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Das jüdische Echo · 1926-02-19 · 6 (19.2.1926) · p. Seite 128

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Journal
Das jüdische Echo
Volume
13 (1926)
Issue
6 (19.2.1926)
Date
1926-02-19
Page
Seite 128 (sequence 12)
Language
German
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128 Das Jüdische Echo Nr. 8 Salmanassar II. von Syrien, etwa 840 vor Christi zum Andenken an den siegreichen Feldzug gegen Jehu errichtete, zeigt eine andere Darstellung tributbringender Israeliten. Hier begegnen wir der zweiten Komponente, und zwar Hauptkomponente der jüdischen Rasse in alter Zeit, nämlich dem Typ der Hethiter. „Dieser hethitische Typus, der noch heute bei den Armeniern der gewöhnliche ist, hängt nach der Schädelbildung eng zusammen mit der von Kleinasien über den Balkan bis zu den Alpen und noch weiter westlich reichenden alpinen Rasse.“ Während beim Semiten die Stirn gerade ansteigend, die Nase leicht gekrümmt, an der Spitze etwas verdickt, aber nicht sehr groß ist, zeigt der Hethiter kurzen Schädel, zurückfliehende Stirn und große gekrümmte Nase. Kinn und Mund sind klein. Die dem Buch beigefügten Tafeln geben charakteristische Abbildungen beider Typen. Leider sind die meisten anderen Tafeln schlecht, so daß sie den Text des Buches nicht unterstützen, sondern eher verdunkeln. — Die weitere Entwicklung dieser im wesentlichen aus zwei Stämmen bestehenden jüdischen Rasse in der Diaspora — ihre Variierung durch die verschiedenartigen klimatischen Einflüsse, durch die soziologischen Bedingungen, unter denen sie lebten, und nicht zuletzt durch die Massenübertritte anderer Völker zum Judentum — schildern weitere 11 hochinteressante Kapitel des Buches. Sind wir dem Autor aufmerksam auf seinen Streifzügen gefolgt, sind wir zum Schluß nicht sonderlich erstaunt, daß er zu dem Resultat kommt, daß das jüdische Volk niemals eine unvermischte Rasse darstellte und jetzt „das Schicksal aller Kulturvölker auf dem viel durchwanderten Boden Europas und Vorderasiens“ teilt, nämlich: nicht einmal irgendeinen dominierenden Rassebestandteil mit Sicherheit aufweisen zu können. Trotzdem teilt Feist nicht die Meinung mancher Forscher, die behaupten, daß die Juden nur eine Religionsgemeinschaft seien und sich in anthropologischer Hinsicht nicht von ihrer Umgebung unterscheiden. Es gibt ohne Zweifel einen jüdischen Typ, der noch Relikte der beiden uralten Komponenten des jüdischen Volkes, der hethitischen und semitischen, erkennen läßt, der aber in der Hauptsache durch Gesichtsausdruck, Mimik und Gestus geschaffen wird. Diese Dinge sind aber vorläufig anthropologisch nicht zu erfassen und auch nicht in diesem Sinne zu deuten. Sie sind historisch kulturell bedingt, nicht anthropologisch, „denn Geistiges läßt sich nicht in körperliche Maße auflösen“. Erna Straus. S. LEVINGER MÜNCHEN Bayerstraße 25 Pfisterstraße 6 am Hauptbahnhof am Platzl Zigarren / Zigaretten Rauchtabake Das Haus für feineTabakerzeugnisse Gemeinden-u.Vereins-fcho Wir weisen auf das Programm der Lehrkurse der Kultusgemeinde hin und zeigen hiermit die ersten Vorträge an: Dr. Raphael Levi, Die Ethik des Talmud: Beginn Samstag, den 20. Februar, 8/4 Uhr abends, im Bibliotheksaal. Dr. Raphael Straus, Hauptepochen der jüdischen Geschichte: Beginn Montag, den 22. Februar, 8/4 Uhr abends, im Bibliotheksaal. Herr E. Toeplitz, Leiter des Museums für jüdische Altertümer in Frankfurt a. M.: Das religiöse Leben der Juden und die Kunst (Vortrag mit Lichtbildern). Dienstag, den 23. Februar, 8/4 Uhr abends, im Bibliotheksaal der Gemeinde. Jüdischer Kulturverein J. L. Perez, München. Samstag, den 20. Februar 1926, abends /49 Uhr, im kleinen Sitzungssaal der Gemeinde, Herzog- Max-Straße 5, Kursabend. Israelitische Volksschule München. Die Schule tritt in das Jahr 1926/27 mit 64 Schülern ein. Im abgelaufenen Schuljahr wurde die Schule von 42 Schülern besucht, hiervon treten 10 in eine höhere Schule über, so daß der Zuwachs im neuen Schuljahr 32 beträgt. Der von der München- und der Jesaia-Loge gemeinsam veranstaltete Vortragsabend der Frau Lilly Marie-Freud, Hamburg, früher München, findet, wie bereits angekündigt, Donnerstag, den 25. Februar, um 8 Uhr abends im Museumssaal statt. Der Reinertrag des Abends fließt den jüdischen Jugendheimen in München und Wolf ratshausen zu: Kartenverkauf: Gemeindekanzlei, Herzog-Max-Str.; Ewer-Buchhandlung, Ottostr.. 2; Zigarrengeschäft S. Levinger, Bayerstr. 25; Silberthau & Co., Neuhauser Straße 7. Hebräische Sprachschule Chowewe-Iwrith. Die hebräischen Konversationsstunden müssen technischer Schwierigkeiten wegen Samstag, den 13. d. M., und Samstag, den 20. d. M., ausfallen. B.-K. München. Mittwoch, den 10. Februar, hielt Tbr. Leo Schindel einen Vortrag über das Thema „Leibesübungen und rhythmische Gymnastik“, der alle Anwesenden sehr zufrieden stellte. Der Vortrag, dessen letzter Teil heute besonders akut ist, war von vortrefflichen Lichtbildern der Hochschule für Leibesübungen, Berlin, begleitet und erläutert. Einleitendn gab der Vortragende kurz eine Psychologie und Physiologie der Leibesübungen, sprach dann von der Gymnastik der Alten, kritisierte dann das deutsche Turnen mit allen seinen Vor-und Nachteilen (letztere besonders für Frauen) und erläuterte die verschiedenen Sportzweige. Aufbauend auf der schwedischen Gymnastik, erklärte er die Methoden der rhythmischen Gymnastik — Mensendiek, Dalcroze, Laban, Bode und Loheland. Der Vortrag war sehr klar und schön aufgebaut; hoffentlich bringen unsere Mitglieder den weiteren Vorträgen unseres Tbr. Leo Schindel dasselbe lebhafte Interesse entgegen. Leo Schindel, der ein ausgezeichnetes, gymnastisches -Training für die Her-

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