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Das jüdische Echo · 1928-02-24 · 8 (24.2.1928) · p. Seite 123

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Journal
Das jüdische Echo
Volume
15 (1928)
Issue
8 (24.2.1928)
Date
1928-02-24
Page
Seite 123 (sequence 11)
Language
German
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Nr. 8 Das Jüdische Echo 123 Gemeinden-u. Vereins-Echo Der Etat der Kultusgemeinde München. Am Donnerstag, dem 16. Februar 1928, fand im gemeindlichen Sitzungssaale eine Sitzung des Vorstandes und der Gemeindevertretung statt, die sich hauptsächlich mit der Jahresrechnung 1927 und der Beschlußfassung über den Etat und die Festsetzung der Gemeindeumlagen für das Jahr 1928 zu befassen hatte. Bevor man jedoch in die Beratung dieser Gegenstände eintrat, wurde noch eine ganze Reihe anderer wichtiger Vorlagen erledigt: Herr Ingenieur Hugo Sternberger wurde als neues Mitglied der Gemeindevertretung eingeführt, eine Korrespondenz mit dem Landesfinanzamt über strittige Fragen der Umlagenerhebung zur Kenntnis gebracht, die Wiederwahl der Vorsitzenden des Vorstands bekanntgegeben, verschiedene Ausschüsse ergänzt, ein Synagogenchorausschuß neu bestellt, in geheimer Sitzung Beamtenfragen erledigt und schließlich durch Justizrat Dr. Oestreich über die wesentlichsten Bestimmungen des mit dem Verlag B. Heller über die fernere Herausgabe der Gemeindezeitung abgeschlossenen Vertrags Bericht erstattet, sowie dieser Vertrag von der Gemeindevertretung einstimmig genehmigt. Darauf ging man zur Erörterung der für das Jahr 1927 vorliegenden Jahresrechnung über, zu der Herr Justizrat Dr. E. Straus Erläuterungen gab. An Umlagen waren anstatt der veranschlagten niedrigeren Summe RM. 599 000.— eingegangen; im übrigen haben sich die Ziffern des Voranschlags im allgemeinen als richtig erwiesen. Die guten Steuereingänge hatten es der Gemeinde im abgelaufenen Jahre erlaubt, verschiedene Schuldentilgungen vorzunehmen. So wurden nicht nur sämtliche Aufwendungen für den Kauf und Umbau des Lessinghauses aus den Mehreingängen gedeckt; über RM. 103 000.— konnten auch zur Refundierung des Stiftungsvermögens verwandt werden. Die Jahresrechnung konnte in dieser Sitzung nicht genehmigt werden, da die Revisoren ihre Prüfungsarbeit noch nicht beendet hatten. Der Etat für das Jahr 1928, der sodann behandelt wurde — Berichterstattung ebenfalls Justizrat Dr. E. Straus — zeigt ein ähnliches Bild wie der des Vorjahres. Die Ausgaben für Beamtenbesoldungen sind infolge der zu erwartenden Beamtenaufbesserung erhöht angesetzt, ebenso&der Posten Pensionen. Die anderen Positionen haben sich nur unwesentlich geändert. Kulturelle Ausgaben und soziale Tätigkeit sind danach etwa ebenso berücksichtigt wie im Vorjahre, d. h. mit etwa 25—30 Prozent des gesamten Etats. Der Ausgabenetat wurde denn auch fast ohne Debatte angenommen. Nur bei einer Bewilligung von RM. 5000.— an den Centralverein erklärte Herr Lichtenauer im Namen der Vertreter der Jüdischen Volkspartei, daß erhebliche Bedenken gegen eine solche Bewilligung bestehen im Hinblick J auf die innerjüdische Haltung des C.-V. Da die Subvention ausdrücklich nur für lokale Abwehrzwecke erbeten werde, würde er sich in Anerkennung der Verdienste des C.-V. auf diesem Gebiete und im Interesse eines künftigen friedlichen Zusammenarbeitens unter Zurückstellung der Bedenken zur Bewilligung eines Beitrags in mäßigen Grenzen entschließen. Da der geforderte Betrag aber weit über das hinausgehe, was früher einmal bewilligt worden sei und was andere Großgemeinden an den C.-V. leisten, werde er mit seinen Freunden sich bei dieser Position der Stimme enthalten. In der Schlußabstimmung fand der gesamte Etat, der in Ausgaben und Einnahmen einen Betrag. von RM. 598 000.— erreicht und ohne Fehlbetrag abschließt, einstimmige Annahme, auch der vorgeschlagene Umlagensatz von 8 Prozent (1,5 Prozent weniger als im Vorjahre), bei dem man eine Steuereinnahme von etwa RM. 484 000.— erwartet, wurde einstimmig genehmigt. Nachdem Geheimrat Dr. Dispecker, der die Verhandlungen geleitet hatte, noch Herrn Justizrat Dr. E. Straus gedankt und seiner Freude über die bei der Etatberatung zutage getretene Einigkeit der Gemeindevertreter Ausdruck gegeben hatte, konnte er bereits kurz nach 10 Uhr die arbeitsreiche Sitzung schließen. Lehrkurse der Israelitischen Kultusgemeinde München. Am Mittwoch, dem 29. Februar, abends 8.15 Uhr, wird Herr Dr. W. Meyer (Nürnberg) in der Philosophischen Arbeitsgemeinschaft über „Die Geschichte des antiken Denkens in seinen Beziehungen zum Judentum“ den letzten Vortrag über „Plotin“ halten. Der Vortrag findet im Lessingsaal, Herzog-Rudolf-Straße 1, statt. Eintritt frei. — Am Sonntag, dem 11. und Montag, dem 12. März wird Herr Universitätsprofessor Dr. Max Eisler (Wien) über „Die Kunst Max Liebermanns“ im Museumssaale sprechen. Jüdischer Turn- und Sport-Verein Bar-Kochba, München. Unser Vereinsbruder Orljanski ist nach Amerika auf längere Zeit verreist. Wir wünschen ihm gute Fahrt und glückliche Rückkehr. Während seiner Abwesenheit leitet den Verein Turnbruder Masur. Turnbruder Friedländer, München, Maffeistraße 14, übernimmt endgültig die Geschäftsstelle des Vereins. Sämtliche Anfragen und Briefe usw. sind künftig an ihn zu richten. Telephon 90788. Wir bitten im Interesse einer geordneten Geschäftsführung diese Adressenänderung unbedingt zu beachten. Wir freuen uns berichten zu können, daß unsere beiden Feste vom 22. Januar und 12. Februar einen glänzenden Erfolg hatten, insbesondere auch in finanzieller Hinsicht. Es ist uns eine Ehrenpflicht, an dieser Stelle allen Mitwirkenden herzlich zu danken, denn nur deren opferwillige Hilfsbereitschaft ermöglichte die reibungslose Durchführung. Mit diesen Festen haben wir bewiesen, daß wir Freude bereiten können, nun aber gilt es wieder ernste Arbeit zu leisten. Die idealen Fahrzeuge von Weltruf DER NEUE FORD 8/28 od.13/40 PS bei gleichen Preisen Große Geschwindigkeit, Beschleunigung, Bergsteigfähigkeit, wunderbare Präzisionsarbeit und Linienführung STEPPACHER &, CO. LINCOLN 23/100 LOCO.MOBILE 16/70 Die berühmten 8 Cylinder der Welt Einzige autoris. „Ford“-Vertretung BarerStr.30 (beim Obelisk),Tel.57460

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