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Das jüdische Echo · 1926-03-05 · 7 (5.3.1926) · p. Seite 162

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Journal
Das jüdische Echo
Volume
13 (1926)
Issue
7 (5.3.1926)
Date
1926-03-05
Page
Seite 162 (sequence 14)
Language
German
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162 Das Jüdische Echo Nr. 10 nicht verschwiegen werden darf, daß bei intensiverer Mitarbeit aller Gesinnungsgenossen bessere Resultate hätten erzielt werden können. Den Kassabericht erstattete Herr Emrich, Herr Dr. Löwenthal einen Spezialbericht über den Nationalfonds und Herr Dr. Nußbauin über den Keren Hajessod. Nach erfolgter Entlastung des bisherigen Vorstands wurde die Neuwahl vorgenommen. Zum 1. Vorsitzenden wurde gewählt Herr Dr. Ludwig Mayer, zum 2. Vorsitzenden Herr Dr. Isak Bamberger, zum Schriftführer Herr Ignaz Emrich, zum Kassier Herr Franz Steinhardt, zum Nationalfondskommissar Herr Dr. Rudolf Liebstädter, zum KeremHajessod-Kommissar Herr Siegfried Kahn, zu Beisitzern die Herren Dr. Löwenthal, Dr. Katz, S. Heinemann und M. Wolinsky, als Vertreter des Misrachi Herr Gorski, als Vertreter der ostjüdischen Sektion Herr Weißenberg, als Vertreter der Fiirther Sektion Herr Leopold Birnbaum. Der Nationalfondskommission gehören ferner an Frau Dr. Thalmann und Herr Jacoby, der Keren-Hajessod-Kommission die Herren Oskar Rosenfelder, Dr. Nußbauin und Dr. Thalmann. Als Revisor wurde bestellt Herr Paul Hamburger. Nach Erörterung einiger Fragen aus verschiedenen zionistischen Tätigkeitsgebieten wurde die Generalversammlung geschlossen. Zionistische Ortsgruppe Nürnberg - Fürth. Die Zionistische Ortsgruppe Nürnberg-Fürth veranstaltete am 25. Februar in den Sälen des Maxfelds einen Purimball. Für das Vergnügen aller Tanzlustigen sorgten zwei gute Jazzbandkapellen, aber auch alle andern kamen auf ihre Rechnung. Eine reich ausgestattete Tombola bot jedem die Möglichkeit, etwas Schönes zu gewinnen, das Büfett sorgte für die leiblichen Bedürfnisse und ein Theaterstück, ein Theaterstück! — (aber davon wollen wir schweigen, denn Herr Heinz Neuberger sendet uns einige Zeilen dazu, die wir unten bringen). Vielen Beifall erntete auch Herr E. L. Franken, der Oberspielleiter des Intimen Theaters, mit heiteren Darbietungen. Arthur Schnitzler auf dem Purimball. Diese Überschrift erscheint irreführend; denn so möglich und denkbar es ist, daß der Wiener Arzt und Poet einen Purimball besucht, — diesmal sandte er nur eines seiner Werke. Aber Freude hätte er sicherlich daran gehabt, mit welch erfolggekröntem Bemühen sein Marionettenspiel ,,D e r tapfere Kassian“ trotz (oder ob?) seines literarischen Habits inszeniert, gespielt, genossen wurde! Dies Bemühen war wahrlich nicht ,,ganz umsonst“, wie die Einladung trist prophezeit hatte, sondern der andere Teil ihres widerspruchsvollen Textes sollte Recht behalten; es war — beinahe — „eine prachtvolle Aufführung“. Vor allem hatten Herr und Frau Dr. med. Th. Katz mit eherner Konsequenz die Rollen der Sophie und des Kassian als Drahtziehpuppen durchgeführt. Der Reiz, das Spielerische, Tändelnde des Puppenspiels kam dank dieser sorgsam geprobten Darstellung ausgezeichnet zur Geltung. Nie vergaßen diese beiden „Puppen“, daß sie kantig und holperig sein müßten, daß jede Armbewegung, jeder Schritt ein Drahtziehen zur Voraussetzung haben müßte. Und recht erstaunlich war