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Das jüdische Echo · 1927-04-22 · 16 (22.4.1927) · p. [Seite]

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Journal
Das jüdische Echo
Volume
14 (1927)
Issue
16 (22.4.1927)
Date
1927-04-22
Page
[Seite] (sequence 3)
Language
German
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Nr. 16 Das Jüdische Echo 253 Die Kulturwelt muß die zionistischen Bestrebungen, unterstützen. Die Intelligenz der ganzen Welt, Schriftsteller und Dichter, sollten ihre Sympathie für den Zionismus zum Ausdruck bringen. Der Zionismus verdient die Unterstützung durch eine solche Organisation, wie es die internationale Schriftsteller-Vereinigung ,,Pen-Club“ ist. Ich verfolge alles, was die Juden in Palästina schaffen, mit großem Interesse. Besonders interessiert mich die Hebräische Universität und ihre Entwicklung. Leider muß noch viel getan werden, um aus ihr das zu schaffen, was sie für den Osten und den Westen sein soll, nämlich die geistige Atmosphäre, in der die beiden Kulturen verschmelzen sollen, die uralte erneute Kultur des Ostens und die neue Kultur des Westens. Ich interessiere mich jetzt für Palästina auch aus dem Grunde, weil ich ein Werk vorbereite, das sich auf die Legende von Josef und seinen Brüdern stützt. Zum Schluß sei mir noch erlaubt, meinem Wunsche Ausdruck zu verleihen, daß das Land mit so reicher Vergangenheit so schnell wie möglich in ein Land reicher Gegenwart und Zukunft verwandelt werde.“ (Ziko) Aus der Jüdischen Welt Tagung des Halberstädter Bundes — Stellungnahme zum Judengesetz Halberstadt, 12. April. (JTA.) Am Sonntag, dem 3. April, fand in Halberstadt eine Vorstands- und Ausschußsitzung des Preußischen Landesverbandes gesetzestreuer Synagogengemeinden statt. Über den Verlauf der Beratungen wird uns mitgeteilt: Der Tätigkeitsbericht, der sich auf die Zeit seit der Fuldaer Verbandsversammlung am 29. August v. J. bezog, gab ein anschauliches Bild von der vielseitigen Arbeit, mit welcher der Verband beschäftigt ist, und vor allem von dem erfreulichen Wachsen seines Einflusses innerhalb und außerhalb der preußischen Judenheit. Mit besonderer Genugtuung konnte auf das immer wieder bezeigte freundliche Verständnis hingewiesen werden, welches die Staatsbehörden allen Wünschen des Verbandes entgegenbringen. Der Versammlung lag ein Entwurf zur Abänderung des preußischen Judengesetzes von 1847 vor, über den Herr Rechtsanwalt Dr. Birnbaum (Berlin) ausführlich berichtete. Eine lebhafte Aussprache, welche besonders die Austrittsfrage berührte, fand ihr Ende in der Bildung einer Kommission zur Weiterbehandlung des Entwurfes. Der umgearbeitete Entwurf soll bald einer neuen Vorstands- und Ausschußsitzußsg vorgelegt und dann in einer Verbajnds-vorsammlung zur abschließenden Beratung gebracht werden. Zum folgenden Punkt der Tagesordnung „Pädagogische Akademien“ referierte der Vertreter des „Bundes gesetzestreuer jüdischer Lehrer“, Herr Lehrer Ochsenmann (Frankfurt a. M.) Unter Zustimmung der Versammlung betonte er die großen Bedenken, welche gegen den Besuch der nunmehr endgültig vom preußischen Staate beschlossenen Pädagogischen Akademie in Frankfurt a. M. durch orthodoxe Lehrerstudenten zu erheben sind. Es wird beschlossen, beim Ministerium wegen der Befriedigung der Wünsche in gesetzestreuem Sinn vorstellig zu werden. Nach Behandlung verschiedener, vorläufig noch intern zu behandelnder Fragen, gibt Herr Straus (Halberstadt) einen Finanzbericht des Verbandes. Es sei aus diesem hervorgehoben, daß im Rechnungsjahr 1926 27 Gemeinden Beihilfen zur Erhaltung ihrer Institutionen und 28 Beamte wirtschaftliche Beihilfen erhalten haben. Die Generalversammlung des Hilfsvereins der deutschen Juden — Gedenkfeier für Paul Nathan Berlin, 12. April. (JTA.) Die diesjährige ordentliche Mitgliederversammlung des Hilfsvereins der deutschen Juden findet Montag, 25. April, 8 Uhr abends, zu Berlin im Brüdervereinshaus, Kurfürstenstraße 115/116, statt. Sie ist mit einer Gedenkfeier für Dr. Paul Nathan, der an diesem Tage den 70. Geburtstag vollendet hätte, verbunden. Nachrufe werden halten die Herren Dr. James Simon, Vorsitzender des Hilfsvereins, und Dr. Bernhard Kahn, europäischer Direktor des American Joint Distribution Committee. Ferner wird in der Versammlung Dr. M. Wischnitzer, Generalsekretär des Hilfsvereins, einen Vortrag über das jüdische Wiederaufbauwerk in Sowjetrußland halten. Mittwoch, den 27. April, findet in Hamburg auf Veranlassung des dortigen Lokalkomitees des Hilfsvereins der deutschen Juden eine Gedenkfeier für Dr. Paul Nathan statt, zu der sämtliche jüdischen Organisationen Hamburgs eingeladen sind. Die Feier wird von Herrn Max Warburg eröffnet; Dr. Wischnitzer wird alsdann über Dr. Paul Nathan und über die Verhältnisse in Rußland sprechen. In nächster Zeit finden in Breslau, Bremen, Bremerhaven und anderen Städten Versammlungen des Hilfsvereins der deutschen Juden statt, ' L, KIELLEUTHNER' Besichtigen Sie unverbindlich unsere erlesenen Neuheiten Hauptpreislage: Mk. 180.' bis Mk. 250.- Kein Anzug über Mk. 280 - v __i_,_./

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