonisation in den letzten drei Jahren“ aufmerksam. Wir bitten sämtliche Organisation und Vereine, sich diesen Abend freizuhalten. Schachklub „Lasker“, München. Wir Spielen regelmäßig jeden Mittwoch, ab 8 Uhr, im Restaurant Herzog Heinrich, Ecke Landwehr- und Mathildenstraße. Gäste jederzeit willkommen. Die Vorstandschaft. Bar - Kochba, Damenabteilung. Bei schönem Wetter ist ab morgen jeden Sonntag,, vormittags halb 10 Uhr, Spiel- und Sportbetrieb auf unserem Platz (Säbenerstraße) Straßenbahnlini'e 25, Haltestelle Krüppelheim. Pianino Steingräber neues, von größter Halt¬ Pianino überspielt, tadellos, für barkeit u. Klangschönheit, RM. 900.— zu verkaufen. nur RM. 975.—, auch auch gegen gegen kleine Monatsraten kleine Monatsraten Pianohaus Alfred Schmid Pianohaus Alfred Schmid Nachfolger Nachfolger München / Residenzstr. 7 München / Residenzstr. 7 gegenüber der Hauptpost gegenüber der Hauptpost I. MÜNCHENER PLI SS ££• BRENN IREI FRANZ QRUBER, MÜNCHEN Hohlsaum, Knöpfe, Endeln, Kanten, KostOmetlckerelen Burgstraßei6/3 Knopflöcher Telephon 22975 Bar - Kochba, Leichtathletikabteilung. Morgen beginnen die Verbandsspiele um die südbayerische Pokalmeisterschaft, so daß sämtliche Privatspiele abgesagt werden mußten. Nachdem unser Vertreter Freilos gezogen hat, sind wir morgen spielfrei. Unser erstes Verbandsspiel haben wir am Sonntag, dem 18. März, gegen den Postsportverein auf dem Platze an der Arnulfstraße zu bestreiten. Wir bitten schon heute sämtliche Spieler, diesen Tag freizuhalten und unbedingt dem morgigen Handballtraining beizuwohnen. — Dienstag, den 13. März, nach dem Hallentraining Spielerversammlung. Der Sportwart. Jüdischer Kulturverein J. L. Perez, München. Heute, Samstag, dem 10. März, fällt unser Vereinsabend infolge einer dringend gewordenen Vorstandssitzung aus. Voranzeigen. Samstag, den 17. März 1928, spricht Chaver Joseph Lövy anläßlich des 12. Todestages von J. L. Perez über: „Perez als Dichter des Chassidismu s.“ Samstag, den 24. März 1928, spricht Herr Dr. med. Raphael Levi über: „Die Schönheit der Bibel.“ Samstag, den 31. März 1928, spricht Chaver stud. phil. Rachmid Katz über den Propheten Jesaia. Zu diesen Vorträgen laden wir alle Freunde und Interessenten und insbesondere die Jugendvereine herzlichst ein. Näheres in den nächsten Echo-Nummern. Die Vorstandschaft. München. Der „Kadimah,“ Bund jüd- Pfadfinder, veranstaltet am Donnerstag, dem 15. März, abends 8 Uhr, im Mathildensaal eine Purimfeier unter Mitwirkung des jüdischen Kammerorchesters. Es gelangen Werke von Händel, Beethoven und Mozart sowie ein Purimspiel von Goethe (Fragment) und ein hebräisches Theaterstück zur Aufführung. Karten zu RM. 1.— und 1.50 an der Abendkasse.

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