es zu beobachten, mit welchem Geschick dieser Kassian plantinischen Erbes und diese Sophie, geradezu allegorisch in ihrem Tänzeln und Tändeln, auch die Sprache dem Marionettenhaften anzugleichen vermochten, Frucht geistreicher Intensität. Am allererstaunlichsten jedoch, daß das Tempo trotz Puppenspiel in Bewegung und Sprache nicht schleppend wurde. Der Martin des Herrn Rechtsanwalts Dr. Feilchen* f e 1 d war gegen diese Marionetten mit kantiger Nase und aufgemaltem Schnurrbart, mit einem Holzschwert unwahrscheinlichen Formats und der so schön dem holzgeschnitzten Prinzen angeglichenen Kassianrüstung in Rot und Gelb und Schwarz und der schönpludrigen Tänzeringewandung der Sophie zu sehr auf den Boden realer Lyrik gestellt. Hier wurde leider das Wesen des Marionettenspiels verweichlicht, mn nicht zu sagen verkannt. Und Folge dieser Abweichung von dem Grundgedanken der Inszenierung war so manche Hemmung im Zusammenspiel, so vor allem in der zweiten Würfelszene. Verschiedene Tempi standen hier einander gegenüber. Aber trotz solchen Mankos und einiger erheiternder Entgleisungen war der starke Erfolg ganz unbestreitbar; ja er dehnte sich sogar auf einige Katzsche Verse aus, die als Überleitung von der „Literatur“ zum Tanz mit liebenswürdiger Grazie zugedichtet waren. Denn Purimball und Schnitzler . Literaturfreudigkeit kann auch ein Wagnis sein; ein Wagnis, das im speziellen Fall sich vollauf gerechtfertigt hat! N. Hebräische Sprachschule Nürnberg-Fürth. Unsere nächste Konversationsstunde findet Samstag, den 6. d. M., abends halb 9 Uhr, im Sekretariat des Gemeindehauses, Neue Gasse 12, statt. Herr Dr. L ö - wenthal wird über „Das Mandat“ sprechen. An Freunde unserer Sache, die in der Kenntnis des Hebräischen einigermaßen fortgeschritten sind, ergeht freundliche Einladung. Die Leitung. Spenden-Ausweis Münchner Spendenausweis vom 23.Febr. bis 2. März. Allgemeine Spenden: Dr. B. Weiß grat. Dr. Gutmann und Frau zum 2. Sohn 3.—, Justin Lichtenauer und Frau desgl. 2.—, Josef Schachno und Frau desgl. 3.— — M. 8.—. Bäume: Benzion und Gitel Goldberg Garten: David Goldberg und Frau Helene, geh. Gidalewitsch,. danken allen Verwandten, Freunden und Bekannten für die ihnen anläßlich ihrer Vermählung erwiesenen Aufmerksamkeiten, 1 Baum 6.—, Jakob Dribinsky Garten: Frau Dora Orljansky anläßlich der Jahrzeit ihrer sei. Mutter, 1 Baum 6.—, Otto Hirsch s. A. Garten. Von den Eltern zur Silberhochzeit 5 Bäume, 30.— — M. 42.—. Dr. Igo Feuchtwanger s. A. Garten: Dr. Leo und Rosl Feuchtwanger gratulieren Dr. M. J. Gutmann zum Sohn, 1 Baum 6.— M. 6.—. Gold. Buch Richard Fraenkel s. A. Paul Grünbaum grat. herzl. Dr. Gutmann und Frau zum Jungen und Sufrin-Berger zur Vermählung 2.— — M. 2.—. Büchsen, geleert durch S. Mayer: Scherbel 2.95, M. Eisenkling 9.—, Neuß 1.50, Unger 1.—, J. Levi 10.50, Schmikler 2.—, Cheikowsky 3.—, Heymann 2.— — M. 31.95. Durch H. Salomon: J. Reich 4.35, Dr. Gutmann 1.52, Dr. H. Levinger 1.— — 6.87. Purimspenden, gesammelt durch Rudi Herz: Dr. J. Siegel 5.—, A. Eisenberg 5.—, Kulakowsky 2.—, Schaalmann 2.—, N. N. 2.50 — M. 17.50. Durch H. Salomon: Schülein 2.—, N. N. 2.—, N. N. 2.—, F. Schaal 1.50, Fröhlich 1.50, M. Kohn 1.— — M. 10.—. Durch Steinheimer: Ph. Kraus 1.—, J. Bamberger 2.—, L. Theilheiiner 2.—, E. Goldberg 2.—, A. Hecht 1.—, J. Bober 2.—, S. Helfgott 1.—, J. Stein-

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