Das jüdische Echo
- Journal
- Das jüdische Echo
- Volume
- 12 (1925)
- Issue
- 51 (18.12.1925)
- Date
- 1925-12-18
- Page
- Seite 954 (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
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954 Das Jüdische Eche Nr. 51 ihren gedanklichen Ausdruck. Wer ein lebhafteres Interesse für die im Blau-Weiß vereinigte jüdische Jugend empfindet, wird sich mit diesem Buch bekannt machen müssen. Der „Hamischmar“ ist erschienen im Selbstverläge der Bundesleitung des Blau-Weiß, Berlin SW 19, Seydelstraße 3, von wo er bezogen werden kann; er ist auch in den meisten jüdischen Buchhandlungen zum Preise von M. 5.50 zu haben. E. „Der Jude“. Sonderheft: „Antisemitismus und jüdisches Volkstum.“ Im Jüdischen Verlag, Berlin NW 7, Dorotheenstraße 35, erscheint soeben ein Sonderheft der Zeitschrift „Der Jude“, das durch seinen Inhalt und seine Mitarbeiter außerordentliches Interesse hervorrufen wird. Hervorragende Dichter und Politiker Europas, Juden und Nichtjuden, ergreifen in diesem Heft zum Thema des Antisemitismus und Zionismus das Wort. Aus der Fülle der Beiträge heben wir vor allem den Artikel von Heinrich- Mann über das jüdische Palästina- Werk, den Beitrag des bekannten französischen Sozialistenführers Leon Blum über Juden und Franzosentum und das „Nachwort zur Bernstein- Shaw-Kontroverse“ von Bernhard Shaw hervor, das Shaw zur Klarstellung seines Verhältnisses zu Judentum, Antisemitismus und Zionismus der Redaktion „Der Jude“ gesandt hat. — Von anderen Beiträgen erwähnen wir die von: Arnold Zweig, Hermann S t e h r, Otto Flake, Oskar A. H. Schmitz, Jakob Wassermann, Rudolf G. B i n d i n g , Martin B u b e r, Emil Ludwig und dem bekannten Pazifisten Prof. L. 0 u i d d e. Das umfangreiche Heft, auf holzfreiem Papier gedruckt, ist durch alle Buchhandlungen oder direkt durch den Verlag, Berlin NW 7, Dorotheenstr. 35, £u beziehen. S. LEVINGER MÖNCHEN Bayerstraße 25 Pfisterstraße 6 am Hauptbahnhof am Platzl Zigarren / Zigaretten Rauchtabake Das Haus für feine Tabakerzeugnisse Personalia Mainstockheim. Die israelitische Gemeinde Mainstockheim ist nach Jahresfrist wieder in der Lage, einen neuen Religionslehrer zu haben. Der frühere Elementar- und Religionslehrer Oberl. a. D. Wurzmann, der über 40 Jahre in seiner Gemeinde wirkte und sich stets der Anerkennung und Achtung seiner Vorgesetzten Dienstbehörde erfreuen durfte, ist nach Schlüchtern zu seiner Tochter verzogen. Sein Nachfolger ist Hauptlehrer Friedmann. Lokales Der jüdische Gesangverein hatte für seine diesjährige große Konzertveranstaltung Mendelssohns „Elias“ gewählt, ein Werk, das den Ruhm seines Urhebers für alle Zeiten begründet und noch heute zu den bedeutendsten Erscheinungen auf dem Gebiete des Oratoriums zählt. Mendelssohn ist natürlich durch die Schule seiner großen Vorgänger Händel und Bach gegangen, aber er hat sich doch seinen eigenen Stil geschaffen, der in seiner vornehmen Melodik, dem klangschönen Chorsatz dramatischer Ausdruckskraft, unterstützt durch charakteristische Instrumentation, viele Nachahmer gefunden hat. Leider mußte man bei der diesmaligen Aufführung aus „praktischen Gründen“ auf ein Orchester verzichten, aber die feinsinnig musikalisch ausgearbeitete Klavierbegleitung Kurt Bettsacks ließ diesen Mangel bald vergessen und bot dem Chor und den Solisten jederzeit eine sichere Unterlage. An der Orgel saß Rob. Ossenbrunners bewährte Kraft. Josef Ziegler hatte den Chor in gründlicher, eingehender Weise vorbereitet und erzielte in den getragenen, wie bewegten Sätzen eindringliche, zum Teil packende Wirkungen, die um so höher einzuschätzen waren, als die numerische Stärke des Chors noch nicht die für große Aufführungen wünschenswerte Stärke erreicht hat. Einen ausgezeichneten Vertreter hatte man für die Partie des Elias in Herrn Max G u n d e r gewonnen. Sein dunkelgefärbtes, volltönendes Organ kam dem Charakter des Propheten prächtig zustatten, ebenso bewährte Frau Sonja Ziegler als Sopranistin ihre empfindungsreichen, hochstehenden gesanglichen Eigenschaften, nicht minder waren Ellida R i e s e r, Regina P e i s a c h (Alt) und Emil S a r s k y (Tenor) mit künstlerischem Ernst bei der Sache und an dem Erfolg des Werkes mitbeteiligt. Der Verein darf mit berechtigter Genugtuung auf den Verlauf und das schöne Gelingen der Aufführung zurückblicken; es wäre nur zu wünschen, daß sein Wirken durch den Zugang recht vieler neuer Mitglieder die gebührende Anerkennung fände. Julius Schweitzer. t " .. \ Maximilianstraße 40 Damen- Schneiderei Herren - Schneiderei Auserlesene Qualitätsstoffe Erstklassige Verarbeitung Niedrigste Kalkulation