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Das jüdische Echo · 1927-04-08 · 14 (8.4.1927) · p. Seite 211

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Journal
Das jüdische Echo
Volume
14 (1927)
Issue
14 (8.4.1927)
Date
1927-04-08
Page
Seite 211 (sequence 3)
Language
German
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Das Jüdische Echo Nummer 14_ 8. April 14. Jahrgang Redaktionsschluß für die nächste Nummer: Dienstag abend Än die deutschen Juden! „Der Zionismus erstrebt für das jüdische Volk die Schaffung einer öffentlich-rechtlich gesicherten Heimstätte in Palästina.“ Das ist die einfache Formel des Baseler Programms — dreißig Jahre jüdischer Geschichte haben ihr Fülle und Leben verliehen. Das Schicksal des jüdischen Volkes in aller Welt hat — oft in schmerzlicher Weise — erwiesen, daß die zionistische Auffassung der Judenfrage in allem wesentlichen Recht behalten hat. Gegen alle Widerstände, gegen Engherzigkeit und Trägheit, gegen ängstliche Bedenken und veraltete Anschauungen hat sich die Bewegung im Judentum durchgesetzt. Die politischen Grundlagen, die Herzl forderte — als Träumer verlacht —, sie sind fest verankert in der Balfourdeklaration, im Mandat, in der Zustimmung des Völkerbundes. Das Aufbauwerk im Lande — wieviel auch noch zu tun bleibt — bezeugt unser inneres Recht und unsere Kraft, es hat doch heute schon neues jüdisches Volkstum, neue hebräische Kultur fest gegründet. Das Ziel ist groß — es bedeutet die Erlösung der Judenheit aus materieller und seelischer Not, des Judentums aus Erstarrung und Verfall, die Befreiung der Welt vom Druck der Judenfrage. Der Weg ist unendlich schwer. Die Zionistische Organisation, die die Bedingungen für die Errichtung der nationalen jüdischen Heimstätte in Palästina schafft, kann nur dann die Verantwortung tragen und das Ziel erreichen, wenn das jüdische Volk durch ein sichtbares Zeichen bekundet, daß es hinter ihr steht. Dies Zeichen ist der Schekel. Wer den Schekel entrichtet, erklärt seine Zustimmung zum Baseler Programm, d. i. zu der Sache, die die Zionistische Organisation vertritt. Die Zahl der Schekel muß der Größe der Bewegung Ausdruck verleihen. Mit dem Schekel ist das Wahlrecht zum Kongreß verknüpft. Der Zionistenkongreß, der in diesem Jahre zum fünfzehnten Mal tagt, ist das jüdische Parlament geworden, das über die konkreten Fragen des Aufbaus und der Politik zu entscheiden hat. Deutsche Juden, arbeitet mit an der jüdischen Zukunft! Bekennt Euch zur Sache des jüdischen Volkes! Zahlt und verbreitet den Schekel! Zionistische Vereinigung für Deutschland Deutscher Landesverband Misrachi Deutscher Landesverband Hitachduth Gruppe der Radikalen Zionisten Deutscher Landesverband der Zionisten-Revisionisten An die deutschen Zionisten! Gesinnungsgenossen! Der XV. Kongreß naht. Grundprobleme des Aufbaus, der Organisation und der Politik müssen auf ihm behandelt und gelöst werden. Die Meinung breitester Schichten soll in den Wahlen zum Kongreß zum Ausdruck kommen. Das Wahlrecht ist an die Zahlung des Schekels für das Jahr 5687 geknüpft. Die Anzahl der Kongreßmandate ist von der Zahl der Schekalim abhängig. Deshalb zahlt und verbreitet den Schekel! Eine ehrenvolle Tradition verbindet den deutschen Zionismus mit der Geschichte der Kongresse. Welcher Richtung wir auch angehören — wir alle wollen, daß auch auf diesem Kongreß die Stimme des deutschen Zionismus sich Geltung verschaffen kann. Deutsche Zionisten, sichert Euch eine würdige Vertretung! Zionistische Vereinigung für Deutschland Deutscher Landesverband Misrachi Deutscher Landesverband Hitachduth Gruppe der Radikalen Zionisten Deutscher Landesverband der Zionisten-Revisionisten Deutscher Landesverband Poale Zion

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