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Mitteilungen des Israelitischen Lehrervereins für Bayern · 1925-12-11 · 28 (11.12.1925) · p. Seite 67

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Journal
Mitteilungen des Israelitischen Lehrervereins für Bayern
Volume
1925
Issue
28 (11.12.1925)
Date
1925-12-11
Page
Seite 67 (sequence 2)
Language
German
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Nr. 28 Mitteilungen des Israel. Lehrervereins für Bayern 67 zu sein, im Jahre 1829 mußten nach allerhöchster Verordnung (siehe Döllinger, Gesetzessammlung VI) die jüdischen Lehrpersonen Bayerns sich einer Prüfung unterziehen, auch W., der damals 63 Jahre zählte. Da wandte sich am 14. Jänner 1829 die Gemeinde an die Regierung, daß sie ihren ..seit 21 Jahren fungierenden Lehrer und Vorbeter gerne zu behalten wünschen, für Wohnung und Besoldung nach der Regierungsverordnung sorgen wolle, da die Gemeinde größtenteils aus Familien mit geringem Vermögen besteht, der Schulbesuch auswärtiger Orte den Kindern, besonders im Winter zu beschwerlich fällt" usw. W. werde sich ja einer Prüfung unterziehen. Sollte er sie aber nicht bestehen, so möge „gnädigst gestattet werden, unter den geprüften Lehramtskandidaten ein solches Subjekt auswählen zu dürfen, welches die zwei Stellen eines Religionslehrers und Vorbeters versehen kann." — Endlich kam am 16. Juni 1830 die erlösende Kunde: „Der Vorsänger und Unterrabbiner Jakob Wassermann zu Dettelbach hat die im März vorigen Jahres abgehaltene allgemeine Prüfung gleichfalls mitgemacht und dabei zureichende Befriedigung geleistet, weswegen derselbe vorderhand noch bei seinen bisherigen Funktionen belassen werden kann. In keinem Falle darf jedoch gestattet werden, daß das Schächten des Schlachtviehes von ihm besorgt werde.*) Kgl. Regierung des Unter-Mainkreises. Kammer des Innern. In Abwesenheit des Präfekten: (gez.): v. G ü n t h e r. (Fortsetzung folgt.) 25jähriges Ortsjubiläum. Am 21. November feierte Kollege Hauptlehrer Gutmann in Fürth sein 25jähriges Jubiläum als Lehrer an den dortigen Schulen und Kantor an der Neuschul-Synagoge. In Anerkennung seiner Verdienste wurde er durch Beschluß der Gemeindeverwaltung von Gruppe 8 nach Gruppe 10 übergeführt. Eine Abordnung der Gemeinde mit dein 1. Vorsitzenden des Vorstandes, Kommerzienrat Bechmann, und Rabbiner Dr. Behrens an der Spitze überbrachte mit einem prachtvollen Pokal zugleich die Glückwünsche der Gemeinde, die in allen Kreisen den lebhaftesten und herzlichsten Anteil an dem Ehrentag des Kollegen nahm. Zur Beamtenordnung. Die Beamtenordnung des Verbandes wurde in der Sitzung des Verfassungsausschusses am 25. Oktober nochmals beraten. Soweit wir unterrichtet sind, wurde die Vorlage im wesentlichen nach den Vorschlägen der Verbandsleitung angenommen. Einige entgegenstehende Anträge wurden zum Teil abgeschwächt, zum Teil zurückgezogen. Den Mitgliedern wird jedenfalls noch Gelegenheit zur Stellungnahme geboten werden. Von der Bezirkskonferenz Ansbach. Nach einer längeren Pause kamen die Mitglieder des Bezirksvereins Ansbach am 25. Oktober unter dem Vorsitze des Kollegen Strauß (Uffenheim) wieder zu einer Konferenz zusammen. An das eingehende Referat des Vorsitzenden, in dem derselbe einen Rückblick über die seit der letzten Versammlung