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Das jüdische Echo · 1927-04-08 · 14 (8.4.1927) · p. Seite 221

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Journal
Das jüdische Echo
Volume
14 (1927)
Issue
14 (8.4.1927)
Date
1927-04-08
Page
Seite 221 (sequence 13)
Language
German
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Nr. 14 Das Jüdische Echo 221 Rabbiner Dr. Rülf. Daß Herr Rabbiner Dr. Rülf bei der Feier seines Jugend-Vereins nicht fehlte, war selbstverständlich und notwendig. Er legitimierte nämlich die Feier als jüdische durch seine großangelegte Festrede, in der er daran erinnerte, wie unsere Vorfahren Purim einst feierten, was das Ereignis in Susa, unter dem Aspekt der Geschichte des jüdischen Volkes betrachtet, für uns noch heute bedeute und welche Pflichten uns noch daraus resultierten. Mit einem lebenden Bild „Purimszene“ schloß der erste Teil. Das darauffolgende bunte Kabarettprogramm unterhielt in seiner geschickten Wiedergabe jeden der ausnehmend zahlreichen Gäste. Jeder der Mitwirkenden bot etwas Besonderes und für ihn Charakteristisches. Ob Frl. Irene Abraham als mondaine Soubrette auftrat, Fräulein Welt sich als graziöse Tänzerin oder charmante Chanteuse zeigte, Fräulein Kaumheimer ihre Rolle überzeugend kopierte, Fräulein Frieda Naumann beachtliche tänzerische Leistungen bot — der Blumenregen der sich über die Damen ergoß, war verdient. Die nicht bekränzten mitwirkenden Herren: Herr Mayer und Böhm als routinierte Mimen, Naumann und Schloß als begabte Kunsttänzer, der vielseitige Walter Morgenroth, sie zogen sich alle ebenso glänzend aus der Affäre; besonders gilt dies vom Conferencier Herrn Kurt Davidsohn, der mit Selbsterdachtem, Improvisiertem, neuen und alten Witzen seine Aufgabe mit Eleganz und Humor löste. Das voll befriedigte Publikum schloß in seinen Dank mit ein auch die „unsichtbaren“' Mitwirkenden, den musikalischen Beirat Stefan Fried und vor allem die schon vielbewährte, unentbehrliche Regisseuse, Frau Anna Katz. So war die Freude ungemischt, obwohl am Anfang das Gerücht von antisemitischen Störungsversuchen depressiv auf die Verantwortlichen wirkte. Bis auf kleinere bedauerliche Zwischenfälle, die sich auf der Straße ereigneten und ein gerichtliches Nachspiel haben werden, verhielten sich unsere Freunde vom Hakenkreuz jedoch passiv. Ostjüdische Sektion Nürnberg und Fürther Zionistische Jugendgruppe. Zum erstenmal fand eine gemeinsame Veranstaltung beider Gruppen statt. Die Purimfeier am Sonnabend, 26 März, erhielt ihr besonderes Gepräge durch das Spiel von Frl. Pfried, durch den Gesang von Herrn Schönberg und die Vorlesung aus Scholem Alechem von Herrn Fisch. Wir danken an dieser Stelle noch einmal allen Mitwirkenden und all denen, die zum Gelingen des Abends beigetragen haben. Zionistische Ortsgruppe Nürnberg-Fürth. Montag, den 28. März, sprach Herr Dr. Bamberger im Deutschen Hof über das Schulwerk in Palästina. In den letzten Jahrzehnten ist für das Schulwesen in Palästina viel getan worden. Um der palästinischen Jugend, denen durch den Chederunterricht jeder Weg zur weltlichen Bildung versperrt war, auch weltlichen Unterricht zu vermitteln, wurden die Schulen der Alliance, des Hilfsvereins, die Rothschildschule und die Schulen der Zionisti- Deutsche Neuwäsch«*rei H.m.to.H. FELIX BRANDNER * MÜNCHEN Wittelsbacherplatz 2/o, Eing. Finkenstraße Telefon Nr. 23708 Spezial-Oampfwaschanstalt für Herren-Plättwäsche nur Kragen, Manschetten, Vorhemden und Oberhemden. Lieferzeit ca. 8Tage sehen Organisation sowie die Schulen der Arbeiterschaft gegründet. Ein weitverzweigtes, gutes Schulwesen der Zionistischen Organisation besteht in Palästina. Es ist unwahr, zu behaupten, für die kulturellen Bedürfnisse der Orthodoxie werde in Palästina nicht gesorgt. Wahr ist vielmehr, daß die Jerusalemer Trennungsorthodoxie sich noch immer durch einen Cherem, der selbst auf Frankfurter orthodoxe Schulen in Anwendung gebracht werden müßte, wenn es solche Schulen in Palästina gäbe, von jedem weltlichen Unterricht ihrer Kinder ausschließt und selbst daran schuld ist. daß Eltern, die ihren Kindern auch weltliche Bildung zuteil werden lassen wollen, diese in Schulen der Mission schicken. In der Aussprache wurde gefordert, man müsse gegen die Verwirrungsversuche der Aguda, die durch die neutrale Aufmachung ihrer Propaganda sich eines unlauteren Wettbewerbes schuldig macht, so daß selbst Zionisten in den Glauben versetzt wurden, es handle sich nicht um das Schulwerk der Aguda, daß man gegen diese Verwirrungsversuche mit aller Energie kämpfen müsse. Zionistische Jugendgruppe Fürth. Der Geschichtskursus von Herrn Dr. J. Bamberger wurde irrtümlicherweise angesetzt, er kann vorerst nicht stattfinden. Die nächste Veranstaltung findet am Montag, den 11. d. M., statt. Referent ist Herr Sigmund Hamburger über: „Dogmatischer und undogmatischer Sozialismus“. Zeit und Ort wird noch bekanntgegeben. Spenden-Ausweis Münchener Spendenausweis Nr. 20 vom 30. März bis 5. April 1927 Allgemeine Spenden: Dr. J. Seide grat. Dipl.-Ing. L. Berger zur Verlobung M. 1.—, Schl. Monheit desgleichen 1.—, Dr. Robert Beer grat. Bbr. Berger zur Verlobung und dem K. J. V. zur neuen Bundesschwägerin 1.— — M. 3.—. Spendenbuch: Leo Satonower dankt für die anl. seiner Verlobung erwiesenen Aufmerksamkeiten M. 15.—. Tobias Reich s. A. Anläßlich des Jahrzeittages Jakob Reich 8 Bäume, desgl. Frau Lina Pilpel 8 Bäume M. 96.—. Bäume: V. I. St. Jordania-Garten: Die V. I. St. Jordania grat. Dr. E. Straus zur Barmizwah seines Sohnes, AH Isserlin (Saarbrücken) zur Geburt seines Sohnes, AH Markovicz zur Vermählung und BBR. L. Berger zur Verlobung 1 Baum M. 6.—. Materialverkauf: N.-F.-Telegramme M. 1.50. teexxt# ^offtfirfefiner * gegr. 15Z4 ^LGriotitug @el. 20519 '^Hefiöeniftraße 14/15 ollrociren, <§> für öie ^Zßel^aufbemafxxung f o f f c p p t eft e xx f .

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