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Das jüdische Echo · 1926-05-07 · 19 (7.5.1926) · p. Seite 306 [304]

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Journal
Das jüdische Echo
Volume
13 (1926)
Issue
19 (7.5.1926)
Date
1926-05-07
Page
Seite 306 [304] (sequence 15)
Language
German
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306 Das Jüdische Echo Nr. 19 s e r und Herr S. Eisen, von ihren Freunden durch einen Rezitationsabend. Herr Kluger hatte sich Lyrisches und eine sentimentale Liebesgeschichte von Schalom Asch gewählt, und das mit Vorteil. Er ist ist ein recht kultivierter Sprecher geworden, dem besonders die Darstellung der seelischen Nöte des ostjüdischen Arbeiters in der neuen Welt, so in dem Gedicht „Mein Jüngerle“ von Morris Rosenfeld, sehr gut gelingt, der ebensogut und überzeugend aber auch den Stolz des armen, gedrückten Ostjuden auf sein Judentum und die Freiheitssehnsucht des jüdischen Volkes zum Ausdruck bringt. Er wird sich nur noch bemühen müssen, seine Neigung, Pathos durch Stimmaufwand zu erzeugen, etwas zurückzudrängen. Dann wird er auch in seinem künftigen Wirkungskreis ein gern gesehener Sprecher für ostjüdische Literatur sein. Sein Freund, Herr S.. Eisen, wählte sich ausschließlich jüdische Gedichte und Skizzen von Scholem Asch und Scholem Alejchem. Wie ich schon in früheren Rezensionen ausführte, liegt ihm ganz besonders der ostjüdische Humor des letzteren Schriftstellers. Mit dessen Skizzen erregt er jedesmal vergnüglichen Beifall seiner Zuhörerschaft. Mit einer absolut sicheren Beherrschung des Jiddischen verbindet er in fast unnachahmlicher Weise den „Nigun“ des ostjüdischen Dialogs, der dem Zuhörer die ganze in der Skizze dargestellte Situation außerordentlich plastisch und lebendig vor Augen führt. Auch er wird sicherlich an seinem künftigen Wohnort ein gesuchtes Mitglied des dortigen ostjüd. Zirkels werden. Der jüdische Kulturverein, dessen Mitglieder recht zahlreich erschienen waren, brachte durch reichen Beifall seinen Dank nicht nur für den genußreichen Abend, sondern auch für das ganze Wirken der beiden Herren im Verein zum Ausdruck. Dr. Fr. Silber. Zionistischer Gruppenverband für Bayern. In Coburg sprach am 24. April Herr Dr. Ludwig Mayer (Nürnberg) über: „Die jüdische W i r k 1 i c h k e i t.“ Er schilderte den inneren und äußeren Zustand des heutigen Judentums und entwickelte daraus die Forderung des Zionismus. In der Diskussion stimmte Herr Prediger Hirsch der Forderung des Palästina-Aufbaus für Juden aller Parteirichtungen zu und sprach den Wunsch nach weiterer Aufklärung über die zionistische Idee in der Coburger Judenheit aus. Der Vortrag war der erste in Coburg seit einer Reihe von Jahren; es wird beabsichtigt, so bald als möglich einen neuen zu veranstalten. Karlstadt bei Würzburg. Am 30. April verstarb hier im 68. Lebensjahre Herr Wolf Fränkel, eine in weiten Kreisen Frankens angesehene Persönlichkeit. Der Dahingegangene bekleidete viele Jahre die Stelle eines Vorstandes der Karlstadter Israelitischen Kultusgemeinde und war auch Vorsitzender der Israelitischen Bezirks- und Friedhofsverwaltung in Lautenbach, wo auf seine Veranlassung hin mustergültige Einrichtungen im Friedhofswesen geschaffen wurden. Auch dem Verband Israelitischer Gemeinden Bayerns bzw. dessen Bezirksausschuß in Unterfranken gehörte er als Delegierter an und wußte auch hier verdienstvoll tätig zu sein. Die Beerdigung vollzog sich unter großer Beteiligung von Nah nud Fern und Herr Lehrer Oppenheimer von Lautenbach widmete dem Verklärten einen warmen Nachruf, wobei er besonders dessen vorbildliche Tätigkeit im Bereiche der Wohltätigkeit hervorhob. J. F. KEREN KAJEMETH LEJISRAEL Jüdischer Nationalfonds) saonnn PIUMI* #tlP T tifPIK |»4nj«T!| I ir ni ' ii i Postscheckkonto München 10442 Nürnberg 24565 Fernsprecher München 56199 Nürnberg 9226 1 ('00(10 ci n 1 KlUlh Zentrale für Deutschland Berlin W 15 Meinekestraße Nr. 10 Münchener Spendenausweis Nr. 23 vom 13. bis 27. April. Büchsen: Geleert durch Gerta Mendle: 0. Böhm M. 3.—, N. N. 1.—, Geschwister Feuchtwanger 4.06, N. Krieger 1.—, Katzenstein 3.—, Stiefelzieher 1.05, H. Läufer 6.15, Dr. M. Kupfer 4.67, Ziegler 1.—, Wiener 1.—, Koronczyk 0.70, Feuchtwanger 2.—, Jakob Fränkel 5.—, S. Loew 2.—, J. Levite 0.50, N. Engländer 0.50 M. 36.63. Geleert durch Jaki Goldfarb: J. Engelhard M. 1.20, L. Glaßmann 2.—, A. Helfeld L—, Rituelle Speiseanstalt 0.50, L. Spielmann 1.10 M. 5.80. Geleert durch Liesl Delling: D. Horn M. 2.05, E. Männlein 2.19, Weil 7.10, Strauß 0.74, M. Friediger 14.01 M. 26.09. Einzelne Büchsen : Orlof M. 1.50, A. Wohlfeiler 1.50, C. Hohenberger 8.—, Geschwister Goldstern 30.—, S. Fleischer 2.54 M. 43.54. Zusammen M. 112.06. Gesamtsumme seit 1. Oktober 1925 M. 3614.77. Spendenausweis Nr. 24 vom 27. April bis 4. Mai. Allgemeine Spenden: N. N. M. 10.—. Büchsen : Geleert durch Manja Saß: Perzinn M. 1.—, H. Neumann 10. , P. Grünbaum 0.40, B. Chary 1.80, Gröbel 1.20, L. Drechsler 1.—, Ch. Both 6.60, Dr. Ph. Schnapp L—, M. Saß L— M. 24.- . N.-F., Telegramme M. 5.50. Zusammen M. 39.50. Gesamtsumme seit 1. Oktober 1925 M. 3654.27. Gesamtausschuß der Ostjuden, München. Familie Gidalewitsch wünscht herzlich Maseltow Herrn Rabbiner Dr. Ehrentreu zur Vermählung seines Sohnes. M. 2.—. Spendenausweis des Nürnberger Büros vom 30. April 1926. Spendenbuch : Herr und Frau Wilpred anläßlich der Geburt ihrer Tochter M. 5.—.

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