verflossene Zeitperiode gab, schloß sich eine lebhafte Aussprache an. Unter anderem wurde beschlossen, von jetzt ab vierteljährlich Konferenzen *) Die Ausübung der Schächtfunktion war gesetzlich eigentlich für alle weiteren Jahrzehnte den Lehrern untersagt, wurde jedoch später stillschweigend, d. h. ohne Widerspruch seitens der Regierungen wieder vorgenommen, selbst durch Volksschullehrer. abzuhalten. Bei der nächsten Zusammenkunft soll eine praktische Lehrprobe nach der „Einkh'schen Unterrichtsmethode" gehalten werden. Beförderung abgebauter Volksschullehrer. Das Staatsministerium für Unterricht und Kultus hat mit Entschließung vom 16.7.25 folgenden Bescheid in dieser Frage gegeben. „Dem Gesuch des auf Grund Art. 150 des V.L.G. in den Ruhestand \ ersetzten Hauptlehrers N.N. in H. um nachträgliche Beförderung in die Besoldungsgruppe 9 oder um Gewährung des Ruhegehaltes aus dem Diensteinkommen nach Besoldungsgruppe 9 kann nach den bestehenden Bestimmungen nicht entsprochen werden. Im übrigen wird bemerkt, daß im vorliegenden Fall nicht die Versetzung in den einstweiligen Ruhestand, sondern die Versetzung In den Ruhestand auf Grund des Art. 150 des V.L.G. auszusprechen und demgemäß nicht ein Wartegeld, sondern der Ruhegehalt nach der Maßgabe dieser Gesetzesstelle (in Fassung nach Art. 2, Ziff. I, 8 der Verordnung vom 29. März 1924 G.V.B1. S. 128) anzuweisen gewesen wäre. I. A. Kren." Einzahlungen im August 1925. Versehentlich kommt der Bericht — ohne Verschulden des Kassiers — erst heute zur Veröffentlichung. Durch Gundersheimer, Brückenau 12.—• Weichselbaum, Adelsberg 20.—■ Wahler, Hörstein 15.— Wolf, Lendershausen 8.— Schwarzenberger, Bödigheim 3.— Marx, Nürnberg 4L— Kissinger, Ermershausen 20.—. Gutmann. Öttingen 22.50 Strauß, Nördlingen 80.— Spenden von: Goldstein, Würzburg, 5.—; Nußbaum, Dahn, 5.—Gutmann, Nürnberg, 5.—; Godlewsky, Amberg, 5.—; Wertheimer, Hardheim, 2.—; Sommer, Wittelshofen, 5.—. Den Jahresbeitrag für 1925 entrichteten: Bamberger, Kitzingen; Bernheim, Nürnberg; Ehrenreich, Nürnberg; Einstädter, Kitzingen; Ellinger, Fürth; Frenkel, Nürnberg; Gutmann, Nürnberg; Heippert, Scheinfeld; Heß, Nürnberg; Kahn, Westheim: Levite, Günzenhausen; Oppenheimer. Laudenbach, Oppenheimer, Fürth, Rosenwald,. Frankfurt; Rülf, Nürnberg; Strauß, Nördlingen; Strauß, Fürth; Uhlfeider Jak., Nürnberg; Dr. Feinberg. Heilbronn; Behrend, Veitshöchheim; Hirsch, Coburg. Diejenigen Kollegen, welche mit ihrem Beitrag für 1925 noch im Rückstand sind, werden ersucht, denselben umgehend auf unser Konto: Amt Nürnberg Nr. 6479 einzuzahlen. Einzahlungen im Oktober. Durch Gutmann, Öttingen 20.— Weichselbaum, Adelsberg 10.— Mannheimer. Dettelsbach 12.— Wechsler, Aschbach 40.—< Ochsenmann, Frankfurt 15.— Strauß, Uffenheim 21.— Hellmann, Würzburg 231.— Spenden von: Goldstein. Würzburg, 5.—; Fulder, Treuchtlingen, 5.—; Blatt, Obbach, 8.—; Hammelburger, Haßfurt, 10.—; Schwarzenberger. Bödigheim, 3.—; Mandelbaum, Würzburg, 20.—; Freudenberger, Thüngen, 10.—; Baracker, Sulzburg, 10.—; Behrend. Veitshöchheim, 15.—; Dr. Hammelburger, Würzburg, 15.—; Mannheimer. Dettelbach, 15.—. Würzburg, 17.11.25. M. Hell mann. Personalien. Lehrer Hirsch von Berolzheim wurde an die israelitische Volksschule in Nürnberg berufen.

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