Das jüdische Echo
- Journal
- Das jüdische Echo
- Volume
- 13 (1926)
- Issue
- 19 (7.5.1926)
- Date
- 1926-05-07
- Page
- [Seite] (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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Das Jüdische Echo Nummer 19_7. Mal 13. Jahrgang Notwendigkeit der zionistischen Bewegung Zur J.jar-Akticn. Palästina und der Aufbau der nationalen Heimstätte bedeuten eine Forderung an alle Juden, sich zu einem gemeinsamen Werke, zu vereinigen, gleichviel wie sie sonst zu den inneren und äußeren Problemen jüdischen Lebens stehen mögen. Es ist nur natürlich, daß nicht alle Volksgenossen in den vordersten Reihen marschieren können. Wir Zionisten sind niemals in unserem Glauben wankend geworden, daß die ^überwiegende Mehrheit der Juden die Lösung des jüdischen Problems in Palästina herbeizuführen wünscht. Aber wären wir es nicht gewesen, die als die Repräsentanten des jüdischen Volkes aufgetreten wären — die Weltjudenheit als solche hätte die Balfour- Deklaration und das Palästinamandat niemals gefordert, Großbritannien und der Völkerbund hätte eine solche Forderung nie genehmigt. Es bedurfte einer zionistischen Bewegung, um diese zerstreuten, auseinanderstrebenden Strahlen jüdischer Hoffnung zu sammeln, es bedurfte der Zionistischen Organisation, daß sie, gleich einer Linse, diese Strahlen in einem Gemeinschaftswerke vereinte. Und was vor zehn Jahren galt, ist auch heute noch Notwendigkeit. Alle Juden anerkennen das Vorzugsrecht Palästinas auf ihre Liebe und Ergebenheit. Aber ohne zionistische Bewegung und ohne Zionistische Organisation bliebe diese Liebe unfruchtbar. Diese Wahrheit ist mehr als einmal deutlich geworden. Die Zionistische Organisation hat im Namen der Judenheit der Diaspora und Palästinas vor den Regierungen Palästinas und Großbritanniens und vor dem Völkerbund gesprochen. Die Zionistische Organisation hat die Voraussetzung dafür geschaffen, daß die jüdische Einwanderung nach Palästina einen Umfang annahm, der alle früheren Erwartungen übertraf. Sie hat die Judenheit überall in der Welt zu wachem Verständnis für die Bedürfnisse Palästinas erzogen, sie hat in den Keren Hajessod und in den Keren Kajemeth jenen unaufhörlichen Strom freiwilliger Gaben geleitet, ohne die Palästinas Wachstum nicht möglich gewesen wäre. Daher brauchen wir eine starke zionistische Bewegung, eine feste Zionistische Organisation. Daher gibt es keine heiligere Pflicht, als die ununterbrochene Werbung neuer Anhänger, neuer Mitglieder. Es genügt nicht, daß ein Jude seinen Glauben an Palästina durch einen finanziellen Beitrag dokumentiert, den er für den Aufbau des Landes leistet. Jeder Jude und jede Jüdin muß Anteil nehmen auch an der Bildung der Öffentlichen Meinung des Judentums über Palästina, und es muß geschehen dadurch, daß er sich als ein dienendes Glied in die zionistische Bewegung einfügt, er muß die Kraft dieser öffentlichen Meinung stärken dadurch, daß er der Zionistischen Organisation beitritt. Je größer die Anzahl der Anhänger der zionistischen Bewegung, je größer der Mitgliederbestand der Zionistischen Organisation, um so lauter ertönt der Ruf des Zionismus an die Gesamtjudenheit, an die ganze zivilisierte Welt. Leeds. S. Brodetsky. Ijar- Aktion ^Zionistischen Ortsgruppe München Samstag, 8. Mai 1926, abends 9 Uhr, im Kunstgewerbehaus,Pfandhaus* straße 7 Dr. Moses Waldmann, Berlin: Die politischen Lehren des Steigerprozesses Samstag, 15.Mai 1926, abds. 9 Uhr,im Museumssaal, Promenadestraße Arnold Zweig, Berlin: Die iüdische Wirklichkeit Zur Deckung der Saalkosten wird bei den Vorträgen ein Eintritt von M. 1für Jugendliche M. -.50 erhoben