Mitteilungen des Israelitischen Lehrervereins für Bayern
- Journal
- Mitteilungen des Israelitischen Lehrervereins für Bayern
- Volume
- 1926
- Issue
- 5 (7.5.1926)
- Date
- 1926-05-07
- Page
- Seite 11 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 5 Mitteilungen des Israel. Lehrervereins für Bayern 11 seine Methode einmütige Zustimmung nicht zu erlangen. Glaubt Berlinger auf grammatikalische Übungen weniger Gewicht lesen zu sollen, so zeigte Spatz (Rexingen) mit Geschick und Verständnis die Behandlung des Gebetübersetzens durch lebhafte Mitarbeit der Schüler. Weitere Referate erstatteten Rabbiner Dr. Beermann (Heilbronn): „Zur Methode des Talmudunterrichts", Dr. Kahn (Mergentheim) ans Kizzur-Schulchanaruch über Lernen und Lehren, Dr. Kroner (Oberdorf) über die Prinzipien der wahren Lebensweisheit in den Hilehot deot des Maimonides. Alle Teilnehmer an dem Fortbildungskurs schieden ans dein gastfreundlichen Stuttgart mit der Überzeugung, daß solch eine Einrichtung dringend notwendig sei, daß sie auch anderwärts segensreich sieh auswirken könnte für Rabbiner und Lehrer sowohl, w ie für deren Gemeinden. K. 50jähriges Amtsjubiläum Am 10. April dieses Jahres konnte Kollege Josef Kissinger auf eine 50jährige Tätigkeit in F rankenwinhei m zurückblicken. Ans diesem Anlasse fand an diesem Tage eine Festfeier mit einer Ansprache des Vorstandes Kahn in der Synagoge statt. Am Sonntag wetteiferte die Gesamtgemeinde unter Teilnahme der Feuerwehr, des Krieger- und Radfahrervereins in der Ehrenbezeugung für den Jubilar. Der Bürgermeister, die Vereinsvorstände und Oberlehrer Schimpf würdigten in herzlichen Ansprachen seine Verdienste. Bezirksrabbiner Dr. Stein, Schweinfurt, Pfarrer Hufnagel. Frankenwinheim, Oberregierungsrat Haase. Bezirksschulrat Nees, Gerolzjiofen, hatten ihre Glückwünsche schriftlich zum Ausdruck gebracht: auch von Oberlandesgerichtsrat Dr. Neumeyer für den Verband Bayerischer Israelitischer Gemeinden und dem Vorsitzenden des Israelitischen Lehrervereins für Bayern waren Glückwunschschreiben eingelaufen. Die festliche Veranstaltung durchzog ein einziger Gedanke: die Liebe zu dem Jubilar und die Verehrung für den hochgeschätzten Mitbürger. Der 11. April war ein Ehrentag nicht nur für den Jubilar, sondern auch für die Gemeinde Frankenwinheim. Auch an dieser Stelle seien dem lieben Kollegen die herzlichsten Glückwünsche ausgesprochen. Ad meoh w'esrim schonoh! Von der Bezirkskonferenz Ansbach Die auf 11. April anberaumte Konferenz, war von 13 Mitgliedern und von Kollegen Strauß, Nördlingen, als Gast besucht. Ferner erschien der stellvertretende Vorsitzende des Bezirksausschusses. Herr Dietenhöfer, Ansbach, um die Beamten des Bezirks persönlich zur Einführungsfeier des neugewählten Bezirksrabbiners Dr. Münk einzuladen. Die Feier hat inzwischen unter Teilnahme der gesamten Beamtenschaft, in deren Namen Hauptlehrer Levite, Günzenhausen, den Rabbiner begrüßte, stattgefunden. Das Amt des Schriftführers übernimmt Schmid, Ausbach. Der Konferenzleiter erstattete im Anschluß an das gedruckte Referat des Kollegen Hirnheimer. Höchberg, „Hebräischer Sprachunterricht im Sinne des Arbeitsprinzips", ein interessantes und klar durchgearbeitetes Referat über den hebräischen Übersetzungsunterricht. Zur Regelung von Standesangelegenheiten beschließt die Konferenz die Errichtung eines Schiedsgerichts, dessen Vorsitz der jeweilige Konferenzleiter einnimmt. Neue Bezirksvereinigung Im Rabbinatsbezirk Bayreuth hat sich eine Bezirksvereinigung gebildet, deren Leitung Bezirksrabbiner Dr. Salomon übernommen hat. Aufruf Schochtim im Hauptberuf wollen ihre Adresse zwecks Gründung eines Verbandes umgehend an mich gelangen lassen. H. Neustädter, Bad Kissingen. Mitgliederbewegung Dem Verein ist neu beigetreten Oberlehrer Rosenstiel in Mutterstadt. Die in Nummer 2 vom 12. Februar d. J. gemachte Mitteilung über den Austritt des Kollegen Strauß, Leutershausen, beruhte auf Irrtum (hervorgerufen durch postalisches Versehen); Kollege Strauß ist Mitglied des Vereins. Einzahlungen im März 1926 Durch: Dr. Bamberger, Nürnberg 120.—, Hammelburger, Haßfurt 15.—, Neumann, Feuchtwangen 5.—, Strauß, Weiden 25.—, Sonn, Buttenwiesen 20.—, Ellinger, Fürth 188.—, Gutmann, Öttingen 18.—, Heß, Miltenberg IL—, Nußbaum, Dahn 12.—.Edelstein, Sugenheim 10.—, Strauß, Windsheim 5.—, Blum, [chenhausen 25.—, Lion, Grünstadt 17.41, Eldod, Höchberg 10.—, Haymann, Rodalben 15..—, Dingfelder, München 127.—, Gutmann, Ottensoos 15.—, Rosenblatt, Memmingen 40.—, Hellmann Würzburg 126.—, Bamberger, Kitzingen 250.—, Gundersheimer, Brückenau 21.—, Fulder, Treuchtlingen 10.25. Levite, Günzenhausen 10.—, Hofmann, Rothenburg 15.—, Brückheimer, Marktbreit 6.—, Hofmann, Rothenburg 15.—, Rosenblatt, Memmingen 35.—. Von: Wolfrom,Ermershausen M. 10.—, Sulzbacher, Großbiberau 20.—, Strauß, Weiden 15.—, Sonn, Buttenwiesen 20.—, Lübeck, Fürth 15.—, Ellinger, Fürth 15.—, Eldod, Höchberg 15.—, Haymann, Rodalben 15.—, Klestadt, Bamberg 16.—, Rosenblatt, Memmingen 20.—, Hirschberg, Berolzheim 15.—, Mayer, Niederhochstadt 7.—, Stern. Frankfurt 14,— Blatt, Obbach 24.—, Steinern, Landau 15.—, Zeilberger, Floß 55.—, Michel, Pirmasens 15.—. Würzburg, 7. April 1926. M. Heitmann. Kauft bei den Inserenten des „Jüdischen Echos"