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Das jüdische Echo · 1927-07-08 · 27 (8.7.1927) · p. Seite 433

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Journal
Das jüdische Echo
Volume
14 (1927)
Issue
27 (8.7.1927)
Date
1927-07-08
Page
Seite 433 (sequence 9)
Language
German
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Nr. 27 Das Jüdische Echo 433 MODELLHAUS SOPHIE OELDENBERGER HAUS FÜR FEINSTE DAMENMODEN MÜNCHEN THEATINERSTRASSE 40 TELEPHON 27168 Der gesamte Vorstand wurde per Akklamation wiedergewählt; die Geschäfte führen wie seither: Dr. Czellitzer als Vorsitzender; Dipl-Kfm. Ernst Wolff als Schriftführer; Reg.-Baumeister Adolf Stern als Kassenarzt. Im Anschluß an den geschäftlichen Teil hielt Herr Dr. Czellitzer einen Vortrag über: „Familienglück und Statistik“. Der Vortrag selbst wird in der Vierteljahreszeitschrift demnächst veröffentlicht. Eröffnung der achten Landeskonferenz der Zionisten Polens Warschau, 3. Juli. (JTA.) Heute mittags wurde hier die achte Landeskonferenz der polnischen Zionisten eröffnet. Die Beratungen werden drei Tage in Anspruch nehmen. Herr Leon Levite, der Führer der praktischen Gruppe „Eth liwnoth“, referierte über „die Lage im Zionismus und im Palästina-Aufbau“, Herr M. Freid erstattete den Bericht des Zentralkomitees, Advokat Seidemann den des Keren-Hajessod-Komitees. Vorgesehen sind Referate von Feldstein über die Jugendarbeit, von Lewen über Kongreßprobleme, von Dr. M. Hindes über Kulturaufgaben, von J. Heftmann über die politische Lage der Juden in Polen, von Dr. Gottlieb über Arbeit in den Gemeinden. Schon in der Eröffnungssitzung machte sich der scharfe Gegensatz zwischen der von J. Grünbaum geführten radikalen Gruppe „Al hamischmar“, die in Opposition zur Weizmann-Politik steht, und der offiziellen Gruppe „Eth liwnoth“ geltend. Die „Al-hamischmar“-Gruppe verfügt diesmal über eine große Zahl Delegierte, und es ist nicht unwahrscheinlich, daß sie zusammen mit den Revisionisten die Mehrheit in der Konferenz haben wird. Eine Übersicht ist noch nicht möglich, weil eine Anzahl Delegierter zur Eröffnung noch nicht erschienen war. Es werden sich — so wird erwartet — scharfe Kämpfe um die Führung im polnischen Zionismus entspinnen. Die Konvention der amerikanischen Zionisten Am 26. Juni wurde in Atlantic City die 31. Jahreskonferenz der amerikanischen Zionisten eröffnet, an der über 750 Delegierte teilnahmen. Louis Lispky ging in seiner Eröffnungsrede eingehend auf die zukünftige Arbeit in Palästina ein und stellte fest, daß, je weiter das Werk fortschreite, um so größer die Verantwortung der organisierten amerikanischen Zionisten j für dies Werk werde. Er forderte die amerikanischen Zionisten auf, ihre Stellung zu den Problemen, die den Zionistenkongreß beschäftigen werden, zu formulieren. Es wird erwartet, daß die amerikanische Delegation auf dem Kongreß 40 bis 50 Mann stark sein werde. Nach Lipsky sprach der als Gast in Amerika weilende Direktor des Nationalfonds Ussischkin. Auf der Tagesordnung steht vor allem die Frage der inneren Reorganisierung der Zionistischen Organisation in Amerika. Eine speziell hierzu eingesetzte Kommission wird die diesbezüglichen Vorschläge unterbreiten. Es handelt sich um die Vereinheitlichung der Tätigkeit der verschiedenen zionistischen Büros und Agenturen in Amerika. Hauptdiskussionspunkt wird die weitere Wirtschaftspolitik der Zionistischen Weltorganisation sein. Zum Präsidenten der Konvention wurde unter großen Ovationen Louis Lipsky gewählt. Tiefen Eindruck machte eine von Felix M. Warburg eingetroffene Botschaft, in der zur Einigkeit innerhalb der jüdischen Reihen aufgerufen wird. Die Botschaften des Präsidenten der Zionistischen Weltorganisation Dr. Weizmann und des Präsidenten des American-Jewish-Congreß Dr. Stephen Wise wurden mit großem Beifall entgegengenommen. Lipsky stellte in seiner Ansprache fest, daß eine Reorganisation der amerikanischen zionistischen Bewegung ebenso notwendig sei wie eine Reorganisation der zionistischen Hauptverwaltung in London und in Palästina. Er wandte sich gegen jene Kampagne, die den Massen einreden will, man bringe die Bewegung unter nichtzionistische Bevormundung. Man könne, sagte er, die zionistische Bewegung ebensowenig für bankrott erklären wie das jüdische Volk. Er wandte sich dann Budgetfragen zu und formulierte die Anträge, die die amerikanischen Delegierten auf dem Kongreß in Basel stellen werden. In der Diskussion machte sich bei einem Teil der Delegierten eine Oppostion gegen die Erweiterung der Jewish Agency und das Abkommen zwischen Weizmann und Marschall geltend. Sprecher dieser Gruppe waren Emanuel Neumann, Israel Goldberg, Morris Zeldin und einige Vertreter der Frauenorganisation Hadassah. (Ziko) y/y, <.-750sofort tn&icb u.nx£ cutttevptiscf) matef)?.*.— ^/teifearuxßiue. mit oä os ic/yer’st ble/utendscööne reine <ßixut. I tcinriih Muck Nutbf. Ulm u, O.

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