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Das jüdische Echo · 1927-07-29 · 30 (29.7.1927) · p. [Seite]

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Journal
Das jüdische Echo
Volume
14 (1927)
Issue
30 (29.7.1927)
Date
1927-07-29
Page
[Seite] (sequence 3)
Language
German
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Nr. 30 479 Das Jüdische Echo Eine zweite Gruppe von Sachverständigen auf der Reise nach Palästina N e u y o r k , 21. Juli. (JTA.) Drei weitere Mitglieder der auf Grund des Jewish Agency-Abkommens zwischen Weizmann und Marshall ernannten Sachverständigenkommission haben die Reise nach Palästina angetreten. Es sind dies der Chef des Departements für Urbarmachung von Boden bei der Regierung der Vereinigten Staaten Prof. Elwood Mead, der Dekan des Landwirtschaftsdepartements beim Rutgers College und Direktor der Landwirtschaftlichen Versuchsstation von New-Jersey Prof. Jakob G. Lipman und der Statistiker und Wirtschaftler Prof. Leo Wolman, eine Autorität auf dem Gebiete der Behebung der Arbeitslosigkeit und der Arbeiterversicherung. Auch Hermann Bernstein zieht seine Klage gegen Ford zurück N e u y o r k , 25. Juli. (JTA.) In dem Prozeß, den Hermann Bernstein gegen Henry Ford angestrengt hatte, erklärte der Neuyorker Rechtsanwalt Samuel Untermeyer, daß Bernstein nunmehr seine Schadenersatzforderung zurückgezogen habe, und daß eine gütliche Beilegung nahe bevorstehe, nachdem Ford die in seiner Zeitung „Dearborn Independent“ veröffentlichten antisemitischen Anschuldigungen zurückgezogen und als gegenstandslos erklärt habe. Der Einfluß von Edsel Ford auf die Umkehr seines Vaters Detroit, 22. Juli. (JTA.) Aus der Umgebung Fords wird mitgeteilt, daß der Sohn Henry Fords, Edsel Ford, es gewesen sei, der die Abkehr des Auto-Königs vom Antisemitismus durchgesetzt hat. In diesem Zusammenhänge wird weiter erzählt, Herr Edsel Ford habe vor etwa einem Jahre Verhandlungen mit Vertretern der Zionistischen Investment Corporation wegen Investierung von einer Million Dollar in Hypotheken in Palästina angeknüpft, wobei der bekannte Zionist Morris Friedberg aus Detroit der Vermittler gewesen war. In zionistischen Kreisen wehrte man sich jedoch dagegen, daß Kapital aus dem Hause Ford beim jüdischen Aufbauwerk eine Rolle spielen soll; man lehnte das Angebot ab. Die Leitung des Suez-Kanals soll von Ägypten nach Palästina verlegt werden Wie der Palästina-Korrespondent des „Hajnt“, Pietruschka, berichtet, soll es bereits sicher sein, daß im nächsten Jahre die Verwaltung der Suez- Kanal-Angelegenheiten, die bisher in der Hand des englischen High Commissioner von Ägypten lag, der Palästinaregierung übertragen werden soll. Zum offiziellen Leiter des Suezkanals wird der Leiter des Departements der Palästinaregierung für Eisenbahnwesen, Col. Holms, ernannt werden. Dieser Verlegung komme große politische Bedeutung bei. England soll endgültig darauf verzichtet haben, seine Interessen am Suezkanal von der ägyptischen Seite aus schützen zu wollen. Es liege also immer mehr im Interesse Englands, in Palästina, von wo aus jetzt all diese Angelegenheiten verwaltet werden sollen, eine zuverlässige und treue Bevölkerung zu haben, auf die es sich stützen könne. Eine Erklärung des Ministers Amery L o n d o n, 24. Juni. Auf eine Anfrage Col. Wedgwoods erklärte Kolonialminister Amery, daß es noch verfrüht sei, über,die Übertragung der Aufsicht des Suezkanals an den Leiter des Eisenbahn* wesens in Palästina zu reden, da die diesbezüglichen Verhandlungen erst jetzt begonnen hätten. Die Erklärung des Kolonialministers bestätigt die Warschauer Meldung in ihrem wichtigsten Teil. Die Bedeutung dieser Nachricht liegt vor allem darin, daß sie zugleich alle Gerüchte von einer Übertragung des Palästina-Mandats an Italien zerstreut. Schluß der Histadruth-Konferenz Die Forderungen an die Regierung. _ Der neue Aktiohsrat Jerusalem, 24. Juli. (JTA.) Die Konferenz der Föderation palästinischer Arbeiter (Histadruth Klalith) ist nach 14tägiger Dauer am Freitag, den 22. Juli, zu Ende gegangen. Es wurden mehrere Entschlüsse gefaßt* die u. a. auch Forderungen an die palästinische Regierung enthalten. Diese Forderungen betreffen insbesondere die Beistellung von Staatsländereien für jüdische Kolonisation, die Erleichterung für Naturalisation für Einwanderer, freie Einwanderung, Einführung einer modernen Arbeitsgesetzgebung, Einstellung von Juden in das Grenzschutzkorps u. a. m.; Ih einer separaten Resolution wird die Erweiterung der jüdischen Kolonisation auf dem Lande gefordert. ■ Es wurde ein neuer Aktionsrat (Waad Hapoel) gewählt, der sich aus 18 Vertretern der Achduflt Haawodah (palästinische Poale Zion), 9 Vertretern des Hapoel Hazair und 6 Vertretern kleinerer Gruppen zusammensetzt. Bayerische IP Vereinsbank Gegründet 1869 Niederlassungen an allen größeren Plätzen des rechtsrheinischen Bayern Ausgabe von 6 u.7°/0 mündelsichere n Goldpfandbriefen Verzinsung von Bareinlagen zu günstigen Sätzen

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