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Das jüdische Echo · 1927-07-01 · 26 (1.7.1927) · p. Seite 414

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Journal
Das jüdische Echo
Volume
14 (1927)
Issue
26 (1.7.1927)
Date
1927-07-01
Page
Seite 414 (sequence 6)
Language
German
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414 Das Jüdische Echo Nr. 26 AUTO Bekleidung u. Ausrüstung Sporthaus Schuster Rosenstraße 6 / München Katalog kostenlos überstürzte Einwanderung zwar den Juden manchen Schaden zufügte, daß aber die arabische Bevölkerung durch erhöhte Bodenpreise, durch Vergrößerung des städtischen Marktes nur Nutzen daraus gezogen hat. Und wenn man nun noch ziffernmäßig nachweisen kann, daß die Regierungseinnahmen in Palästina zum größten Teile von Juden stammen, die Regierungsausgaben aber fast ausschließlich den Arabern zugute kommen, so wird das Urteil des „Palestine and Near East“ verständlich, der das Memorandum der arabischen Exekutive als ein „komisches Gemisch unbegründeter Anschuldigungen und glatter Fälschungen“ bezeichnet. Uber die Verhandlungen der Mandatskommission, soweit sie Palästina betreffen, liegt bei Schluß der Redaktion noch kein Bericht vor; grundlegende Entscheidungen und Auseinandersetzungen sind kaum zu erwarten. I. E. Zurück zur Scholle* (auch ein jüdisches Problem) In Nummer 24 des „Jüdischen Echos“ berichtet Herr Emrich über den Vortrag, den Herr Professor Oppenheimer aus Frankfurt am Main im Aufträge der Ortsgruppe München des Reichsbundes Jüdischer Frontsoldaten gehalten hat und es sei mir gestattet im vorliegenden einige Ergänzung respektive Richtigstellung zu geben. Über die Notwendigkeit, unseren Nachwuchs wieder dem Lande vertraut zu machen, besteht wohl auch in unseren Kreisen kein Zweifel. Auch ist die Tatsache bekannt, daß wir schon in der gegenwärtigen Generation tüchtige, junge, jüdische Leute haben, die in Deutschland zur Landwirtschaft wollen und nur schwer die Möglichkeit einer Ausbildung finden. Auch gibt es eine Reihe jüdischer junger Leute, die bereits als Landwirte und Gärtner ausgebildet sind und gearbeitet haben und es gilt, denselben die Seßhaftigmachung zu erleichtern. Darin liegt Zweck und Ziel der Aktion des Reichsbundes Jüdischer Frontsoldaten, der dieses Tätigkeitsgebiet selbstverständlich nicht als Domäne seiner eigenen Tätigkeit aufgefaßt wissen will, der sich vielmehr nur zum Träger der Bewegung gemacht hat und das Ziel nur in gemeinsamer Arbeit aller Richtungen der deutschen Juden erreichen kann. Der Frontbund gibt sich dabei keiner Täuschung hin, daß es eine harte langwierige Aufgabe sein wird, das dreifache Ziel zu erreichen: Ansiedelung, Lehrgut und Nachwuchs. Er betreibt seine Pläne um der Sache willen und * Im nachfolgenden veröffentlichen wir zwei Einsendungen zu diesem Thema, behalten uns aber vor, eventuell selbst noch einmal auf den Gegenstand zurückzukommen. D. Red. hofft nur in der Konsequenz des Erfolges auf diese Weise auch Abwehrarbeit zu leisten. Es ist also nicht so, wie Herr Emrich glaubt, daß durch eine jüdische Siedelung der Antisemitismus entscheidend bekämpft werden muß, vielmehr ist die Siedelung reiner Selbstzweck und liegt schon darin wohl eine genügende Begründung des Unternehmens. Selbstverständlich sollen auch bereits ausgebildete jüdische Landwirte auf Grund der deutschen Siedelungsgesetze angesiedelt werden und der Frontbund betrachtet es nur als eine selbstverständliche Pflicht gegenüber seinen Kameraden, denselben die gleichen Rechte wie den übrigen Kriegsteilnehmern zu erkämpfen. Es ist auch nicht richtig, daß eine Berufsumschichtung propagiert werden soll, vielmehr ist lediglich das Ventil nach einer landwirtschaftlichen Betätigung in unseren Kreisen zu öffnen. Auch dürfte es genügsam bekannt sein, daß wir heute gerade in Großstädten bereits ein so großes jüdisches Proletariat haben, daß es für manche erstrebenswert sein würde, sich auf eigenem Grund und Boden in harter Arbeit, aber doch zur Erhaltung ihrer Existenz, die so unter allen Umständen gewährleistet wird, ihr Brot zu verdienen. Richtig ist der Hinweis von Herrn Emrich nach der jüdischen Frau als Lebens- und Berufsgefährtin für das Land und hier ist sicher noch manche Arbeit zu leisten. Aber wenn wir in unseren Frauen- und landwirtschaftlichen Schulen die Begeisterung der jungen Mädchen an der Feldarbeit sehen, wird dieses Problem, das doch in Palästina gelöst wurde, auch bei uns zu lösen sein. Ernster ist die Frage des Nachwuchses. Ein solcher aber wird sich finden, wenn erst der Stamm geschaffen ist und es wird eine Aufgabe der Propaganda sein, dem notwendigen Nachwuchs Sinn und Richtung zu geben. Es handelt sich nicht nur darum, der Persönlichkeit ein neues Berufsideal zu geben, sondern es muß das schon vorhandene Ideal in erster Linie die Möglichkeit zur Betätigung finden. Dazu bedarf es des Lehrguts und der Siedelung. Kein \S12 Härchen mehr zu sehen! w i/S/V Eva-Creme entfernt sie sicher und gefahrlos und zaubert Wohlgeruch auf die Haut, ist also auch der empfindlichsten Dame angenehm. Haben andere Mittel Sie ent*» täuscht? Dann probieren Sie sofort die Eva-Creme! — Tube 2.50 Mk. in Fach*» geschäften. Sonst durch Heil^scfinell^Fabrik, Leipzig C1

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