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Das jüdische Echo · 1927-11-18 · 46 (18.11.1927) · p. Seite 757

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Journal
Das jüdische Echo
Volume
14 (1927)
Issue
46 (18.11.1927)
Date
1927-11-18
Page
Seite 757 (sequence 9)
Language
German
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SPORT-ECHO Blätter zur Pflege der Leibesübungen bei den Juden Mitteilungen über die jüdische Turnu. Sportbewegung 1927 München, 18. November Nr. 10 Rundschau Bar Kochba. Berlin — A.-Verein Berlin, 13. Oktober. (JTA.) Seitens des Verbandes Brandenburgischer Athletik-Vereine wird mitgeteilt' Der Jüdische Turn- und Sportverein Bar Kochba, Berlin, wurde in der gestrigen Sitzung des Athletik-Ausschusses der Verbandes Brandenburgischer Athletik - Vereine in die A- Klasse aufgenommen. In jüdischen Sportkreisen hat der Klassenaufstieg des Bar Kochba Genugtuung ausgelöst. Nach dem kürzlich ausgefochtenen Asseburg-Memorial, einer großen Mehrkampf-Prüfung, die den Bar Kochba unter den Vereinen der ^“-Leistungsklasse an sechster Stelle unter neun Konkurrenten einlaufen sah, war dieser Klassenaufstieg nur eine Frage von Tagen. Er ist nicht nur dem Mitwirken des finnischen Olympioniken und Meisterläufers Katz, sondern dem zielbewußten Training der Staffelmannschaften zu verdanken. Anläßlich dieses Ereignisses möchten wir es uns nicht versagen, auf das anschließend überall einsetzende Wiederaufleben der Bar-Kochba-Vereine hinzuweisen. Es war hohe Zeit. Auch hier in München regt es sich wieder. Aber die aufopfernde Arbeit der Vereinsvorstände kann allein nicht helfen. Jeder Verein ist auf die Mitarbeit, intensivste Mitarbeit seiner Mitglieder angewiesen. Hoffen wir, daß der Aufschwung allgemein und bleibend wird. Und möge der Bar Kochba über der sportlichen Arbeit seine nationalen Verpflichtungen nicht vergessen! Dann kann der jüdische Sportverein wieder werden, was er war: ein wichtiger Faktor im jüdischen Leben. Ein Sporterfolg des Reichsbundes Jüdischer Frontsoldaten Berlin, 9. Oktober. (JTA.) Die Jiu-Jitsugruppe des Reichsbundes Jüdischer Frontsoldaten war bei einem vom Reichsverband für Jiu-Jitsu veranstalteten Erstlings- und Anfängerturnier äußerst erfolgreich. Bei den Schlußkämpfen ergab es sich, daß der RJF. mit 6Vs Punkten den ersten Platz belegen konnte, vor dem Ersten Berliner Jiu-Jitsu-Klub mit 3, dem Postsportverein mit 2Va und der Jiu-Jitsu-Gruppe der Justizverwaltung mit einem Punkt. Bruno-Goldstein-Pokal Makkabi als Zweiter ehrenvoll unterlegen Am Donnerstag, dem 13. Oktober, gelangte in den Germaniasälen, Chausseestraße, die Endrunde zwischen BC. Heros und JBC. Makkabi um den Bruno-Goldstein-Pokal zum Austrag. Heros hatte, da Makkabi in den Vorkämpfen ein Freilos zog, einen Punktvorsprung, den Makkabi trotz aller Anstrengungen nicht gutmachen konnte. Wenn auch das Ergebnis des Abends mit 6:6 Punkten unentschieden war, so ist doch aus dem oben angeführten Grunde Heros Sieger geworden. Leipzig. Bar Kochba erringt drei Stadtmeisterschaften! Die soeben beendeten Stadtmeisterschaften Leipzigs im Boxen brachten den daran beteiligten Bar-Kochba-Kämpfern sensationelle Erfolge. Mit drei Meisterschaften und drei zweiten Plätzen wurde das Ergebnis des Vorjahres bei weitem übertroffen. Die neuen Stadtmeister des Bar Kochba sind: im Bantamgewicht Flaschmann; im Federgewicht Engel und im Mittelgewicht Frischer. Reiter, Wilkomirski und Gerson besetzten die zweiten Plätze in ihren Klassen. Krise der Hakoah-Fußballmannschaft Schwerer Kampf um die Erstklassigkeit Auch das letzte Meisterschaftsspiel der Wiener jüdischen Mannschaft brachte ihren Anhängern eine schwere Enttäuschung. Von der erst in diesem Jahre aus der zweiten Klasse wiederauf gestiegenen Hertha erlitt Hakoah eine empfindliche Niederlage. Die Favoritner gewannen 4:0 (0:0). Wohl spielten sie, vom energielosen Schiedsrichter in keiner Weise behindert, sehr brutal — Strauß mußte auch wegen einer Verletzung ausscheiden — außerdem gab es bei Hakoah noch immer Kranke und Verletzte, doch zeigte sich wieder, daß einem großen Teil der Spieler der nötige Kampfgeist völlig mangelt. Man will bei Hakoah nunmehr endlich darangehen, die nicht genug pflichteifrigen Elemente auszuscheiden und sich endgültig auf den Nachwuchs stützen. Leider kann das auf diesem Gebiete durch Versäumnis verlorene Terrain nicht so schnell wieder aufgeholt werden, so daß Hakoah jetzt ernstlich um ihre Existenz in der ersten Klasse zu kämpfen haben wird. Der jüdische Verein nimmt gegenwärtig unter 13 Klubs mit 5 Punkten die 10. Stelle ein. Von 7 Spielen haben die Blau-Weißen 2 gewonnen, 1 unentschieden gestaltet und 4 verloren. 17 erhaltenen Treffern stehen nur 7 erzielte gegenüber. Hakoah hat in der Herbstsaison noch folgende Gegner: Wacker, WAC., Austria, Rapid und BAC. Die Generalversammlung des tschechoslowakischen Makkabi-Kreises Ein jüdisches Turn- und Sportfest in Brünn im Sommer 1928 Vergangene Woche fand im Saale der jüdischen Gemeinde in Brünn die Generalversammlung des tschechoslowakischen Makkabi-Kreises unter dem Vorsitze des Vizepräsidenten des Makkabi-Weltvcrbandes, Dr. Sonnenfeld, statt. Fast alle Makkabi-Vereine der Republik waren durch Delegierte vertreten. Von Wien waren Direktor

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