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Das jüdische Echo · 1926-10-08 · 41 (8.10.1926) · p. Seite 654

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Journal
Das jüdische Echo
Volume
13 (1926)
Issue
41 (8.10.1926)
Date
1926-10-08
Page
Seite 654 (sequence 10)
Language
German
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654 Das Jüdische Echo Nr. 41 land von Iran. Womit auch die in meinem Roman zitierte Quelle („inclusos intra montes Caspios“), die ich in einem ungedruckten Manuskript der Vatikanischen Bibliothek, im Codex Tizio gefunden habe, sehr gut übereinstimmt. —■ Biberfeld meint nun, daß die zehn Stämme von Iran nach Arabien und von da nach Afrika(Falaschas) gezogen seien, wobei sie den Namen Habor auf die von ihnen in Arabien bewohnte Landschaft übertragen hätten. Damit stimmt nun wieder die Behauptung Reubenis (in seinem Tagebuche) überein, daß man in seinem „Königreiche Chabor“ die Reste der Stämme Reuben, Gad und des halben Stammes Manasse vor sich habe und daß diese Stämme in Verbindung ständen mit den Stämmen Simon und Benjamin, die unter ihrem Könige Baruch benjafet zwischen dem weißen und blauen Nil wohnten. Biberfeld verspricht, Beweise für seine Hypothese zu erbringen. Doch scheint er seine Arbeit über die „verlorenen zehn Stämme“ nicht abgeschlossen zu haben. — Vielleicht wirkt nun die Nachricht von dem unvermuteten Auftauchen eines solchen verloren-geglaubten Stammes doch ein wenig galvanisierend auf unsere jüdischen Historiographen und Geographen ein und veranlaßt neue Forschungen auf diesem so arg vernachlässigten Gebiete. Eine ganze Menge interessanter Fragen tauchen auf. Ich will nur zwei andeuten: Ob sich wohl noch im Stamme Chaibar ein Andenken an ihren Stammeshelden Reubeni erhalten hat und in welchem Lichte mag ihnen die verunglückte Expedition ihres Königssohnes nach Europa erscheinen? Stehen diese Krieger den Juden Europas auch heute noch so ablehnend gegenüber, wie jene jüdischen Beduinen, von deren Überfall auf eine Karawane mir Wolf gang von Weisl erzählt hat? Dieser Überfall soll in einer englischen Zeitschrift etwa um 1880 geschildert sein? Weisls Bericht hat meine Darstellung Reubenis entscheidend beeinflußt. Für Mitteilung von Details über diese ganze Angelegenheit wäre ich jedermann dankbar. Brief an die Redaktion Bamberg, 3. Oktober 1926 An die Redaktion des „Jüdischen Echo“ München In Ihrer letzten Nummer brachten Sie eine Notiz über die Berufung des Herrn Dr. Prinz nach Berlin, in welcher Sie die Bemerkung einflochten, Dr. Prinz sei als Redakteur der „Jüdischen Zeitung für Ostdeutschland“ mein Nachfolger gewesen. Diese Mitteilung entspricht nicht dem Tatsachen. Ich bin niemals Redakteur der „Jüdischen Zeitung für Ostdeutschland“ gewesen. Vielmehr redigierte ich 1920/21 die „Jüdische Volkszeit u n g“, Breslau. Nach meinem Ausscheiden bestand dieses Blatt noch etwa zwei Jahre und mußte dann aus finanziellen Gründen seim Erscheinen einstellen. Im Jahre 1924 wurde dann die „Jüdische Zeitung für Ostdeutschland“ gegründet, deren erster Redakteur Herr Dr. Prinz war. Das neugegründete Blatt hat mit der „Jüdischen Volkszeitung“ nichts zu tun und ist auch politisch anders orientiert. Ich darf Sie höflichst um Richtigstellung Ihrer Notiz bitten. Hochachtungsvoll Rabb. Dr. R ü 1 f. Hebräisch© Sprachschule München Kurs der hebräischen Syntax Vom 9. Oktober bis 13. November 1926 findet an jedem Samstag, abend halb 8 Uhr bis halb 10 Uhr ein Kurs des Herrn Dr. Max Mayer über ausgewählte Kapitel der hebräischen Private kaufmännische Kurse Telephon 55781 "| Gegründet 1879 Rudolf DUXCK. München Inhaber und Leiter Direktor R. Bflrck Jeden Monat beginnen neue Kurse. Erste Referenzen. Auskunft und Anmeldung Neuhauserstraße 9 (Pauson-Haus) Syntax statt. Beabsichtigt ist die Behandlung der biblischen und mischnischen Syntax des Verbums, Pronomens, Nomens, Objekts, Nominal¬ und Verbalsatzes, einfachen und zusammengesetzten Satzes usw. Teilnehmerkarte für die 6 Vorlesungen zu M. 3.— (für Schüler der Sprachkurse M. 1.50) im Unterrichtslokal erhältlich. Winter-Semester 1926/27. Beginn: 15. November. Am 15. November wird ein neuer Anfänge r k u r s eröffnet, zu dem schon jetzt Anmeldungen entgegengenommen werden. Die gegenwärtig bestehenden Kurse werden fortgesetzt. Zum Eintritt in die Kurse sind folgende Vorkenntnisse nötig: Kurs I (neuer Anfängerkurs): Mechanisches Lesen vokalisierter Texte. Kurs II (bisheriger Kurs I): Die ersten 50 Lektionen des Rathschen Lehrbuches oder Entsprechendes. Kurs III (bisheriger Kurs III): Das ganze Rathsche Lehrbuch oder Entsprechendes. Kurs IV (bisheriger Kurs IV): Verständnis leichter unvokalisierter Texte. Hebräische Formenlehre. Unterrichtssprache hebräisch. Kurs V (bisheriger Kurs V): Freie Lektüre mittelschwerer unvokalisierter Texte. Unterrichtssprache hebräisch. Unterrichtslokal und Adresse: Ottostraße 2. Telephon 56 1 99. Zigarren / Zigaretten Rauchtabake Feinste Qualitäten, größte Huswahl S. LEVIN GER MÜNCHEN Hauptgeschäft: Bayerstraße 25 am Hauptbahnhof Filialen: am Platzl Pfisterstraße 6 gegenüber Hofbräuhaus Ruffinihaus Rindermarkt 10 an der Sendlinger Straße

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