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Das jüdische Echo · 1927-10-14 · 41 (14.10.1927) · p. Seite 681

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Journal
Das jüdische Echo
Volume
14 (1927)
Issue
41 (14.10.1927)
Date
1927-10-14
Page
Seite 681 (sequence 13)
Language
German
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Nr. 41 Das Jüdische Echo 681 ZIONISTISCHE ORTSGRUPPE MÜNCHEN VORANZEIGE Mittwoch, 26. Oktober 1927, abds. 8 Uhr, spricht Herr Rabbiner Dr. Max Elk Stettin im Mathildensaal, Mathildenstraße 4 über Wandlungen im Liberalismus Zur Deckung der Unkosten wird ein Eintritt von 1 RM , für Jugendliche 50 Pf. erhoben. hat sich liebenswürdigerweise bereit erklärt, in einem von der Zionistischen Ortsgruppe München veranstalteten Vortrag über „W andlungen im Liberalismus“ zu sprechen. Da der Vortrag allgemeines Interesse finden dürfte, werden hierdurch sämtliche Gemeindemitglieder höflichst eingeladen. (Siehe Anzeige in dieser Nummer.) Hebräische Sprachschule München. Samstag, den 15. Oktober 1927, abends punkt 8.30 Uhr, spricht Herr Elijah u Margalit aus Palästina (Gründer des Hechaluz) über „Der Zionismus in seiner Verwirklichung“. Der Vortrag findet im Unterrichtslokal, Herzog-Rudolf-Straße 1, Rückgeb., statt. Interessenten sind höflichst eingeladen. Bar Kochba München. Feiertagshalber muß das Mädchen- und Damenturnen an den nächsten beiden Montagen ausfallen. Der gesamte Betrieb wird Montag, den 24. Oktober, unter der bewährten Leitung von Frl. Armbruster aufgenommen. Sämtliche Turnerinnen werden aufgefordert, bestimmt am Turnboden zu erscheinen. Bar Kochba München. Dienstag, den 1. November (Allerheiligen), findet im K. J. V.-Lokal, St.- Anna-Straße 6/0, vormittags punkt 9 Uhr, die ordentliche Generalversammlung statt. Sämtliche Mitglieder werden heute schon gebeten, sich diesen Tag freizuhalten. Gesamtausschuß der Ostjuden München. Unser Simchas-Thora-Fest mit einigen Überraschungen findet Samstag, den 22. Oktober, abends 8 Uhr, in den unteren Sälen des Hotels „Bayerischer Hof“ statt. Aus dem Programm: Tanzkompositionen von Rhea Glus, getanzt von Erna Jarndorf. Humoristische Rezitationen von Scholem Alejchem, gelesen von Rachmiel Katz. Karten im Vorverkauf zu ermäßigten Preisen (RM. 2.50) zu haben Jn der „Ewer-Buchhandlung“, Ottostraße 2, Tel. 52 4 07, bei D. Horn, Karlstraße 54, Tel. 53 7 33, S. Orljansky, Neuhauser Straße 29. Tel. 90 3 61, A. Gidalewitsch, Schwanthalerstraße 24, Tel. 596 719; an der Abendkasse (RM. 3.—). Spenden für das Büffet erbeten an B. Goldfarb, Schweigerstraße 4/II1, Tel. 21 5 52, Dr. Horn, S. Orljansky. München. Kammersängerin Aline Sauden gibt ihren einzigen Arien- und Lieder-Abend am Samstag, 15. Oktober, 7.30 Uhr im „Bayerischen Hof“. Die Künstlerin singt Arien von Mozart und Puccini, Lieder von Brahms, Hugo Wolf, Paul Graener (zum ersten Male) und Flick-Steger (Uraufführung). Am Klavier: Konrad Neuger. Hebräische Sprachschule (Chowewe Jwrith) Nürnberg Das Wintersemester der hebräischen Sprachschule Nürnberg wurde durch einen interessanten Vortrag des Leiters, Herrn A. Percikowitsch am Donnerstag, dem 29. September, eröffnet. Herr Percikowitsch sprach über die hebräischarabische Poesie. Ausführlich erklärte er die inneren und äußeren Faktoren, die für Form und Inhalt der Poesie bestimmend waren. Der Vortrag, der Wesen und Charakter der hebräisch-arabischen Poesie dem hebräischen Publikum in kurzen Strichen vor Augen führte, endete mit einer Diskussion, die von den Herren Dr. Nußbaum und F r ä n k e 1 bestritten wurde. Es wurde angeregt, das Wintersemester dazu zu benutzen, die hebräischen Hörer in eingehender Weise mit der Blütezeit der hebräischen Poesie bekanntzumachen. Die Sichoth finden wieder regelmäßig jeden Samstag abend um 8.45 Uhr, Neue Gasse 12, I. Stock, im Sekretariat der Kultusgemeinde statt. Diejenigen Herren, die für diese Abende Referate übernehmen wollen, werden gebeten, die Themata Herrn Percikowitsch baldigst bekanntzugeben. — Für sämtliche hebräische Sprachkurse werden neue Schüler aufgenommen. Ferner wird ein neuer Anfängerkurs gebildet. Anmeldungen, auch für Privatstunde nimmt entgegen: Hebräische Sprachschule (Chowewe Jwrith), Breite Gasse 32/1. Nürnberg. „Cohen contra Mille r.“ So heißt ein amerikanisches Lustspiel, das im Augenblick in den Nürnberger Lorenzer-Lichtspielen gezeigt wird. Die unglaubliche Sentimentalität, mit der das Problem der Mischehe behandelt wird, kennen wir schon aus anderen amerikanischen Stücken, die zum Teil besser waren, so aus dem Film „Seine Söhne“, in dem der unvergleichliche Schildkraut die Hauptrolle spielte. Versöhnlich wirkt in dem Stück „Cohen contra Miller“ nur die recht gute Milieuschilderung aus der größten jüdischen Massensiedlung Neuyork und die überlegene Ironie des Filmdichters, der das Nichtjudentum durch den Polizisten Miller ausgezeichnet zu symbolisieren weiß. Daß Cohen nach Antritt der großen Erbschaft als Bourgeois geschildert wird, der um nichts zittert als um sein Geld, mag peinlich wirken, doch kann man nicht sagen, daß der in Cohen gezeichneten jüdischen Gesellschaftsschicht in dem Stücke Unrecht geschieht. Albern und gehässig wirkt nur der Mangel an Mut beim Vater, gegen den die frische Rauflustigkeit des Cohen jr. um so erfreulicher absticht. Fr. Fr. Regensburg. In der festlich geschmückten Synagoge wurde am Sonntag, dem 25. September 1927, Herr Rabbiner Harry L e v y feierlich in sein Amt eingeführt. Nicht nur die israelitische Kultusgemeinde Regensburg und die Gemeinden des Rabbinats-Bezirks, auch die staatlichen und städtischen Behörden, sowie die Geistlichkeit nahmen an diesem Ereignis Anteil; den Verband Bayer. Israelitischer Gemeinden vertrat Herr Oberlandesgerichtsrat Dr. Neumeyer. Herr Rabbiner Levy wurde zunächst von Herrn Komm.-Rat David Rosenblatt im Gemeinde- Sitzungssaal begrüßt und dann von Herrn Distrikt-Rabbiner Dr. Weinberg, Neumarkt, dem bisherigen Verweser des fast zwei Jahre vakan-

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